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Amazon/MGM unter Druck: Doku "Melania" von Brett Ratner startet mit schwachen Vorzeichen und hohen Kosten

Stu

Von Stu

Quelle: Puck News
Bildnachweis: © Amazon | Szene aus "Melania"

Amazon/MGM sorgt mit der Dokumentation Melania von Regisseur  für erhebliche Irritationen in der Branche. Der Film, der einen exklusiven Kinostart erhalten soll, entwickelt sich schon vor seinem Start zu einem der ungewöhnlichsten und umstrittensten Releases des Jahres. Besonders der zunehmend zurückgefahrene Kinorollout und extrem schwache Vorverkaufszahlen nähren Zweifel an der gesamten Auswertungsstrategie. Erst auf den zweiten Blick wird das Ausmaß des finanziellen Engagements deutlich.

First-Lady-Doku erweist sich als kostspielig

Laut Branchenexperte Matt Belloni von Puck News hat Amazon/MGM rund 40 Millionen US-Dollar für die Lizenz und Distribution des Films gezahlt und zusätzlich etwa 35 Millionen US-Dollar in Marketing investiert. Damit belaufen sich die bisherigen Kosten auf rund 75 Millionen US-Dollar – ein für einen Dokumentarfilm außergewöhnlicher Betrag.

Dem gegenüber stehen bislang sehr verhaltene Erwartungen an den Kinokassen. Interne Prognosen gehen von einem weltweiten Startwochenende von unter fünf Millionen US-Dollar aus, in den USA könnte das Ergebnis sogar unter einer Million liegen. Berichte über kaum vorhandene Vorverkäufe in wichtigen Märkten wie New York, Los Angeles und Florida bestätigen diesen Eindruck. Parallel dazu wurde der ursprünglich geplante Start auf über 2.000 Leinwänden auf etwa 1.400 reduziert, zuletzt sogar auf einen Limited Release zurückgestuft.

Zusätzlich ist eine Auswertung in 27 internationalen Territorien vorgesehen, wobei insbesondere für Europa kaum Nachfrage erwartet wird. Branchenbeobachter*innen halten einen exklusiven Kinostart für kaum nachvollziehbar und sehen das Projekt primär als Streamingtitel, der dort allenfalls durch Neugier Aufmerksamkeit erzeugen könnte.

"Rush Hour"-Regisseur will Doku als  Comeback nutzen

Melania ist zugleich Ratners erste Hollywood-Arbeit seit 2017. Damals war der Regisseur nach mehreren Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens von seiner Agentur fallen gelassen worden; Ratner bestreitet die Anschuldigungen, strafrechtliche Konsequenzen gab es nicht. Der Film, der Einblicke in die Tage vor der Amtseinführung des US-Präsidenten 2025 aus Sicht von Melania Trump bietet, wirft damit nicht nur wirtschaftliche, sondern auch strategische Fragen für Amazon/MGM auf.

Trotz der Zeichen, die klar auf Flop stehen, dürfte Ratner als nächstes Rush Hour 4 drehen. Das späte Sequel soll die Stars von einst wieder vor die Kamera holen. Möglich macht's der FIFA-Friedenspreisträger und Grönland-Fan Trump. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

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