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E5 – Treffer; E6 – Treffer; E7 – Treffer, versenkt. Das überaus beliebte und spannende Spiel „Schiffeversenken“ (oder eben „Battleship“) dürfte fast jeder kennen, der seine Langeweile in der Schule überbrücken wollte. Auf einem Blatt Papier, als Plastikversion im Brettspielsektor oder am Computer gibt es zig Varianten des Klassikers, aber wie soll das bitte schön als Film funktionieren? Bei der Realverfilmung musste noch etwas mehr Inhalt geschaffen werden, denn nur an bestimmten Stellen stehen zu bleiben und sich auf gut Glück abzuschießen ist definitiv zu wenig für einen Blockbusterfilm. Also haben sich die Transformers-Macher Aliens dazu geholt, und schon kann es ordentlich krachen.

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Kritik

Astronomen ist der endgültige Durchbruch gelungen, als sie in den Tiefen des Weltalls eine zweite Erde entdecken. Sie schicken ein Signal zum Planeten „G“, was prompt mit einem Anflug außerirdischer Kundschafter beantwortet wird. Die Raumschiffe landen unter anderem im pazifischen Ozean, wo gerade ein internationaler Flottenverband unter Leitung von Admiral Shane (Liam Neeson) eine Übung durchführt. Das Hauptschiff baut ein 90 km großes Kraftfeld auf und trennt einen Zerstörer von den anderen, und so wird der Verlierer Alex Hopper (Taylor Kitsch) als höchster Dienstgrad zur einzigen Hoffnung für die Besatzung und die Menschheit…

Als Blockbuster konzipiert, kann man sich leicht an die „Transformers“-Anfänge zurück entsinnen, die auch nicht gerade zu den besten gehörten. Wo 2007 Shia LaBeouf mit Coming-Out-Star Megan Fox anbandelte und sich dabei mehr oder weniger zum Affen machte, darf nun Taylor Kitsch als anfänglich langhaariges Abbild Brooklyn Decker mit einer bescheuerten (von Youtube (!) abgekupferten) Aktion beeindrucken. Das findet sie letztlich soooo süß, dass sie sich in ihn verliebt – schlimmer geht´s wohl nimmer. Dass ihn sein ehrgeiziger und resoluter Bruder zwecks Mäßigung zur US Navy holt und Liam Neeson als sein kommandierender Admiral und Papa seiner Freundin zwischen ihnen steht, lässt schon mal am Gesundheitszustand der Drehbuchautoren zweifeln. Noch dazu wird das Ganze mit unterirdischen Dialogen gewürzt, dass man die Einführung schon gleich als Disaster ansehen kann. Diese Unzulänglichkeiten ziehen sich durch den ganzen Streifen hindurch, denn so viele Logiklücken gab es schon lange nicht mehr zu bewundern – hier schien man sogar am einfachen Story- und Figurenaufbau überfordert gewesen zu sein.

Aber wir gehen ja nicht ins Kino, um „Battleship“ als gehaltvolles Gefühlskino anzusehen, sondern warten auf brachiale Action. Genau hier liegt die Stärke des Films, die in schnellen Schnitten und rasanten Kamerafahrten ein ordentliches Feuerwerk abfackelt. Zwar scheint in jedem Aliendesign die Herkunft von „Transformers“ durch, originell ist es jedenfalls nicht. Dennoch macht es einfach Laune, wenn in einschlägigen Szenen die Kanonen für spontane Hörstürze sorgen oder die außerirdischen Spezialwaffen ihren furiosen Dienst tun. Da ist Dynamik drin, was Actionpuristen sehr gut in den Kram passen dürfte. Am wichtigsten dürfte jedoch die Frage gewesen sein, wie man das altbekannte Brett-/Papierspiel in den Film integrieren würde, und die Antwort ist sogar recht gut gelungen: mit Wasserbojen, die den Ozean systematisch in ein Spielfeld verwandeln und somit für den einzigen Aha-Effekt im Film sorgen können. Apropos Effekte: Die sind recht gut geworden und setzen noch etwas mehr auf Realismus als in Michael Bays Roboterabenteuer

Trotz der netten Ideen hakt der Film als Ganzes in vielen Belangen. Nicht nur die Einführung sowie die lückenhafte Story sorgen für so manches Kopfschütteln, sondern auch die Figurenzeichnung und so manche Schauspielerleistung. Um so manche Erwartung nicht zu hoch zu schüren, muss erwähnt werden, dass Posterstar Liam Neeson nicht viel zum Film beizutragen hat. Ihm wird nur zu Beginn und dem Ende des Streifens eine längere Szene zugesprochen, was dem gebürtigen Iren einfach nicht gerecht wird. Hier wird das Feld unter anderem Taylor Kitsch überlassen, der seine Sache nicht mal so schlecht macht, unterstützt vom Japaner Tadanobu Asano als anfänglicher Konkurrent und letztlich mit Abstrichen Alexander Skarsgard. Dass man die Nebenrollen eher stiefmütterlich behandelt hat, sieht man vor allem am Kinodebüt von R&B-Star Rihanna, die nicht nur schauspielerisch für so manchen Lacher sorgt, sondern alleine schon durch ihre Rolle Grinsattacken fördert. So darf sie mit einer Minigun schreiend auf das riesige Alienschiff ballern sowie hier und da ein paar coole Sprüche der Marke „Macht sie fertig“ von sich geben. Dass hier Feuer mit Feuer bekämpft wird, liegt einfach auf der Hand.

Fazit

Ein gewagtes Unterfangen, ein Brettspiel zu verfilmen, aber immerhin waren hier die „Transformers“-Macher am Werk, die furiose Action versprachen und auch den Erwartungen weitgehend gerecht werden. Einzig diese kann auch überzeugen, der Rest ist zu lückenhaft und teils lächerlich geraten, um es irgendwie ernst zu nehmen. Die Aliens sind so farblos gestaltet worden, dass man Sinn und Zweck dieser Adaption zu Recht anzweifeln muss. Somit hat der Film auf seinem Spielfeld ordentlich Schaden genommen, und dem Kritiker fehlt nur noch der finale Schuss, der ihn versenkt – Spiel verloren.

Autor: Sascha Wuttke

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