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Zehn Großstadtmenschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, auf der Suche nach der idealen Beziehung: Da ist Agenturchef Frieder, der seine Frau seit Jahren mit deren Schwester betrügt, oder Fahrlehrer Paul, der glaubt, dass seine Frau, eine rassige Venezolanerin, ein Verhältnis mit dem Tanzlehrer hat. Und dann wäre da noch Daily-Soap-Star Alexa, die nach vielen Enttäuschungen in Pianospieler Stevie den Richtigen findet, während sich die spröde Beamtin Peggy doch tatsächlich in den Döner-Mann Youssef verliebt.

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Kritik

Otto Alexander Jahrreiss wagt sich mit „Die Relativitätstheorie der Liebe“ an das schwierige Genre der Komödie. Wie jeder weiß hat das deutsche Kino es nicht immer einfach und man wird höchst selten positiv überrascht. Nun ist die Frage, ob uns Jahrreiss mit seinem Film beweisen kann, dass er selbst für Überraschungen gut ist.Was ist die Grundvoraussetzung für die Liebe? Dass man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Timing ist alles. Denn wie kann man sich verlieben, wenn man an einem ganz anderen Ort verweilt als sein Traumpartner? Oder vielleicht genau 5 Minuten später auftaucht, während die andere Person schon gegangen ist? So viel zu der Relativitätstheorie der Liebe, die Jahrreiss mit dem Film aufstellt.Im Film gibt es eigentlich nur zwei Darsteller, und das sind Katja Riemann und Olli Dietrich. Ob das jetzt nun gewollt war oder nur am mangelnden Budget lag bleibt wohl eine unbeantwortete Frage. Sie schlüpfen in jeweils fünf verschiedene Rollen und erzeugen somit fünf verschiedene Geschichten, die aber dennoch alle irgendwie miteinander verknüpft sind.

Die Idee ist an sich nicht schlecht, insbesondere da Riemann und Dietrich sicherlich nicht zu den schlechtesten Schauspielern gehören und man somit das Risiko verringert, durch einen miserablen Darsteller den gesamten Film zu ruinieren.Bei einem „Zwei Darsteller auf 10 Rollen“ - Stück besteht natürlich die Gefahr, die Charaktere zu vertauschen oder zu verwechseln. Dank der guten Maske, ist diese Sorge jedoch unbegründet; dem Zuschauer werden eine Vielzahl an Charakteren präsentiert, die sich dennoch sehr gut unterscheiden lassen.Nichtsdestotrotz kommt einem der Gedanke, dass die Macher des Films mit den fünf unterschiedlichen Paaren schlichtweg überfordert waren. Viele der Geschichten bleiben zu oberflächlich, nur eine davon ragt deutlich heraus. Man hätte sich vielleicht auf zwei der besagten fünf Pärchen konzentrieren sollen, denn der Rest war eher überflüssig.Die Story rund um die Charaktere Peggy und Youssef war schön anzusehen und hatte ihren eigenen Charme, dagegen sahen die anderen Persönlichkeiten schnell sehr blass aus. 

Aber auch bei diesem Paar kamen nach und nach Fragen auf, die leider unbeantwortet blieben. Was ist beispielsweise mit dem Mann von Peggy passiert? Wenn das etwas mehr vertieft worden wäre, hätte es dem Film sicher nicht geschadet. Da wünscht man sich, die Rolle der Yoga-süchtigen Eva wäre dafür raus geschnitten worden, deren Figur völlig abstrus und im wahrsten Sinne des Wortes zu abgehoben ist.Auch die Komik kommt viel zu kurz. Der Film bietet schwache Slapstickeinlagen, die nicht mehr als ein Schmunzeln zulassen. Bestes Beispiel hierfür war ein leerer und stiller Raum, in dem gerade Yoga ausgeübt wird und dann plötzlich ein langgezogener Furz durch den Raum hallt. Am schlechten Humor kann auch die schauspielerische Leistung der beiden Protagonisten nichts ändern. Das lässt sich allein dem schlechten Drehbuch zuschreiben, welches ebenfalls aus der Hand des Regisseurs stammt. 

Die „Relativitätstheorie der Liebe“ bedient viele gesellschaftliche Klischees, ohne selbst etwas Neues aufzuzeigen.Ein weiterer Kritikpunkt ist der verzweifelte Versuch, diverse Akzente zu imitieren. Exempel hierfür dient die aus Venezuela stammende Gabriela oder der Libanese Youssef. Wobei die Imitation des Letztgenannten nicht ganz so schlecht hervorsticht.Da stellt sich dann wieder die Frage, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, jede Figur mit anderen Schauspieler zu besetzen, die die Akzente vielleicht besser drauf gehabt hätten.Somit wird man wieder einmal bestätigt, dass das deutsche Kino nicht immer zu dem Besten gehört. Die richtigen Ansätze waren hier vorhanden, wurden leider jedoch nicht genutzt. An der Regie gab es hier nicht unbedingt etwas auszusetzen, vielleicht hätte Jahrreiss das Drehbuch einfach besseren Händen anvertrauen sollen, dann wäre der Film eventuell für eine positive Überraschung gut gewesen.

Fazit

„Die Relativitätstheorie der Liebe“ hat ein paar schöne Ideen, die aufgrund mangelnder Kreativität des Drehbuchs nicht gut umgesetzt werden. Ein paar Schmunzler sind dabei, jedoch wird dieser Film schnell in Vergessenheit geraten.

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