Von Stu am Samstag, 28 Februar 2026, 19:00 Uhr
Bildnachweis: © Paramount | Werbemotiv zu "Snake Eyes: G.I. Joe Origins"
Das G.I. Joe-Franchise kehrt zurück. Rechteinhaber Paramount soll einen neuen Film rund um die - vor allem in den Staaten - populäre Spielzeugreihe vorantreiben. Dafür hat das Studio, dem vermutlich bald auch Warner gehören wird, einen durchaus kontrovers diskutierten Drehbuchautor engagiert: Max Landis.
Paramount setzt bei "G.I. Joe" erneut auf Max Landis
Laut einem Bericht von The Hollywood Reporter arbeitet Landis an einem kommenden Film aus dem G.I. Joe-Universum für Paramount Pictures. Konkrete Details zur Handlung, zur zeitlichen Einordnung innerhalb des Franchise oder zur kreativen Ausrichtung wurden bislang nicht veröffentlicht. Auch ist unklar, ob es sich um einen Reboot, ein Spin-off oder eine direkte Fortsetzung bisheriger Filme handelt.
Parallel dazu entwickelt der Schauspieler und Autor Danny McBride (Your Highness) ein separates G.I. Joe-Projekt für das Studio. Beide Vorhaben sollen unabhängig voneinander entstehen. Während McBrides Beteiligung eher als kreative Erweiterung des Markenportfolios gewertet wird, steht die Personalie Landis aufgrund seiner Vorgeschichte deutlich stärker im Fokus der öffentlichen Debatte.
Die Entscheidung fällt in eine Phase strategischer Neuausrichtung bei Paramount, das seit der engeren Zusammenarbeit mit Skydance Media verstärkt auf etablierte, wenn auch umstrittene Kreative setzt. In den vergangenen Jahren wurden unter anderem Namen wie Brett Ratner, Johnny Depp und Ex-Pixar-Mastermind John Lasseter wieder mit größeren Projekten in Verbindung gebracht. Die erneute Verpflichtung von Landis fügt sich damit in eine Entwicklung ein, bei der Studios kontrovers diskutierten Filmschaffenden neue Chancen einräumen.
Vom Hit-Autor zur Branchenkontroverse – und zurück?
Landis hatte sich Anfang der 2010er-Jahre als vielversprechender Drehbuchautor etabliert. Mit dem Superheldenfilm Chronicle - Wozu bist du fähig? gelang ihm 2012 ein Achtungserfolg, der unter anderem die Karrieren von Michael B. Jordan und Dane DeHaan beförderte. Es folgten Arbeiten an Produktionen wie American Ultra (2015) sowie dem Netflix-Fantasyfilm Bright (2020).
Nach den 2016 publik gewordenen Anschuldigungen, die seine Karriere in Hollywood de facto zum Erliegen brachten, verlagerte Landis seine Aktivitäten zunehmend ins Internet. Über Plattformen wie YouTube veröffentlichte er eigene Stoffideen, Drehbuchentwürfe und ausgearbeitete Konzepte, die jedoch keine größere Studioverfilmung nach sich zogen.
Ob das neue G.I. Joe-Projekt tatsächlich den Beginn einer umfassenden Rückkehr in die Filmindustrie markiert oder ein Einzelfall bleibt, dürfte sich erst in den kommenden Monaten zeigen. Klar ist jedoch: Die Personalentscheidung von Paramount sorgt schon jetzt für Diskussionen – sowohl innerhalb der Branche als auch bei einem Publikum, das sensibel auf Fragen von Verantwortung und Comeback-Kultur reagiert.
Ein Comeback, das keine solche Diskussionen aufwirbelt, ist das zu Mortal Kombat. Der zweite Teil der Videospielverfilmung startet bald in unseren Kinos. Passend dazu wurde nun ein brandneuer Trailer online gestellt.