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Inhalt

Das Ende der Zivilisation steht bevor. Brutale Motorrad-Gangs diktieren das Geschehen. Auf der Suche nach Benzin gelangt Mad Max zu einer heiß umkämpften Raffinerie. Die Leute dort planen den Ausbruch mit einem riesigen Benzintank, den Mad Max steuern soll. Als sich die Tore öffnen, beginnt eine höllische Jagd auf Leben und Tod.
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Kritik

Dieser Film stammt aus einer Zeit, als Videorekorder und Heimkinos noch wenig verbreitet waren, als der Gang ins Kino mit keinem anderen audiovisuellen Erlebnis auf dem Niveau vergleichbar war und die Informationskette was neue Filme anging höchstens durch Fachblätter und Mundpropaganda von statten ging. Eine Zeit, in der man nahezu unvorbereitet, höchstens durch die überschwänglichen Empfehlungen der Freunde angefixt, ins örtliche Kino lief, um sein spärlich zusammengekratztes Taschengeld gegen ein Ticket für den neuesten Hollywood-Streifen einzutauschen. Vielleicht ist da aber auch nur die nostalgisch verklärte Sicht des Autoren, wobei sich im Falle von „Mad Max II – Der Vollstrecker“, in den USA unter dem Namen „Road Warrior“ bekannt, solche Szenen abgespielt haben könnten. Natürlich nicht mit Taschengeld, sondern mit dem Lohn, der Film war ja ausschließlich für erwachsenes Publikum.

Dabei passt die Geschichte, in die Max Rockatansky diesmal buchstäblich hineinfährt, auf einen Bierdeckel und ist überdies nicht besonders originell. Eine kleine Siedlung wird von grobschlächtigen Banditen bedroht und ein einsamer Held, gespielt von Clint EasMel Gibson, muss (?) sie retten. Doch hinter Wolken aus wehendem Wüstensand verbirgt sich ein bis unters Dach geladener Actionstreifen, der fast 35 Jahre nach Dreh noch Wellen schlägt.

Reden ist nicht Max‘ Stärke, dafür beherrscht umso besser jegliches motorisiertes Vehikel. Mit einer Parodie auf die Auswüchse des modernen Menschen, dem Durst nach Öl, inszenierte George Mller den bis dahin teuersten Film in der Geschichte Australiens. Dabei wäre er nie entstanden, hätte „Mad Max“ aus dem Jahr 1979 nicht weltweit circa 100 Millionen US-Dollar in die Kassen gespült, bei einem lächerlich geringen Budget von 400.000 australischen Dollar (damals nahezu Deckungsgleich mit US-Dollar). Das rief große US-Studios auf den Plan, die am Ende ein achtfaches Budget des ersten Teils ermöglichten. Alles in Mad Max II ist größer und aufwendiger, bis auf die Geschichte, die saß aber bereits im Vorgänger schon nur auf dem Rücksitz. Das höhere Budget kommt besonders den vielen Actionszenen zugute, aus denen der Film sein explosives, cineastisches Potenzial schöpft. Es gibt: mehr Autos statt Motorräder und mehr Explosionen, was will man mehr? Bei dem ganzen Spaß ist es vor Allem die Gesellschaft, die fasziniert. Verrottete Männer, mehr Mensch als Tier und in ebensolchen gekleidet, mit Steampunk-Attitüden und zusammengebastelten Feueröfen, bilden das Menschenbild einer gottlosen Gesellschaft. Dies bündelt sich mit einer großen Portion purem Wahnsinn, um ein furioses Finale zu entfachen, das knapp ein Drittel des Gesamtfilms einnimmt und seinesgleichen sucht. Geschickt werde die Schrotthaufen seichter Dialoge und mittelmäßiger Action umkurvt, lieber wird auf 7000 Umdrehung plus Nitroeinspritzung geschaltet.

Das gesamte „Mad Max“-Franchise hat seine Reifenspuren auch in der Popkultur hinterlassen und man stößt aller Nase lang auf Machwerke, die auch in der Welt von Max spielen könnten. „Der Kampfkoloß“(Warlords of the 21st Century) aus dem Nachbarland Neuseeland ist da ebenso zu nennen wir Costner Kassenflop „Waterworld“, bei dem Kameramann Dean Semler ebenfalls von der Partie war. Mit zunehmender Entwicklung kommen auch Videospieler in den Genuss postapokalyptischer 3D-Welten und können in Games wie „Rage“ die Filme quasi nachspielen.

Fazit

„Mad Max II – Der Vollstrecker“ ist Erwachsenenunterhaltung feinster Güte und wurde bei uns von den Moralwächtern mit Argusaugen beobachtet. Im Gegensatz zum Erstling blieb die Indizierung aus, bis zu seiner Neuprüfung war er aber lange nur für volljähriges Publikum geeignet. Ein echtes Stück Kinogeschichte.

Autor: Magnus Knoll

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