Bildnachweis: © Netflix | Motiv von "Black Doves"

Keira Knightley kehrt zurück, Netflix bringt Oscar-Horror und koreanisches Meisterkino: Die Streaming-Highlights der Woche

von Thomas Repenning

Der November beginnt mit reichlich Nachschub für Film- und Serienfans. Vom 2. bis 8. November 2026 setzt Netflix auf die Rückkehr seiner gefeierten Agentenserie Black Doves, bringt mit Blood & Sinners einen der großen Horror-Erfolge der vergangenen Zeit ins Programm und veröffentlicht das neue Drama von Burning-Regisseur Lee Chang-dong. Doch auch abseits von Netflix gibt es interessante Neustarts: Prime Video widmet sich der Boxlegende Muhammad Ali, während Disney+ mit American Horror Story für neuen Grusel sorgt. Wir stellen die spannendsten Streaming-Neuheiten der Woche vor.

Netflix: Spionage, Horror und internationale Entdeckungen

​Black Doves – Staffel 2 (5. November, Netflix)

Keira Knightley und Ben Whishaw melden sich zurück. Nach den gefährlichen Ereignissen der ersten Staffel muss Helen Webb weiterhin ihr Doppelleben zwischen Familie, Politik und internationaler Spionage aufrechterhalten. Während ihr Ehemann Wallace vor dem Aufstieg zum britischen Premierminister steht, gerät die geheime Organisation der Black Doves in neue Machtkämpfe.

Auch der ehemalige Auftragskiller Sam wird erneut in die Ereignisse hineingezogen. Neben Knightley und Whishaw sind Sarah Lancashire und Andrew Buchan wieder dabei. Verstärkung erhält das Ensemble unter anderem durch Neve Campbell, Ambika Mod, Sam Riley und Sylvia Hoeks.

Die Mischung aus britischem Humor, brutaler Action und undurchsichtigen Geheimdienstintrigen machte bereits die erste Staffel zu einem interessanten Gegenentwurf zum klassischen Agententhriller. Wer Serien wie Killing Eve oder Slow Horses mag, dürfte auch hier auf seine Kosten kommen.

Blood & Sinners(3. November, Netflix)

Ryan Cooglers ungewöhnliche Mischung aus Gangsterdrama, Musikfilm und Vampirhorror kommt ins Netflix-Angebot. Michael B. Jordan übernimmt eine Doppelrolle als Zwillingsbrüder, die in den 1930er-Jahren in ihre Heimat Mississippi zurückkehren und dort einen Neuanfang wagen wollen.

Was zunächst wie eine Geschichte über Familie, Rassismus und die amerikanische Musiktradition beginnt, entwickelt sich zu einem zunehmend blutigen Horrorszenario. Coogler verbindet dabei historische Themen mit übernatürlichem Schrecken und einer ausgesprochen eigenständigen Atmosphäre.

Gerade Zuschauer, die nach Halloween noch nicht genug vom Horrorgenre haben, bekommen hier eine interessante Alternative zum klassischen Geister- oder Slasherfilm.

Bass X Machina(3. November, Netflix)

Mit Bass X Machina startet eine neue Animationsserie, die Science-Fiction, Steampunk und Westernmotive miteinander verbindet. In einer Welt voller riesiger Maschinen treffen futuristische Technologie und klassische Genrevorstellungen aufeinander.

Die ungewöhnliche Mischung dürfte besonders Zuschauer ansprechen, die sich für ausgefallene Animationswelten und Geschichten abseits der üblichen Fantasy- und Science-Fiction-Kulissen interessieren.

Für Fans experimentierfreudiger Genreunterhaltung ist Bass X Machina damit einer der interessantesten Neustarts der Woche.

​Betäubt(4. November, Netflix)

Auch aus Polen gibt es neuen Seriennachschub. Betäubt führt in den Alltag eines Krankenhauses, in dem medizinische Entscheidungen, persönliche Konflikte und beruflicher Druck aufeinandertreffen.

Krankenhausserien gehören seit Jahrzehnten zu den beständigen Fernsehgenres. Interessant ist dabei vor allem, wie unterschiedlich internationale Produktionen den medizinischen Alltag und die Beziehungen zwischen den Figuren darstellen.

Wer nach einer Alternative zu amerikanischen Formaten wie Grey's Anatomy oder The Pitt sucht, kann hier einen Blick riskieren.

​Possible Love (6. November, Netflix)

Acht Jahre nach Burning meldet sich der südkoreanische Regisseur Lee Chang-dong mit einem neuen Spielfilm zurück. Possible Love erzählt von zwei Ehepaaren aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Verhältnissen, deren Begegnung verborgene Konflikte und Sehnsüchte an die Oberfläche bringt.

