Mit The Painted Bird schuf der tschechische Regisseur Václav Marhoul 2019 einen der verstörendsten Kriegsfilme der vergangenen Jahre. Jetzt meldet sich der Filmemacher mit Confession zurück und widmet sich erneut einem düsteren Kapitel der Geschichte. Der erste Trailer zeigt Rob Lowe und James Franco in einem psychologischen Thriller, der im stalinistischen Moskau spielt. Neben der prominenten Besetzung sorgt allerdings auch die Produktionsfirma hinter dem Film für Diskussionen.
"Confession" führt in die Gefängnisse der Stalin-Ära
Die Handlung spielt im Jahr 1938. Der ehemalige russische Literaturprofessor Alexi (Rob Lowe) gerät unter Verdacht, gemeinsam mit einem Priester eine Verschwörung geplant zu haben. Er wird verhaftet und in das berüchtigte Lubjanka-Gefängnis in Moskau gebracht, das während der stalinistischen Säuberungen als Ort politischer Verfolgung und brutaler Verhöre bekannt war.
Dort trifft Alexi auf den Verhörleiter Vladimir, gespielt von James Franco. Zwischen den beiden entwickelt sich ein psychologisches Kräftemessen, bei dem Macht, Angst und die Frage nach Wahrheit und Schuld im Mittelpunkt stehen. Der Trailer deutet eine beklemmende Inszenierung an, die auf intensive Dialoge und die bedrückende Atmosphäre des Gefängnisses setzt.
Neben Lowe und Franco gehören Jennifer Jason Leigh, Nick Nolte, Emile Hirsch, Kodi Smit-McPhee, Richard Brake und Brad Dourif zum Ensemble. Gedreht wurde auf 35-mm-Film, wodurch Marhoul dem historischen Thriller eine körnige Bildästhetik verleiht.
Der "The Painted Bird"-Macher arbeitet mit einer umstrittenen Produktionsfirma
Mit seinem letzten Film The Painted Bird, der 2019 bei den Filmfestspielen von Venedig Premiere feierte, sorgte Václav Marhoul international für Aufsehen. Das kompromisslose Schwarz-Weiß-Drama über einen Jungen während des Zweiten Weltkriegs wurde vielfach ausgezeichnet, löste aufgrund seiner drastischen Gewaltdarstellungen aber auch heftige Diskussionen aus.
Für Confession arbeitet Marhoul nun mit dem US-amerikanischen Medienunternehmen The Daily Wire zusammen. Das rechtskonservative Unternehmen, zu dessen Mitgründern Ben Shapiro gehört, steht wegen seiner politischen Ausrichtung und verschiedener kontroverser Produktionen regelmäßig in der Kritik. Shapiro verfasste auch das Drehbuch zum neuen Film. Welche politische Perspektive Confession tatsächlich einnimmt, lässt sich anhand des Trailers allerdings noch nicht abschließend beurteilen.
Confession feiert am 15. Oktober 2026 seine Weltpremiere beim Internationalen Filmfestival Warschau. Am 11. November folgt eine eintägige Kinoauswertung in den USA sowie die Veröffentlichung über The Daily Wire. Ein deutscher Kinostart oder Streamingtermin wurde bislang nicht angekündigt.