Bildnachweis: © Warner | Werbemotiv zu "Evil Dead Wrath"

Gewalt, Sexualität und Tarantino-Vergleiche: Produzent verrät interessante Details zu "Evil Dead Wrath"

von Sebastian Groß

Dass Evil Dead Burn offenbar Schwierigkeiten hat, von der US-Altersfreigabebehörde MPAA ohne Kürzungen freigegeben zu werden, ist bereits bekannt. Doch in einem aktuellen Interview deutete Franchise-Produzent Rob Tapert an, dass auch der nächste Ableger der Horrorreihe, Evil Dead Wrath, durchaus für Diskussionen bei den Prüfer*innen sorgen könnte.

Produzent gibt erste Details zur Ausrichtung von "Evil Dead Wrath"

Neben einem offenbar äußerst hohen Gewaltgrad dürfte vor allem ein weiterer Aspekt ins Visier der MPAA geraten. Laut Tapert enthält der Film Elemente einer "Coming-of-Age-Sexualität", die bei der Behörde für Stirnrunzeln sorgen könnten. Konkreter wurde der Produzent zwar nicht, dafür verriet er jedoch einige interessante Details zur kreativen Ausrichtung des Films.

Wie Tapert im Verlauf des mehr als einstündigen Interviews erklärte, spielt Evil Dead Wrath im Jahr 1972 und soll den Zeitgeist dieser Ära möglichst authentisch einfangen. Regisseur Francis Galluppi und Kameramann Mac Fisken setzten dafür auf das Filmmaterial Ektachrome 100, das in den 1970er-Jahren bei zahlreichen Produktionen zum Einsatz kam.

Bis heute wird das Material geschätzt, wenn Filmemacher*innen ihren Werken einen markanten Retro-Look verleihen möchten. Charakteristisch sind vor allem die kräftigen Farben, starken Kontraste und die besondere Körnung. Zuletzt nutzte etwa Yorgos Lanthimos Ektachrome-Material für seinen Oscar-prämierten Film Poor Things.

"Evil Dead Wrath" soll der Tarantino des Franchise werden

Auch inszenatorisch soll sich Evil Dead Wrath deutlich von seinem Vorgänger unterscheiden. Während Evil Dead Burn laut Tapert überwiegend von Regisseur  mit Handkamera inszeniert wurde und dadurch eine besonders unmittelbare, dynamische Wirkung entfaltet, orientiert sich Evil Dead Wrath stärker an klassischem Kino. Der Produzent zog dabei sogar einen Vergleich zu Quentin Tarantino. Die Bildsprache falle deutlich kontrollierter und stilisierter aus, wodurch der Film einen völlig anderen Charakter erhalte als sein Vorgänger.

Regisseur Francis Galluppi, der zuvor The Last Stop in Yuma County inszenierte, hat die Dreharbeiten zu Evil Dead Wrath inzwischen abgeschlossen. Vor der Kamera versammelte er eine Besetzung, zu der unter anderem (The Nun), (Midnight Mass), (Mortal Kombat),  (Furiosa: A Mad Max Saga) und Newcomerin  gehören. Details zur Handlung gibt es noch nicht.

Während Evil Dead Burn am 9. Juli in unsere Kinos kommt, soll Evil Dead Wrath nächstes Jahr im April erscheinen. Ein genaues Startdatum für den deutschen Markt gibt es bislang aber noch nicht.

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