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Franklin, Virginia, 1931: Die Brüder Forrest (Tom Hardy), Jack (Shia LaBeouf) und Howard Bondurant (Jason Clarke) gelten in ihrer kleinen Heimatstadt als unsterblich. Immerhin verdienen die drei Haudegen ihr Geld nicht nur mit einer Tankstelle, sondern auch mit der Produktion und dem Schmuggel von Alkohol. Unter dem Schutz der hiesigen Polizei steigen sie so schnell zu den härtesten Gangstern auf, die es zur Zeit der Prohibition gab. Als eines Tages jedoch der Bundesagent Charley Rakes (Guy Pearce) in die Berge entsandt wird, ändert sich alles schlagartig. Mit höchst fragwürdigen wie brutalen Methoden verschafft sich der Agent Respekt und beginnt somit einen persönlichen Krieg gegen die Brüder. Nachdem Forrest auch noch durch einen Anschlag schwer verletzt vorübergehend ausfällt, übernimmt kurzerhand Jack die Geschäfte und plant hierbei großes: Zusammen mit Mobster Floyd Banner (Gary Oldman) will er den Familienbetrieb auf eine neue Stufe bringen. Doch zu spät, denn Rakes hat sich bereits auf Bondurants fokussiert, wodurch ein blutiger Showdown unvermeidlich wird. Einzig die junge Bertha (Mia Wasikowska) sowie die schöne Angestellte Maggie (Jessica Chastain) könnten noch ein Massaker verhindern…

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Kritik

Die US-Prohibition der 1930er Jahre ist seit jeher eines der uramerikanischsten Geschichtsthemen, welches auch gerne regelmäßig von Hollywood neu interpretiert wird. Immerhin galt die Zeit als rau, skrupellos, vollkommen ruchlos sowie kriminell und brachte mit Gangstern wie Al Capone, Dutch Schultz, Frank Costello sowie Meyer Lansky regelrechte Popstars der Verbrecher-Szene hervor, die selbst heute noch für abendfüllende Unterhaltung sorgen können. Basierend auf dem Matt Bondurants Romans The Wettest Country In The World erzählt nun auch der australische Regisseur John Hillcoat (The Road) seine Version des amerikanischen Traums und geht hierbei mit einer martialischen Art voran, die grimmiger kaum sein könnte. Auge um Auge ist die Devise und somit die Story über die drei Bondurant-Brüder eine, die Westerntypisch auf das Recht des stärkeren setzt und eine Last Man Standing-Mentalität besitzt. Eine durchaus interessante Herangehensweise, die, auch durch die handwerklich perfekte Inszenierung, die 30er Jahre förmlich lebendig werden lässt. Was folgt ist ein Kampf zwischen drei ungleichen Brüdern und einem der interessantesten Bösewichter der jüngeren Filmgeschichte (der ölige wie aalglatte Guy Pearce liefert eine unglaubliche Show ab) und somit ein Film, der den Alkoholschmuggel gekonnt in Szene setzt. Einzig der fehlende moralische Kompass trübt das Geschehen, wodurch Böse gegen Böse kämpft und die gesellschaftlichen Folgen außen vor bleiben.

