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Videospiel "Layton`s Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre" im Test

OnealRedux

Von OnealRedux in Videospiel "Layton`s Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre" im Test

Videospiel "Layton`s Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre" im Test Bildnachweis: © Nintendo

Mit der Professor Layton Reihe von Level 5 hat Nintendo wahrlich eine der erfolgreichsten Spielereihen der jüngeren Herstellergeschichte des Traditionsunternehmens geschafft. Immerhin konnte bereits Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf im Jahre 2007 die Spieler überzeugen und fesselte mit seinen tollen Charakteren, hervorragenden Rätseln sowie einer mysteriösen Geschichte, die eine unglaubliche Sogwirkung entfaltete. Von Fortsetzungen über Prequels hin zum neuen Spin-Off Layton’s Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre gibt es dabei alles, was das Fan-Herz höher schlagen lässt. Letzteres gibt es indes schon seit dem 20. Juli für iOS und Android – wo Nintendo vermehrt auf eine neue Veröffentlichungspolitik zielt (und damit durchaus Kritik erntet in Bezug auf die Preise) – und wurde nun am 06.10. auch für die verschiedenen DS-Systeme veröffentlicht. Wie spielt sich also das Abenteuer von Tochter Katrielle auf dem DS? Wir haben einen Blick riskiert und uns durch das malerische London gerätselt.

Story

Rätsel zu knacken liegt bei den Laytons wohl in der Familie. Deshalb übernimmt jetzt, da der berühmte Professor Layton verschwunden ist, seine Tochter Katrielle die kniffligen Ermittlungen. Zu Beginn der Spielhandlung eröffnet Katrielle ein Detektivbüro in der Chancery Lane. Sie will sich damit nicht nur selbst beweisen, sondern hofft auch, im Verlauf ihrer Arbeit Hinweise auf den Verbleib ihres verschollenen Vaters, Professor Layton, zu finden. Auf ihrem Fahrrad rast Katrielle unentwegt durch London und löst einen ungewöhnlichen Fall nach dem anderen. Dabei wird sie mehr und mehr in mysteriöse Ereignisse verwickelt, in deren Verlauf sie ohne es zu ahnen einer Millionärsverschwörung auf die Spur kommt. Zum Glück ist Katrielle nicht ganz auf sich allein gestellt. Ernest Drowrig, ein Student der Gressenheller Universität, heuert in ihrem Detektivbüro als Assistent an. Und schließlich macht Sherl das Spürnasen-Trio komplett. Der sprechende Hund wird zunächst Katrielles erster Klient und später ihr treuer Begleiter.

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Kritik

Die Layton Spiele haben natürlich einige klare Stilmittel: Die wunderbare Musik, tolle wie leicht skurrile Charaktere, jede Menge spannender Rätsel und eine Geschichte, die am Ende regelrecht mit einer Überraschung aufwartet. Ist dies nun im Falle von Katrielle auch so? Nun, zum Teil. Denn wo gerade die Inszenierung wieder auf einem absoluten hohen Niveau ist, kann die Erzählung nicht ganz mithalten. Doch fangen wir von vorne an: Professor Layton ist weiter verschwunden und seine Tochter Katrielle geht ihren eigenen Weg und gründet in London eine eigene Detektei und startet damit ihre eigene Detektiv-Laufbahn. Unterstützt dabei von ihrem tollpatschigen Assistenten Drowrig sowie dem charmanten sprechenden Hund Sherl. Und was sofort begeistern kann: Der Stil. Denn hier gibt es wieder tolle Animationstechnik zu bestaunen, die wahrlich an alte Zeichentrickserien erinnern und den Gamer sofort in seinen Bann zieht. Egal ob Figurenzeichnung, das alte London oder eben der wunderbare teils schräge Stil der Kulissen – hier gibt es sofort ein heimisches Gefühl, welches nur noch von der wirklich fantastischen Musik übertroffen wird. Hier steht bereits nach wenigen Minuten fest: Layton’s Mystery Journey ist wunderschön und gerade im Bereich der Atmosphäre ein klares Highlight. Doch wie schaut es spielerisch und erzählerisch aus?

