Bittere Pille für Fans von 28 Years Later: The Bone Temple. Der Titel erscheint nach nur knapp einem Monat in den USA bereits als VoD. Damit ist deutlich, dass die gestellten Erwartungen an das Sequel von 28 Years Later definitiv nicht eingehalten wurden und die Umsetzung eines dritten Teils sehr deutlich auf der Kippe steht - auch wenn das Studio 28 Years Later: Part III bereits grünes Licht gegeben hat die der Dreh angeblich schon im März starten soll.
Hält Sony sein Versprechen und macht "28 Years Later 3"?
Mit 25 Millionen US-Dollar in Nordamerika und rund 57 Millionen weltweit blieb Teil zwei deutlich hinter seinem geschätzten Produktionsbudget von 63 Millionen US-Dollar zurück. Auch die große Fanbase der Reihe zeigte sich offenbar zurückhaltend: Viele Kinogänger*innen hatten die erste Episode, Danny Boyles 28 Years Later, als eher philosophisches Drama über die Menschheit denn als klassische Zombie-Horrorstory empfunden. Der Vorgänger hatte 70 Millionen US-Dollar in den USA und 150 Millionen weltweit eingespielt, ein respektables Ergebnis, das jedoch offensichtlich nicht genug Anreiz für Massenbesuche der Fortsetzung bot.
Diese Zahlen werfen eine zentrale Frage auf: Warum hat Sony überhaupt die Entwicklung eines dritten Teils angekündigt? Experten vermuten, dass der Konzern die Fortsetzung lediglich stützen wollte, um das Sequel The Bone Temple am Markt zu stärken. Ein Plan der nicht aufgegangen ist. Sollte Sony den dritten Teil jetzt wirklich umsetzen, dürfte es für sie in einem Verlustgeschäft enden. Sollten sie das Projekt hingegen absagen, würden sie die Macher sowie viele Fans ernsthaft vergrätzen.
Zukunft der Trilogie ungewiss - springt Netflix ein?
Aktuelle Informationen deuten darauf hin, dass Sony den dritten Teil produzieren wird, allerdings ohne große Eile. Berichten zufolge gab es sogar Interesse seitens Netflix, den Abschluss der Reihe zu übernehmen, doch Danny Boyle setzt weiterhin auf einen Kinostart. Der geplante Film soll erneut Cillian Murphy in der Hauptrolle zeigen. Der Oppenheimer-Star könnte mitunter DAS Argument sein, warum Sony noch kommerzielle Hoffnungen in den dritten Teil legt.
Die Situation wird durch Sonys jüngste Kinohistorie erschwert: Nach mehreren Flops gelang dem Studio erst kürzlich mit dem Animationsfilm G.O.A.T. - Bock auf große Sprünge wieder ein nennenswerter Erfolg (mehr dazu hier). Dieser könnte als erstes selbstfinanziertes Projekt seit Venom: The Last Dance die Marke von 100 Millionen US-Dollar in Nordamerika erreichen.
Derweil scheint Boyle bereits sein nächstes Projekt im Fokus zu haben. Er möchte nach Steve Jobs (2015) erneut ein Biopic drehen, in dem ein mächtiger Medienmensch die zentrale Rolle spielt. Mehr über dieses Projekt erfahrt ihr hier.