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"Grimoire of Zero" Vol. 3 - Kritik

OnealRedux

Von OnealRedux in "Grimoire of Zero" Vol. 3 - Kritik

"Grimoire of Zero" Vol. 3 - Kritik Bildnachweis: © 2016 Kakeru Kobashiri/KADOKAWA CORPORATION AMW/Zero Magician Company

Nachdem Grimoire of Zero (OT: Zero kara hajimeru mahou no sho) mit Vol. 1 und Vol. 2 – dank Universum Film GmbH – bereits jede Menge Magie, Humor und Kampf bot, folgt nun mit Grimoire of Zero - Vol. 3 – seit dem 21.09.2018 im Handel erhältlich – das große und aktuell vorläufige (eine zweite Staffel ist bislang noch nicht bestätigt) Finale der Anime-Serie (mit den Folgen: 09. Das Wiedersehen, 10. Die Wahrheit kommt ans Licht, 11. Die Hexe und der Zauberer, 12. Das Buch Zero). Basierend auf der japanischen Light Novel von Kakeru Kobashiri (2014-2017) folgt somit das spektakuläre Ende einer Welt voller Magie, Zauberei, Hexen, Bestien und einem gnadenlosen wie brutalen Bürgerkrieg. Und nachdem Vol. 2 mit einem großen Cliffhanger endete – und einer Überraschung in Bezug auf einen neuen Begleiter – gibt es nun für alle offenen Fragen eine Auflösung. Doch können die letzten vier Folgen wirklich überzeugen und einen passenden Abschluss für die sympathischen wie humorvollen Figuren erzählen? Wir haben einen Blick riskiert.

Story

In einer Welt kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen Menschen und Hexen existiert noch eine weitere Spezies. Sogenannten " Biestseelen " halb Mensch, halb Tier, auf denen ein Fluch lastet, und die von Menschen und Hexen gleichermaßen ausgegrenzt werden. Um zu überleben, müssen sie sich als Söldner und Hexenjäger verdingen. Trotz der Feindschaft zwischen den Rassen begibt sich die Hexe Zero gemeinsam mit einem solchen Tiermenschen und weiteren Gefährten auf eine abenteuerliche Mission, um ein geheimnisvolles Buch über die Magie in ihren Besitz zu bringen. Sollte dieses Buch in die falschen Hände gelangen, droht der Welt der Untergang …

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Kritik

Das wohl größte Problem von Grimoire of Zero – und dies wird in den letzten Folgen nun mehr als deutlich – ist wohl seine eigene Welt, die es aufgebaut hat. Während das Dreiergespann bestehend aus Biestseele (im Original Tsuyoshi Koyama), Zero (Yumiri Hanamori) und der – mittlerweile - Hexerin Albus (im Original You Taichi), immer noch spaßige wie knallbunte und harmonische Unterhaltung bietet (wenn auch etwas auseinandergezerrt), bleibt das eigentliche Setting weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Während beispielsweise Netflix mit der aktuellen Fantasy-Serie Der Prinz der Drachen einen ähnlichen Weg geht, wurde hier die Welt von Aaron Ehasz und Justin Richmond deutlich lebendiger und nachvollziehbarer erzählt als es bei Grimoire of Zero der Fall ist. Zu konzentriert, zu vorhersehbar und zu konstruiert wirkt am Ende die Geschichte, wenn die letzten vier Folgen erzählt werden. Dabei ist vor allem der Charakter des 13 (im Original Takehito Koyasu) das größte Hindernis: Nach einem großen Scharmützel, ein wenig umherschreien und fluchen, steht für ihn ein großer Wandel an, der sich wenig authentisch und nachvollziehbar anfühlt. Zwar versucht die Serie sich in Erklärungen zu flüchten – mit jeder Menge erzählerischen Dialogen, die zurückblicken – doch dieses hilft am Ende wenig.

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Zumindest vom Humor und vom Stil kann aber Grimoire of Zero am Ende gänzlich überzeugen: Die Biestseele ist weiterhin das kantige wie kuschelige Kernstück der Serie, während Zero durch ihre Naivität und Liebe überzeugt. Gerade hier wäre ein stärkerer Fokus wichtig gewesen, um mehr Tiefe zu erzeugen. Actionfans kommen indes nur halb auf ihre Kosten: Zwar findet der Bürgerkrieg ein großes Ende (wie zu erwarten war), jedoch bleiben hier epische Showdowns ebenso Mangelware wie wirklich Konsequenzen. Scheinbar war die Zielgruppe der Serie nicht ganz eindeutig. Die jüngeren Zuschauer unter uns werden aber wohl den meisten Spaß haben, dafür bleibt die Serie dann aber doch an einigen Stellen etwas zu blutig und dramatisch. Die Dialoge machen indes immer noch am meisten Spaß. Vor allem wenn sich das Kern-Trio – und mittlerweile Quartett – anschreit, verflucht, gegenseitig wegschubst und austrickst. Für einige Lachen ist auf jeden Fall gesorgt. Am Ende bleibt dennoch etwas Ernüchterung zurück. Schade

Blu-Ray

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Die Blu-Ray von Universum Film GmbH (Universum Anime) ist seit dem 21.09.2018 im Handel erhältlich und ist technisch gesehen wie schon bei der Vorgänger-Veröffentlichungen ohne große Makel. Das Bild ist kräftig, die Farben sehr kontrastreich und das Bild unglaublich scharf, was gerade beim weichen Animationsstil sehr schön anzusehen ist. Der Ton – vorliegend in Deutsch DTS-HD MA 2.0 Japanisch DTS-HD MA 2.0 – ist gut, aber eben nicht als 5.1 vorliegend, was keinen Rundum-Sound erzeugt. Extras gibt es keine. Die Vol. 3 dient allerdings als passender Sammelschuber für die bisherigen Volumes und lässt sich daher sehr gut als Gesamtedition ins Regal stellen.

Fazit

Das Finale von Grimoire of Zero fällt etwas ernüchternd aus: Zwar ist der Humor und auch der Stil der Serie weiterhin fantastisch – es macht unglaublich Spaß den Charakteren bei ihren Scharmützeln zuzusehen – doch eine gewisse Tiefe bleibt aus. Mehr noch, die Entwicklung der Figuren ist wenig nachvollziehbar und auch einen epischen Showdown gibt es am Ende nicht. Was bleibt ist eine Verheißung auf eine weitere Staffel, die besser klingt als die letzten vier Folgen insgesamt. Dennoch ist die Serie eine Empfehlung von Fans von lockerleichter und fröhlicher Anime-Unterhaltung, die vor allem auf eigenwillige und schräge Charaktere setzt. Mehr jedoch nicht.

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