Im Zentrum stehen soziale Ungleichheit, persönliche Enttäuschungen und die Frage, wie viel Menschen tatsächlich voneinander verstehen können. Zum Ensemble gehören Jeon Do-yeon, Sul Kyung-gu, Cho Yeo-jeong und Zo In-sung.

Das rund 164 Minuten lange Drama wurde bei den Filmfestspielen von Venedig mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet. Nach dem deutschen Kinostart im Oktober ist Possible Love nun auch für Streamingzuschauer verfügbar.

Wer anspruchsvolles koreanisches Autorenkino entdecken möchte, sollte sich diesen Titel vormerken. Bei Moviebreak haben wir uns bereits ausführlicher mit Lee Chang-dongs außergewöhnlicher Filmografie beschäftigt.

​Palacio – Im Belagerungszustand (6. November, Netflix)

Mit Palacio – Im Belagerungszustand erweitert Netflix sein internationales Thrillerangebot um eine kolumbianische Produktion.

Die Serie widmet sich einer dramatischen Belagerungssituation und den Menschen, die in die Ereignisse hineingezogen werden. Dabei stehen politische Konflikte, persönliche Entscheidungen und die Eskalation einer Ausnahmesituation im Mittelpunkt.

Für Zuschauer, die sich für ernste, spannungsorientierte Serien mit historischem oder politischem Hintergrund interessieren, könnte Palacio eine Entdeckung sein.

Prime Video, Disney+ und weitere Streaming-Highlights

​The Greatest (4. November, Prime Video)

Das Leben von Muhammad Ali gehört zu den außergewöhnlichsten Geschichten der Sportwelt. Mit The Greatest widmet sich Prime Video dem legendären Boxer, dessen Bedeutung weit über seine Erfolge im Ring hinausreicht.

Ali war nicht nur ein herausragender Athlet, sondern auch eine der bekanntesten Persönlichkeiten der amerikanischen Bürgerrechts- und Protestgeschichte. Sein öffentliches Auftreten, seine politischen Positionen und seine sportliche Karriere machten ihn zu einer weltweiten Ikone.

Die Miniserie bietet damit nicht nur Stoff für Sportfans, sondern auch für Zuschauer, die sich für historische Biografien interessieren.

​American Horror Story – Staffel 13 (7. November, Disney+)

Auch nach Halloween bleibt es unheimlich. Die langlebige Horror-Anthologie American Horror Story geht in ihre 13. Staffel und setzt ihre Tradition wechselnder Schauplätze, Figuren und schauriger Geschichten fort.

Seit ihrem Start 2011 hat die Serie immer wieder unterschiedliche Spielarten des Genres aufgegriffen – von Spukhäusern über Hexen und Serienkiller bis hin zu grotesken Albtraumwelten.

Wer ungewöhnlichen Serienhorror mit markanten Figuren und einer gehörigen Portion Exzentrik mag, bekommt damit neuen Nachschub.

​Das Institut – Staffel 2(8. November, MGM+)

Stephen-King-Fans dürfen sich ebenfalls auf eine Rückkehr freuen. Die zweite Staffel von Das Institut führt die Geschichte um eine geheimnisvolle Einrichtung weiter, in der Kinder mit außergewöhnlichen Fähigkeiten festgehalten werden.

Die Vorlage verbindet klassische Mystery-Elemente mit einer düsteren Geschichte über Machtmissbrauch, Kontrolle und den Widerstand junger Menschen gegen ein bedrohliches System.

Die Serie ist über MGM+ verfügbar, das in Deutschland unter anderem als zusätzlicher Prime-Video-Channel gebucht werden kann. Ein reguläres Prime-Abonnement allein reicht dafür nicht aus.

Welche Streaming-Neuheiten lohnen sich besonders?

Die größten Aufmerksamkeitsträger dieser Woche dürften Black Doves und Blood & Sinners sein. Beide verbinden bekannte Namen mit einer ungewöhnlichen Mischung aus Spannung und Genreunterhaltung.

Für die Asia-Ecke ist vor allem Possible Love interessant. Lee Chang-dongs Rückkehr bietet die Gelegenheit, sich mit einer ganz anderen Seite des südkoreanischen Kinos zu beschäftigen – fernab der bekannten Action- und Rachethriller.

Wer dagegen neue Serienwelten entdecken möchte, findet mit Bass X Machina, Betäubt und Palacio gleich mehrere internationale Alternativen. Und Horrorfans bekommen mit American Horror Story und Das Institut auch nach dem Halloween-Wochenende reichlich Nachschub.

Was landet diese Woche auf eurer Watchlist? Freut ihr euch auf Black Doves, habt ihr Blood & Sinners noch nicht gesehen oder gebt ihr dem koreanischen Drama Possible Love eine Chance?