Von OnealRedux am Montag, 26 Januar 2026, 16:11 Uhr
Bildnachweis: © Sony | Motiv von "Mercy"
An den US-Kinokassen gibt es erstmals seit Wochen wieder Bewegung an der Spitze. Das Wochenende vom 25. Januar 2026 stand zwar unter schwierigen Vorzeichen, da ein massiver Schneesturm in vielen Teilen der USA die Kinobesuche drückte, dennoch fällt das Ergebnis bemerkenswert aus. Nach fünf Wochen endet so die Siegesserie von Avatar: Fire & Ash.
"Mercy": Neuer Spitzenreiter mit Schönheitsfehlern
Mit Einnahmen von 11,1 Millionen Dollar übernimmt Mercy erstmals Platz eins der US-Kinocharts. Damit verhindert der Sci-Fi-Thriller den sechsten Nummer-eins-Sieg in Folge für Avatar – Fire and Ash. Wirkliche Euphorie dürfte beim Studio jedoch nicht aufkommen. Angesichts eines Produktionsbudgets von rund 60 Millionen Dollar fällt der Start deutlich zu schwach aus, zumal sowohl Kritiken als auch Publikumsreaktionen eher verhalten bleiben.
International startete Mercy parallel mit 11,6 Millionen Dollar, womit das weltweite Einspielergebnis nach dem ersten Wochenende bei 22,7 Millionen Dollar liegt.
"Avatar" bleibt wirtschaftlich eine Klasse für sich
Avatar – Fire and Ash rutscht auf Rang zwei ab, setzt seinen kommerziellen Lauf aber nahezu ungebremst fort. In Nordamerika steuert der Film weiter auf die 400-Millionen-Dollar-Marke zu. International wurde inzwischen die Milliarde überschritten, weltweit liegt das Gesamtergebnis nun bei starken 1,379 Milliarden Dollar.
Platz drei geht erneut an Zoomania 2. Der Animationsfilm hat nun auch in den USA die Marke von 400 Millionen Dollar geknackt. Weltweit nähert sich der Disney-Erfolg der nächsten Schallmauer und steht aktuell bei 1,744 Milliarden Dollar – die 1,8 Milliarden rücken damit immer näher.
Thriller und Horror mit deutlichen Einbrüchen
The Housemaid verzeichnet erstmals einen stärkeren Rückgang und verliert 51 Prozent gegenüber der Vorwoche. Der Schneesturm dürfte hier eine zentrale Rolle gespielt haben. Dennoch kommt der Thriller nun auf 115 Millionen Dollar in den USA und steht weltweit kurz vor der 300-Millionen-Dollar-Grenze.
Deutlich härter trifft es 28 Years Later: The Bone Temple. Trotz guter Kritiken bricht der Film um 71 Prozent ein. Selbst ohne die extremen Wetterbedingungen wäre der Rückgang wohl kaum wesentlich geringer ausgefallen. Weltweit liegt das Sequel aktuell bei 46,1 Millionen Dollar.
Awards-Hoffnung und Totalausfall
Marty Supreme hält sich unter den schwierigen Umständen vergleichsweise stabil, wird aber vermutlich einen spürbaren Awards-Schub benötigen, um doch noch die wichtige 100-Millionen-Dollar-Marke zu erreichen.
Ganz anders sieht es bei Return to Silent Hill aus. Der Horrorfilm landet mit lediglich 3,2 Millionen Dollar auf Platz sieben. Die stark negativen Kritiken spiegeln sich damit auch klar an den Kinokassen wider.
Rückkehr und Ausblick auf die nächste Woche
Für eine kleine Überraschung sorgt Hamnet, der nach rund einem Monat Abwesenheit dank einer umfangreichen Kinoexpansion wieder den Sprung in die Top 10 schafft.
Das kommende Wochenende verspricht deutlich mehr Bewegung. Mit dem Horrorfilm Iron Lung von Mark Fischbach, dem Dokumentarfilm Melania (der zum absoluten Flop werden könnte), dem Actiontitel Shelter mit Jason Statham sowie Sam Raimis Horrorprojekt Send Help stehen mehrere Neustarts an. Zusätzlich geht der kürzlich für den Oscar als Bester Animationsfilm nominierte Arco nach einem limitierten Start nun in den breiten US-Kinostart.