Final Destination 5 punktet besonders mit seinen cleveren Rube-Goldberg-artigen Todesfallen. Die langen Kettenreaktionen sind nach wie vor ein absoluter Blickfang und erzeugen eine spielerische Spannung, bei der man gespannt darauf wartet, wie sich die einzelnen Elemente zur nächsten tödlichen Konsequenz verbinden. Jede Szene ist so konstruiert, dass sie das Publikum zum Miträtseln einlädt, und gerade diese Art von inszenierter Cleverness macht den Film trotz mittlerweile fünfter Auflage noch sehenswert. Das Ende des Films ist ein weiteres Highlight: Überraschend, gelungen und kreativ.
Auf der anderen Seite schwächelt der Film bei den Charakteren. Sie dienen größtenteils nur als Opfer für die nächsten Death-Setpieces, sodass man kaum emotionale Bindung aufbauen kann. Die ursprünglich innovative Idee der Reihe wirkt langsam abgenutzt. Wie schon in Teil 4 funktioniert das Konzept nicht mehr so überzeugend; die Bedrohung ist zwar noch übernatürlich, aber es fehlt etwas von der Frische und Originalität. Das es anders geht beweist Teil 6 der Reihe. Der wieder sehr stark ist und von wegen das einem nicht einfallen kann wenn schon ein paar Teile von einer reihe existieren das hat man schon und nicht nur im Horrorgenre x-fach gesehen.
Insgesamt ist Final Destination 5 ein Film, der stark von seinen cleveren Todesfallen, dem übernatürlichen Twist und dem genialen Ende lebt, aber gleichzeitig unter austauschbaren Charakteren und einer sich wiederholenden Konzeptstruktur leidet. Für Fans der Reihe lohnt sich der Film wegen der Setpieces und der Spannung, der Wow-Effekt der Vorgänger wird hier nicht ganz erreicht.