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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Drei Schwestern auf den Kanaren. Eine magisch-meditative Poesie legt sich über das Alltägliche. Drei Frauenleben ohne Versorger, körperlich erzählte Lebensstrategien, inszeniert-beobachtend-erinnernd. Ruhe stellt sich ein, im Hintergrund der Vulkan.

Kritik

Wie zwei Leichen würden sie daliegen, bemerkt in vage prophetischem Tonfall in Macu Machins lethargischem Langfilm-Debüt ein Mitglied des in den Mittelpunkt gestellten Frauen-Trios. Eine davon - welche, das bleibt wie so vieles unklar - ist die Mutter der Regisseurin. Letzte wird in der mystisch aufgeladenen Mischung aus lethargischen Landschaftsskizzen und schwerfälligem Schwestern-Drama selbst niemals sichtbar und ist dennoch als unsichtbare Vierte der filmischen Familienskizze ständig präsent. 

Denn ihr mit einem Hauch Mystik und Morbidität versetztes Verwandtschaftsporträt ist einer jener für das Berlinale Forum frustrierend charakteristischen Filme. In denen richten meist unerfahrene Filmschaffende die Kamera auf ihre eigene Person oder Privatwelt. Die der visuell mal bäuerliches Beziehungstheater, mal symbolschwere Spukgeschichte und dann unvermittelt quasi-dokumentarisches Katastrophen Kino probierenden Fingerübung ist ein karges Landstück auf den Kanaren mit einem bedrohlich rumorenden Vulkan im Hintergrund. 

Die auf realen Umständen aufbauenden Ereignisse - Carmen (Carmen Machín), Elsita (Elsa Machín) und Maura (Maura Perez) verrichten Landarbeit, kramen in alten Unterlagen und erlauben sich als dramatischen Höhepunkt ein bisschen Spaß bei einer improvisierten Kostümschau - sind umso frustrierender anzusehen, da unter den behäbigen Banalitäten tatsächlich eine lohnenswerte Geschichte von Erbstreit, Eifersucht und Einsamkeit zu schlummern scheint. Doch die Regisseurin und Drehbuchautorin schwelgt lieber selbstvergessen in oftmals wortwörtlich nebulösen Naturaufnahmen von einschläfernder Ergebnislosigkeit. 

Fazit

Bereits der Titel verweist auf dornige Verstrickungen und der rumorende Vulkan der imposanten Inselszenerie wird immer wieder als Metapher beschworen. Doch wenn nach einer zähen Stunde geduldiger Beobachtung des Besuchs zweier alter Damen auf dem kanarischen Grundstück ihrer Schwester es endlich zu einem feurigen Ausbruch kommt, führt das Naturspektakel lediglich vor, wie wenig Macu Machín aus den äußeren Gegebenheiten ihres semi-dokumentarischen Spielfilmdebüts zu machen versteht. 

Kritik: Lida Bach

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