Von OnealRedux am Freitag, 06 November 2026, 07:00 Uhr
Bildnachweis: © Universal | Szene aus "Obsession - Du sollst mich lieben"
Mit Obsession – Du sollst mich lieben gelang Regisseur Curry Barker einer der bemerkenswertesten Horror-Erfolge des Jahres 2026. Der junge Filmemacher, der seine Karriere ursprünglich auf YouTube begann, hat sich damit als spannende neue Stimme des Genres etabliert. Doch welche Filme haben seinen eigenen Geschmack geprägt? In einem Interview mit dem Rolling Stone verriet Barker fünf Horrorfilme, die seiner Meinung nach jeder Genre-Fan gesehen haben sollte. Seine Auswahl reicht von modernen Psychothrillern über verstörenden Folk-Horror bis zu zeitlosen Klassikern.
Von "Hereditary" bis "Midsommar": Moderner Horror auf höchstem Niveau
Den Anfang macht Der Unsichtbare (2020) von Leigh Whannell. Die Neuinterpretation des klassischen Universal-Monsters erzählt von einer Frau, die glaubt, von ihrem gewalttätigen Ex-Partner verfolgt zu werden. Der Film verbindet psychologischen Terror mit Themen wie Kontrolle, Missbrauch und gesellschaftlicher Unglaubwürdigkeit gegenüber Betroffenen.
Gleich zwei Plätze sichert sich Regisseur Ari Aster. Sein Spielfilmdebüt Hereditary - Das Vermächtnis (2018) gehört für Barker zu den unverzichtbaren Horrorfilmen. Das düstere Familiendrama mit Toni Collette verbindet Trauer, Schuld und familiäre Traumata mit übernatürlichem Schrecken. Besonders die bedrückende Atmosphäre und die schonungslose Inszenierung machten den Film zu einem modernen Genre-Meilenstein.
Auch Midsommar (2019) steht auf Barkers Liste. Asters zweiter Spielfilm verlegt den Horror in eine sommerliche Landschaft Schwedens, wo eine Gruppe amerikanischer Studenten zunehmend verstörende Rituale erlebt. Statt Dunkelheit und klassischer Schockeffekte setzt der Film auf grelles Tageslicht, emotionale Manipulation und die bedrohliche Dynamik einer abgeschotteten Gemeinschaft.
"Das Ding" und "Der weiße Hai": Zwei unsterbliche Horror-Klassiker
Mit Das Ding aus einer anderen Welt (1982) von John Carpenter findet sich außerdem ein Klassiker des Science-Fiction-Horrors in der Auswahl. In einer isolierten Forschungsstation in der Antarktis kämpft eine Gruppe Wissenschaftler gegen einen außerirdischen Organismus, der jede menschliche Gestalt annehmen kann. Barker gab zu, den Film erst kürzlich erstmals gesehen zu haben – und war sofort begeistert.
Den Abschluss bildet Der weiße Hai (1975) von Steven Spielberg. Der legendäre Tierhorrorfilm über einen menschenfressenden Hai vor der Küste eines amerikanischen Badeortes gilt bis heute als Paradebeispiel für meisterhaft aufgebaute Spannung. Spielberg bewies damit, dass bereits die bloße Andeutung einer Bedrohung ausreichen kann, um ein Publikum in Angst zu versetzen.
Barkers Auswahl zeigt eine interessante Mischung aus psychologischem Horror, körperlichem Schrecken und klassischem Spannungskino. Gerade die Kombination aus Ari Asters modernen Albträumen und den Genre-Meilensteinen von Carpenter und Spielberg verdeutlicht, wie unterschiedlich wirkungsvoller Horror aussehen kann. Für Fans bietet die Liste jedenfalls reichlich Stoff für den nächsten Filmabend.
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