Von Stu am Sonntag, 01 März 2026, 05:01 Uhr
Bildnachweis: © Paramount | Szene aus "Scream 7"
Drei Jahre nach der Entlassung von Melissa Barrera (In the Heights) steht Scream 7 erneut im Zentrum einer Debatte. Öffentlicht wird dazu aufgerufen, den neusten Teil der Reihe zu boykottieren. Zu den Stimmen zählt unter anderem auch Schauspielerin Tatiana Maslany (She-Hulk: Die Anwältin), die sich klar positioniert und die ihre Community dazu aufruft, den Film nicht anzusehen.
Kritik an Produktion und Umgang mit Melissa Barrera
Maslany teilte auf Instagram einen Beitrag, der die Produktionsgeschichte von Scream 7 kritisch beleuchtet. Darin wird insbesondere die Entscheidung thematisiert, Barrera aus dem Franchise zu entfernen. Zugleich wird die Rolle von Spyglass Media Group problematisiert, das hinter dem Film steht.
Barrera war 2024 nach Social-Media-Posts zum Nahostkonflikt aus dem Projekt ausgeschieden. Das Studio zog Konsequenzen, nachdem die Schauspielerin ihre Solidarität mit Palästina öffentlich bekundet hatte. Die Kontroverse führte in der Folge zu weiteren personellen Veränderungen: Regisseur Christopher Landon (Happy Deathday) verließ den Film, ebenso wie Jenna Ortega (Beetlejuice Beetlejuice). Die Regie übernahm schließlich Kevin Williamson – jener Mann, der das Drehbuch zum allerersten Scream (1996) verfasste.
Proteste bei "Scream 7"-Premiere und Boykottkampagne
Vor der Premiere von Scream 7 am 25. Februar versammelten sich in Hollywood mehrere Dutzend Demonstrierende mit palästinensischen Flaggen, Transparenten und Trommeln – organisiert unter anderem von Gruppen wie Entertainment Labor for Palestine, CODEPINK LA und Jewish Voice for Peace-Los Angeles.
Sie skandierten Parolen wie „Boycott Scream 7“ und „Cancel Paramount+“, um gegen die Entscheidung zu protestieren, Barrera aus dem Projekt zu entfernen und damit aus ihrer Sicht pro-palästinensische Stimmen in Hollywood zu unterdrücken. Barrera selbst reagierte während der Proteste auf Instagram mit einer Story-Nachricht „I see you“ und einem Herz-Emoji, was von vielen als Zeichen der Solidarität mit den Demonstrierenden gewertet wurde.
An der Premiere äußerte sich Kevin Williamson zur Situation: Er bekräftigte das grundsätzliche Recht auf Protest und Meinungsäußerung, ohne jedoch die Forderungen der Demonstrierenden direkt zu unterstützen. Trotz der Kritik startet Scream 7 wie geplant am 27. Februar 2026.
Neben Rückkehrer*innen wie Neve Campbell (House of Cards) und Courteney Cox (Friends) setzt der Film die Geschichte von Sidney Prescott fort. Ob sich die andauernde Debatte um Barreras Ausstieg und die öffentlichen Proteste langfristig auf den kommerziellen Erfolg oder die Wahrnehmung der Marke auswirken wird, bleibt abzuwarten. Die ersten Prognosen attestierten Scream 7 einen formidablen Start - selbst wenn die Kritiken eher schlecht ausfallen. So leider auch bei uns: