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Inhalt

Erfolgreich,stilsicher und mittlerweile mitten im Leben als TV-Produzentinangekommen... Von wegen! Der Alltag von Bridget Jones ist natürlichalles andere als geregelt. Und obendrein ist die chaotischeLondonerin plötzlich schwanger. Ein Baby – das hat gerade nochgefehlt! Oder vielleicht doch nicht? Wenn sie nur wüsste, wer derVater ist?! Für ungeahnte Hormonstürme sorgt dabei nicht zum erstenMal in ihrem Leben Mark Darcy. Doch auch die Begegnung mit demcharismatischen Jack Qwant hat sie restlos aus den Gummistiefeln gehauen.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

„Ich glaube, ich habe mein sexuelles Verfallsdatum überschritten.“

Ihren Oscar mag Renée Zellweger (Jerry Maguire – Spiel des Lebens) für ihre Darbietung der Ruby im Historien-Epos Unterwegs nach Cold Mountain gewonnen haben, die Rolle ihres Lebens allerdings ist zweifelsohne die quirlig-mollige Bridget Jones. In der ersten Helen-Fielding-Adaption, Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück, bewies Zellweger nicht nur erneut ihr komödiantisches Talent als kettenrauchende Mitdreißigerin, die sich nach und nach zwischen den Avancen zweier Männer hin und hergerissen sieht. Ihr Auftritt als Ganzkörpercomedian offenbarte zeitgleich wunderbar feinsinnige Nuancen, die ihr Spiel so natürlich und bis heute zu Recht populär gemacht haben. Bridget Jones war eine greifbare, plastische Persönlichkeit; sie schirmte sich nicht etwa von den Zuschauern ab und musste für ihre Probleme alleine eine Lösung finden - das Publikum konnte sich mit ihr identifizieren. 

Umso enttäuschender gestaltete sich die Seherfahrung mit Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns, der drei Jahre später entstandenen Fortsetzung des nonchalanten Erstlings. All der Charme, der Pfiff, der Esprit, den die selbstbewusste Bridget Jones unter der Regie von Sharon Maguire aufleben lassen konnte, ist unter der einfallslosen Führung von Beeban Kidron (To Wong Foo) vollständig verronnen. Erfreulich war es also zu hören, dass im dritten Teil der Bridget-Jones-Reihe, Bridget Jones' Baby, erneut Sharon Maguire das Ruder übernommen hat: Zurück an alter Wirkungsstätte. 15 Jahre allerdings sind eine lange Zeit, und nicht nur Renée Zellweger veranschaulicht diesen Umstand in ihrer durch Schönheitsoperationen unnatürlich versteiften Physiognomie, auch Sharon Maguire ist inzwischen heillos damit überfordert, dem einstigen Erfolg von Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück hinterherzuhinken. 

Die Eröffnung darf man vorerst noch als Aufhänger deuten, der abbildet, dass Bridget Jones' Baby bereit ist, neue Wege zu begehen: Erneut findet wir Bridget in ihrem Apartment vor. Vor ihr steht ein Küchlein, auf dem eine einsame Kerze platziert wurde. Bridget hat Geburtstag, doch wieder ist niemand gekommen. Zeit also, dass Céline Dion erneut All By Myself aus den Boxen der Musikanlage schmettern darf. Aber Halt: Bevor Dion ihre Stimme erheben darf, reißt House of Pain den Takt an sich und Jump Around füllt den diegetischen Raum bis in den letzten Winkel aus, während Bridget sich von allen depressiven Anklänge auf ihrem Bett freispringt. Hat Bridget Jones endlich verstanden, dass ihr Singledasein kein Stolperstein auf dem Pfad der inneren Glückseligkeit sein muss? Nein, Bridget Jones' Baby ist eine uninspirierte Variation des ersten Teils, die keinerlei alternatives Gedankengut gedeihen lässt. 

Bridget versucht dem Rat ihrer Freundin zu folgen und ihre emotionale Balance zu finden, in dem sie sich einer „ordentlichen Vögelei“ unterzieht. Natürlich wird ihr der zwanglose Spaß auf dem Fuße verwehrt, denn schon bald findet sie sich mit Kugelbauch zwischen Jack (Patrick Dempsey, Scream 3) und Marc (Colin Firth, Tatsächlich...Liebe) wieder. Bridget Jones' Baby vollbringt es eben nicht, dem amourösen Chaos im Leben der tolpatschigen Mitvierzigerin neue Impulse abzuringen. Helen Fielding, Emma Thompson und Dan Mazer gehen sogar so weit und halten für die (angebliche) Sinnkrise, in der Bridget sich befindet, am Ende einen äußerst konservativen Lösungsvorschlag parat: Nur im Kern des traditionsverhafteten Familienbildes wartet eine selige Zukunft auf Bridget, nachdem sie sich, quasi als symbolische Vorwegnahme, aus dem Wust einer Demonstration für Frauenrechte befreit hat.

Fazit

An die Qualität des ersten Teils reicht "Bridget Jones' Baby" nicht im Ansatz heran. Der Film kann sich glücklich schätzen, dass Renée Zellweger immer noch in der Rolle der Bridget Jones aufblüht, obgleich sie durch diverse Schönheitsoperationen immer mehr ihrer eigenen Wachsfigur ähnelt. Inhaltlich aber stagniert "Bridget Jones' Baby" nicht nur, er rudert auch zusehends zurück und badet schlussendlich im konservativen Gedankengut. Dröge.

Autor: Pascal Reis

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