Das gerade ein Australier sich der Prohibition widmet, schadet der Perspektive indes kaum. Im Gegenteil, John Hillcoat versteht es, mit der Hilfe von Drehbuchautor Nick Cave (The Proposition), den Kern der Zeit gekonnt zu zeichnen und somit den amerikanischen Traum der 30 Jahre auf Zelluloid zu bannen. Es war eine Zeit der Gesetzlosigkeit, wo Alkohol zum Sittenverfall erklärt und somit eine breite Gesellschaftsschicht gleich mit kriminalisiert wurde. Die Polizei war korrupt und Gangster übernahmen regelrecht die Städte, wodurch es unweigerlich zu einem blutigen Kampf kam. Die Unbestechlichen kamen ebenso auf, wie die Anfänge des FBI, wodurch auch die Polizei keineswegs mit gutbürgerlicher Art voran Schritt. Es wurde gefoltert, gemordet, erpresst sowie gekauft, sodass die Grenzen zwischen dem vermeintlichen Guten und Bösem schnell verschwammen. Lawless (ein passender Titel) fängt diese Stimmung hervorragend ein und offenbart mit den Bondurants drei Figuren, die stellvertretend für die Zeit stehen. So ist Forrest Bondurant (Tom Hardy zeigt abermals eine beeindruckende Präsenz) der Anführer, der eher mit Schlägen antwortet als mit Worten. Zwar ist seine Rolle durchaus eindimensional angelegt, fungiert als Schrittmacher für die Action sowie Gewaltszenen allerdings passend.  Howard Bondurant (Jason Clarke gibt sich angenehm im Hintergrund) ist der Mitläufer, der ehrbar abseits seine Brüder mit voller Härte unterstützt. Und schließlich wäre da noch Jack Bondurant (Facettenreich sowie feinfühlig von Shia LaBeouf dargestellt), der deutlich im Fokus steht. Erst ängstlich hinter seinem großen Bruder Forrest, entwickelt er sich im Laufe der Handlung zum Dreh- und Angelpunkt der Story. Er will die Familie groß machen und lässt sich gar mit Mobster Floyd Banner ein (Gary Oldman genießt nur ein paar kleine Auftritte). Hieraus entsteht schließlich eine Geschichte voller Höhen und Tiefen, die vornehmlich mit Bundesagent Charley Rakes kollidieren. Denn dieser ist alles andere als zimperlich.

Doch gerade diese moralische Haltlosigkeit (die Polizei ist ebenso korrupt wie die Gangster selbst), lässt etwas Feingefühl missen und lässt Lawless im Dunkeln der Morallosigkeit zurück. Zwar sind die Bondurants die Sympathieträger der Story, gerade weil Guy Pearce eine unbeschreibliche Performance als skrupelloser wie miesgelaunter Agent abliefert, jedoch ist Gewalt als Mittel in der Handlung vollkommen legitim, ohne dies mit einem moralischen Anker zu verketten. Was folgt ist eine Oberflächlichkeit in Bezug auf die sozialen oder politischen Zusammenhänge, weshalb deutlich Chancen von Regisseur John Hillcoat ungenutzt zurückbleiben. Zum Glück können allerdings Mia Wasikowska sowie Jessica Chastain durch ein gefühlvolles Spiel etwas Bodenständigkeit in die Handlung zurückbringen. Denn ohne dies, wäre Lawless nur ein gewaltvolles Treiben ohne merkliches Ziel geworden. Abseits von Charakteren sowie Geschichte, ist das Crime-Drama jedoch handwerklich makellos geworden. Sei es der passend treibende Score, die gut in Szene gesetzten Kulissen oder die Ausstattung, alles bringt den Zuschauer gekonnt in die 30er Jahre zurück. Selbiges gilt für die Action, die bodenständig sowie dreckig geblieben ist, ohne dass hier zu viel übertrieben wird. Ein passendes Setting für das Schauspiel aus Gier und Macht, wodurch gerade die altmodische wie gar schon klassisch ruhige Inszenierung von Hillcoat gekonnt das gezeigte untermalt.

Fazit

Mit "Lawless" liefert Regisseur John Hillcoat ein ruhiges, bildgewaltiges wie brachiales Gangster-Epos ab, dass vor allem von seinen Schauspielern lebt, hier allen voran Tom Hardy sowie Guy Pearce sowie seiner gekonnten Ausstattung. Einzig die moralische Verwerfung bleibt ein Problem, wodurch oftmals die Story ohne Anker bleibt. Wer aber auf raue wie klassische Crime-Dramen steht, sollte sich dieses Prohibitions-Abenteuer nicht entgehen lassen.

Autor: Thomas Repenning

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