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Inhalt

Weihnachten mit der Familie – für Max ist das kein Spaß, denn von Harmonie und Freude ist bei seiner Familie wenig zu spüren. Als er seinen Glauben an das himmlische Fest verliert und sich abwendet, ahnt er nicht, dass dies den Zorn des Krampus‘ weckt. Der teufelsähnliche Dämon nimmt die Festtage zum Anlass, "unartige" Menschen und jene, die nicht an den besonderen Geist der Weihnacht glauben, aufzusuchen und sie auf seine ganz eigene Weise zu bestrafen.

Die Hölle bricht los, als die beliebten Figuren und Symbole der Weihnachtszeit als Monster zum Leben erweckt werden. Und so wird Weihnachten für Max und seine Familie tatsächlich zum Horror. Statt um Geschenke und Gezänk geht es für sie plötzlich ums pure Überleben – und das kann ihnen nur gelingen, wenn sie gegen Krampus zusammenhalten und für einander einstehen, doch das ist für die zerstrittene Familie gar nicht so einfach…

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Michael Dougherty ist zurück und verdirbt, wobei besser gesagt versüßt uns wieder die Feiertage. Nachdem er in seinem Film „Trick´r Treat“ die Geister zu Halloween loslässt, darf sich diesmal zu Weihnachten gegruselt werden. In „Krampus“ verarbeitet Dougherty die Krampuslegende. Dieser Brauch ist in Österreich und Bayern weitverbreitet. Der Krampus ist eine Schreckgestalt in Begleitung des Nikolaus. Nur wo der Nikolaus die braven Kinder mit Geschenken belohnt und erfreut, so werden die unartigen Kinder vom Krampus bestraft.

Grundsätzlich ist es toll, dass endlich auch mal eine andere böse Weihnachtsgeschichte erzählt wird. Böse Weihnachtsmänner gab es ja schon zu genüge. Dougherty endschied sich dafür, „Krampus“ mit relativ unbekannten Schauspielern zu drehen und seinen Horrorfilm auch noch mit komödiantischen Elementen zu besetzen. Und genau das war die richtige Entscheidung. „Krampus“ macht Spaß, wobei es schwierig ist zu sagen warum.

Doch warum ist das so? Der Film ist eigentlich dazu prädestiniert schlecht zu sein. Zwar ist die Grundidee neu aber sowohl der Ablauf der Geschichte als auch der einzelnen Szenen ist bekannt wie eh und je. Die Familie besteht rein aus Klischees und die Dialoge sind recht uninspiriert. Hier sollte man aber nicht den Mut verlieren sich den Film anzuschauen. Dougherty schafft es, bekannte Elemente so kurios und surreal darzustellen, dass man einfach mit einem Grinsen vor dem Film sitzen muss. Alleine die Ideenvielfalt der Wesen ist eine gelungene Abwechslung. Sobald Kinderspielzeug und Backwaren ihr Eigenleben bekommen, wird dem Zuschauer die Innovation geboten, die im Einheitsbrei des heutigen Horrorfilms eine schöne Abwechslung ist.

Der Humor selbst ist wohl dosiert aber passt fast immer. Ähnlich wie bei Genrevertretern allá „Severance“ oder „Shaun of the Dead“ driftet „Krampus“ zwar ins Skurrile ab, wirkt aber nie albern oder gar überzogen. Besonders bei der Einführung der einzelnen Familienmitglieder fällt dies auf. Wie bereits erwähnt handelt es sich zwar um Klischees, jedoch passen sowohl Sprüche als auch der Witz. So sehen wir hier auch Conchata Ferrell aus „Two and a half Men“ in einer Rolle die ihr auf den Leib geschrieben ist. Man kann hier nicht böse sein, dass Sie quasi einen identischen Charakter spielt, wie in der Serie. Fans von Haushälterin Berta werden ihre helle Freude haben.

Die Horrorelemente hätten hier und da allerdings noch etwas krasser sein können. Man kann fast behaupten, „Krampus“ ist eine familienfreundliche Horrorkomödie. Die Altersfreigabe ab 16 ist schon zu hoch eingestuft. Wer ein Splatterfest oder Blutrausch erwartet, ist hier an der falschen Adresse. Alles in allem erinnert „Krampus“ an den Film „Poltergeist“ (das Original selbstverständlich). Erst die Familieneinführung, dann kleine Horrorsequenzen bis im Finale alles drunter und drüber passiert.

Erfreulicherweise bekommen wir hier auch kein CGI Gewitter geboten. Die Monster und Wesen sind fast alle handgemacht. Zwar sieht man dies hier und da auch sehr deutlich doch auch darüber möchte man sich nicht wirklich aufregen. Besonders beim Krampus selbst merkt man dies. Das Gesicht, auch wenn es nur sehr kurz zu sehen ist, ist komplett starr. Die Maske selbst ist scheinbar nicht in der Lage sich zu bewegen, was schade ist, da die anderen Monster wie der böse Teddybär, die kinderfressende Clownsschlange und der Puppenengel (ja es ist genau so absurd wie es hier klingt) so gut wie ohne Effekte auskommen aber dennoch etwas agiler sind. Das CGI merkt man eigentlich nur beim Kampf gegen die Lebkuchen. Doch die Szenen mit den bösen Backwaren macht einfach so viel Laune, dass man auch dort gerne ein Auge zudrückt.

Warum also genau funktioniert „Krampus“, obwohl eigentlich vielen den Film zum Scheitern verurteilt? Es ist das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten. Es spielen viele unbekannte Gesichter mit, welche zwar passabel arbeiten, deren Rollen aber unglaublich eindimensional sind. Doch Sie fügen sich wunderbar in die Familienkonstruktion ein. Auch das Abkupfern der bekannten Szenenabläufe fällt wenig ins Gewicht. Gut geklaut ist halb gewonnen und hier wurde dramaturgisch das meiste richtig gemacht. Und mal ehrlich… 99% aller Horrorstreifen gucken sich etwas bei anderen Genrevertretern ab. Der Humor passt steht´s zur Situation und lockert die absurde Szenerie auf. Besonders positiv ist jedoch das Verhalten der Protagonisten. Fast immer handeln Sie rational und nachvollziehbar. Zu keiner Zeit möchte man sich die Hand gegen die Stirn schlagen um das Gesehene zu begreifen. Keine unnötigen Trennungen, keine absurden Heldentaten, keine dämlichen Opferungen.

 „Krampus“ ist weit davon entfernt ein Kultfilm oder eine Referenz zu werden. Jeder, der einen Fehler finden will, findet diesen auch. Man muss sich auf die Absurditäten des Filmes einlassen können. Sofern dies geschehen ist, macht er einfach Spaß. Humor, Ideenreichtum und die Geschichte überzeugen schlussendlich doch und genau dies macht „Krampus“ zu einem mehr als sehenswerten Horrorstreifen. Eine gelungene Abwechslung im Einheitsbrei, da sich „Krampus“ auch ständig bewusst ist, was er ist… und das ist ein Funfilm.

Fazit

Kinder, seid artig an Weihnachten, sonst kommt euch der Krampus holen! Doch wenn es um den Film geht, nimmt dies ein spaßiges Ende. „Krampus“ ist eine schöne Abwechslung im Einheitsbrei, da er nie mehr sein will als das, was er ist. Ungeachtet aller Fehler macht „Krampus“ einfach Laune.

Autor: Christian Kühnemann

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