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Gerade die Erzählung ist wohl eines der größten Probleme des neuesten Abenteuers. Denn die einzelnen Fälle sind nicht immer so spannend wie sie wohl hätten sein können und auch eine gewisse Vorhersehbarkeit ist nicht zu verleugnen. Und auch das wird wohl viele Spieler stören: Wo die Spiele zuvor immer eine große zusammenhängende Geschichte hatten, verliert sich eben Layton’s Mystery Journey in Kleinigkeiten, wiederholt sich beim vielen Szenen, Figuren (die aber allesamt wirklich sympathisch sind) und auch Dialogen und kann somit das Tempo nicht immer aufrechterhalten. Erst am Ende gibt es zumindest einen kleinen Ausblick. Aber das Gefühl, dass Katrielle ihren Vater sucht und somit ein Mysterium lösen möchte, wird nicht entfaltet. Dafür kommt zumindest der Humor nicht zu kurz und auch die Kulissen sind abwechslungsreich und gerade durch den Comic-Stil wunderbar in Szene gesetzt. Sogar Big Ben sowie der Tower gehören dazu. So macht es auf jeden Fall jede Menge Spaß mit dem Fahrrad von Fall zu Fall sowie Rätsel zu Rätsel zu fahren. Apropos Rätsel:

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Die Rätsel sind natürlich auch wieder hier klar im Fokus und auf jeden Fall das Highlight von Layton’s Mystery Journey. Nicht nur, dass es insgesamt 185 davon gibt und durch die Bonus-Rätsel jeden Tag der Spieler ein weiteres runterladen kann, sie sind auch wieder wirklich fantastisch gelungen. Für jeden ist etwas dabei: Logikrätsel, Form und Farbenrätsel, klassische Denksportaufgaben, Puzzles sowie die neuen Minispiele. Für genügend Spannung und Abwechslung ist also gesorgt und sogar Fans der Reihe werden immer wieder neue Dinge entdecken (der bisherige Rätselmeister der Spiele ist indes 2016 verstorben). Und auch die Darstellung bzw. Inszenierung der Rätsel ist erneut fantastisch gelungen. Allerdings ist nicht alles Gold was glänzt: Manche Rätsel verkommen zum Trial and Error, haben doppelte bzw. andere richtige Antworten nicht korrekt als Lösung drin und auch manche Anleitungen sind etwas ungenau. Der Schwierigkeitsgrad ist aber insgesamt wirklich toll gelungen und eine angenehme Mischung aus Herausforderung und Motivation. Und wenn es gar nicht weitergeht? Das bekannte Münzensystem funktioniert auch in Layton’s Mystery Journey – aber zu Kosten des Pikarat (auch das ist Fans bekannt). Wer alles in Gänze freischalten möchte, sollte also vorsichtig sein oder sich am Ende einfach auf einen zweiten Trip in das fabelhafte London stürzen. Wer sich indes lieber auf Katrielle konzentrieren möchte, bekommt indes durch das neue Personalisierungssystem seine Möglichkeit. Egal ob Kleidung oder Büro: Hier lässt sich alles so einstellen wie man es haben möchte. Zwar spielerisch nicht unbedingt notwendig, aber für Figuren und Motivation eine nette Ergänzung.

Fazit

Wer bereits auf iOS und Android einen Blick riskiert hat, wird wohl etwas von der DS-Variante enttäuscht werden. Neues gibt es hier nämlich nicht zu entdecken (auch keine 3D-Funktion). Aber wer sich jetzt neu auf das Abenteuer von Katrielle stürzt, bekommt ein insgesamt sehr gutes Rätsel- und Mystery-Spiel serviert, welches vor allem durch seine atemberaubende Inszenierung zu überzeugen weiß. Egal ob Musik, Comic-Stil oder die schrägen wie sympathischen Figuren, hier gibt es wieder eine Menge zu entdecken und es macht einfach Spaß, sich den Rätseln zu stellen. Zwar ist die Geschichte dieses Mal nicht durchweg überzeugend, doch Knobbelfreunde bekommen so viele neue Herausforderungen spendiert, sodass sich ein Blick lohnt. Nicht das beste Laytonspiel, für Fans als auch Neulinge aber eine klare Empfehlung.

 

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