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In einem nordamerikanischen Nationalpark werden zwei junge Frauen tot aufgefunden. Sie wurden von einem Bär zerfleischt und angefressen. Unter der Leitung von Park Ranger Michael Kelly beginnt die Jagd, doch die Bestie ist schlau und tötet unaufhaltsam weiter. Der ansässige Zoologe und Verhaltensforscher Arthur Scott weiß, dass es sich bei dem Bären um einen 3 bis 4 Meter großen Grizzly handelt, der in der Gegend schon längst ausgerottet wurde. Er will das Tier unbedingt lebend fangen. 

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Kritik

Als 1975 Der weiße Hai erschien und kurzerhand zum Kassenschlager avancierte, wurde eine Welle von Tierhorrorfilmen entfesselt, die ihres gleichen suchte. So gut wie jedes Tier wurde der böse Protagonist in mal mehr, mal weniger ernst gemeinten Horrorstreifen. Rückblickend betrachtet kann vieles heute nur als Trash bezeichnet werden, doch das Publikum war ganz begeistert und beobachtete wie Hunde, Fische, Frösche oder auch Schnecken sich an den Leibern ihrer Opfer labten. Doch nie konnte ein Film die Klasse eines Der weiße Hai erreichen.

Denn viele dieser Filme hatten das gleiche Problem: Der weiße Hai wurde als Blaupause genommen und nur das Tier sowie der Handlungsort wurden verändert. Daher hat der Zuschauer das Gefühl, den gleichen Film immer und immer wieder zu sehen. Die Filme mussten sich von den anderen abheben. Grizzly hat dies zumindest ansatzweise geschafft. Zwar ist die Geschichte identisch wie unzählige andere Genrebeiträge, jedoch schafft Regisseur William Girdler etwas, was bei vielen fehlschlug: Es sieht ziemlich realistisch aus, da die Aufnahmen des mörderischen Bären größtenteils echt sind. Girdler arbeitete mich echten Grizzlybären und konnte so Kameraaufnahmen bekommen, die immer noch ihres Gleichen suchen. Kein Vergleich zu den billigen Apparaturen oder schlechten Computereffekte diverser anderen Filme. Selbstverständlich konnte nicht in jede Szene ein echter Bär agieren. Dies fällt jedoch kaum auf, weil Girdler es vermied, einen komplett künstlichen Bär zu zeigen. Wir sehen maximal eine Klaue oder einen Rücken und haben nur sehr selten das Gefühl, dass hier nachgeholfen wurde.

Auch bleiben die Tötungen des Tieres in Erinnerung. Diese fallen nämlich äußerst blutig aus. Hier ist der Goreanteil allerdings nur Mittel zum Zweck und nie der Fokus der Szene. Sie demonstrieren nur die enorme Kraft des Tieres. Da wird fleißig amputiert und zerstückelt. Wer an dieser Stelle glaubt, dass es sich dabei nur um wenige Szenen handelt liegt falsch. Grizzly besitzt einen ziemlich hohen Bodycount und hat gerade deswegen keine wirklichen Längen. Zudem sind die Angriffe relativ spannend in Szene gesetzt und können auch heute noch überzeugen (zumindest wenn man sich das Alter des Filmes in Gedächtnis ruft).

Doch Grizzly ist nicht frei von Fehlern. Da es sich um einen Film nach Blaupause handelt fehlt es an Überraschungen. Die Geschichte wird zwar zügig und flüssig erzählt, lässt aber eigene Ideen oder Einflüsse vermissen. So wird das Tier eben auch nur als Opfer seiner Triebe dargestellt. Einen Erklärung nach dem Warum oder Wieso des Verhaltens wird gar nicht erst angerissen. Auch die Charaktere besitzen keinerlei Tiefe. Zwar versucht Girdler hier und da immer wieder Nebenplots und Charakterentwicklungen einfließen zu lassen, verpuffen diese allerdings immer wieder im Nichts. Grund dafür ist selbstverständlich auch die ziemlich knappe Laufzeit. Ebenfalls sind gewisse Aktionen der Opfer äußerst fragwürdig. Zum Glück hält sich dies allerdings in Grenzen und kann übersehen werden.

Fazit

"Grizzly" ist zwar frei von Individualität, macht aber aufgrund seiner kurzen Laufzeit und vernünftig ausgearbeiteten Angriffe immer noch Spaß. Definitiv ein besserer Vertreter des Subgenres Tierhorror und für Nostalgiker mehr als nur einen Blick wert.

Autor: Christian Kühnemann

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