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Die FBI-Agenten Reed und Sanders jagen den Mafiaboss Zogu, doch bisher war diesem nicht beizukommen. Jetzt droht Zogu in Besitz eines USB-Sticks zu gelangen, auf dem die Adressen und Identitäten aller Kronzeugen verzeichnet sind. Der Stick befand sich zuletzt in Besitz eines nunmehr toten und nebenbei als Hacker tätigen Kindergärtners. Um den Gangstern zuvorzukommen, heuert Reed undercover in einem noblen Kindergarten an - ohne als kinderloser Single wirklich zu ahnen, worauf er sich da einlässt.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Wäre Kindergarten Cop eines Denkmals würdig, Kindergarten Cop 2 würde reinrassige Denkmalschändung betreiben. Ivan Reitmans inzwischen zum Kultfilm avanciertes Arnold-Schwarzenegger-Vehikel trägt mit Sicherheit auch einige Probleme mit sich, allein der Umstand, den Knirpsen Zucht und Ordnung einzutrichtern, in dem man sie ins militärische Reih und Glied formatiert, war aus moralischer Sicht nicht gänzlich lupenrein gelöst, förderte aber zweifelsohne einige durchaus amüsante Augenblicke zutage. Kindergarten Cop indes lebte von einem blendend aufgelegten Arnold Schwarzenegger, der sichtlich Freude daran empfand, seinen virilen Heldentypus parodistisch auf die Schippe zu nehmen und im Zusammenspiel mit den Kinderdarstellern noch einmal belegte, dass sein komödiantisches Talent (jenes, welches sich dort offenbart, wo die schmissigen Oneliner Sendepause haben) nicht zu unterschätzen ist. Nun steht mit Kindergarten Cop 2 die Fortsetzung der erfolgreichen Familienunterhaltung ins Haus und die vollkommen berechtigte Frage sollte lauten: Warum? 

Lake Placid 4-Regisseur Don Michael Paul findet darauf auch keine adäquate Antwort. Und noch weniger kann uns das Drehbuch von David H. Steinberg Argumente hinsichtlich der Daseinsberechtigung von Kindergarten Cop 2 liefern. Im Wesentlich wurde sich hier daran versucht, die Basiskoordinaten des Vorgängerfilms zu recyclen, jedoch mit dem Hintergedanken, das Szenario in die heutige Zeit zu transferieren. Das Endergebnis ist, wie abzusehen, ein einziges Ärgernis. Dabei hat man mit Dolph Lundgren (The Mechanik) eigentlich einen recht gelungenen Arnie-Vetreter gefunden, gilt Lundgren doch nicht nur als echte Geheimwaffe des DTV-Action-Kino, sondern darüber hinaus auch als ein sehr umgänglicher Zeitgenosse, was man angesichts seiner gestählten Physis vielleicht nicht unbedingt vermuten würde. Als FBI-Agent Reed ereilt ihn hier der Auftrag, sich undercover in einen Elitekindergarten einzuschleusen, um einen USB-Stick ausfindig zu machen, auf dem die Namen der Kronzeugen im Prozess gegen einen durchtriebenen Mafioso gelagert sind.

Klingt konstruiert? Ist es auch. Und der Versuch, die Geschichte des Vorläufers in ein neues Gewand zu pressen, mit Helikoptereltern und Quälgeistern, die den gesamten Allergiekatalog aus dem Stegreif herunterbeten können, bleibt ein müßiger Versuch, diesem Projekt einen Funken Leben einzuhauchen. Kindergarten Cop hatte 1990 immerhin das Können, seine Family-Comedy organisch in das kriminalistische Prozedere zu migrieren. Kindergarten Cop 2 allerdings ist ein seelenloser Abklatsch ohne Ambition, dafür mit dem peinlichsten Product placement der letzten Zeit, einzig und allein aus dem Grund produziert worden, um einen anziehenden Markennamen auszuschlachten, was wenigstens aus kommerzieller Sicht die mantraartig durch den Kopf polternde Frage beantwortet, warum man einen Film fortführen muss, der in 4 Jahren sein 30-jähriges Jubiläum feiern wird. Die leidlich spannende Kreuzung aus ungezwungenem Spaß (den Dolph Lundgren absolut solide meistert) und detektivischem Geplänkel reicht hier jedenfalls nicht einmal zur Schmalspurversion des Originals.

Fazit

Es war abzusehen, schmerzt durch die Gewissheit aber noch mehr: Kindergarten Cop 2 ist ein voller Reinfall. Macht Dolph Lundgren seine Sache als Arnie-Vertreter noch durchaus ordentlich, verliert sich der Film im tumben Recyceln des Vorgängers und lässt all den Charme vermissen, der Ivan Reitmans Familien-Kult so populär hat werden lassen.

Autor: Pascal Reis

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