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1x1 – Tote Hose

Das Sexleben der 22-jährigen Cathrine und ihres Partners Simon ist eingeschlafen. Bei ihrer Arbeit als Ratgeberin an einer Sex-Aufklärungshotline lernt Cathrine ihre lesbische Kollegin Selma besser kennen. Nach einem langen Arbeitstag enden die beiden mit einer Flasche Sekt auf dem Dach ihres Bürogebäudes. Beschwipst kommt es zu einem innigen Kuss, der Cathrines Welt in einem einzigen Moment aus den Angeln hebt.

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1x2 – Verlockung

Ein Kuss mit Kollegin Selma aus einer Sektlaune heraus und im Leben von Cathrine ist nichts mehr wie vorher. Zwar hat sich Cathrine fest vorgenommen ihrem Verlangen nicht nachzugeben, der Gedanke an ein erotisches Abenteuer lässt sie aber nicht mehr los. In "Verlockung" beginnt Asta Kamma August alias Cathrine ein Spiel mit dem Feuer.

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1x3 – Das erste Mal

Cathrine versucht Selma und sich etwas vorzumachen: Bei ihr sei alles gut. In Wirklichkeit geht Cathrine der Gedanke an ein sexuelles Abenteuer mit ihrer lesbischen Kollegin nicht aus dem Kopf. Als sie mit Nanna und anderen Freunden abends ausgeht, bietet sich die Chance auf ein heimliches Treffen mit Selma. Nervös ringt Cathrine mit sich, den nächsten Schritt zu gehen und damit ihre harmonische, aber sexuell unerfüllte Beziehung mit Simon noch weiter aufs Spiel zu setzen. In "Das erste Mal" lässt sich Asta Kamma August alias Cathrine auf eine lesbische Liebesnacht ein. Längst ist sie der Anziehungskraft ihrer Kollegin verfallen.

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1x4 – Der Morgen danach

Cathrine wacht am Morgen danach mit Schuldgefühlen auf: Soll sie ihrem Freund Simon erzählen, dass sie mit ihrer Kollegin Selma geschlafen hat? Total verkatert verpasst Cathrine den richtigen Moment, ihm die Wahrheit zu sagen. Aus dem One-Night-Stand könnte eine Affäre werden - oder mehr. Trotz ihrer festen Vorsätze, die Cathrine sich selbst einredet, kann sie sich nicht Selmas sinnlicher Anziehungskraft entziehen.

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1x5 – Reden wir über Sex!

Cathrine möchte wieder die Kontrolle über ihr Leben und ihre Beziehung zu Simon retten. Sie beginnt eine Paartherapie mit Simon. Was wirklich passiert ist und was mit ihr los ist, behält die 22-Jährige jedoch für sich. Für sie ist der Mangel an Sex der Grund für die Beziehungskrise. Tatsächlich kommt bei einer ausgelassenen Party wieder Nähe zwischen den beiden auf. Doch dann muss Cathrine erkennen, wie fremd sie sich bereits geworden sind.

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1x6 – Eine letzte Chance

Cathrine und Simon haben vergeblich versucht, ihre langjährige Beziehung zu retten. Nach der Trennung scheint der Weg frei für eine Fortsetzung der Affäre mit ihrer Kollegin Selma. Die ist jedoch zutiefst verletzt, dass sich Cathrine zunächst gegen sie entschieden hatte. Selma geht es um mehr als Leidenschaft, nämlich um Gefühle. Aber ist es bei Cathrine wirklich Liebe? Oder nur Angst vor dem Alleinsein? Cathrine muss selbst herausfinden, wie es weitergehen soll.

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Inhalt

Ein Kuss auf dem Dach in einer warmen Kopenhagener Nacht, und Cathrine, Anfang 20, kriegt ihr Leben nicht mehr in den Griff. Da ist ihre Kollegin Selma, von der sie nach diesem Kuss mehr und immer mehr will, aber da ist auch ihr Freund Simon, mit dem Cathrine zusammenwohnt. Für Simon ist im Bett genug eigentlich genug, seit einiger Zeit reicht ihm sogar noch weniger. Für Cathrine, die in einem Callcenter Tipps in Sachen Sex und Liebe gibt, reicht das nicht, und nach Selmas Kuss weiß sie nicht mehr weiter.

Kritik

Das knackig-kurze Format der jeweils rund 10-minütigen Episoden von Amalie Naesby Ficks (Die unglaubliche Reise von der Riesenbirne) Serien-Debüt sind wie geschaffen für eine postmoderne Dramatisierung zeitloser Themen wie Zuneigung, unterschiedliche Vorstellungen von Partnerschaft und individuelle Bedürfnisse nach physischer und emotionaler Nähe. Dass die Serie zudem im dänischen Fernsehen unter dem dort kalendarische gesetzten Motto der Aufklärung läuft, verspricht noch mehr Anspruch und Qualität. Leider besitzt die ereignisarme Mini-Soap weder das eine noch das andere, geschwiegen denn …

SEX?! Wenn eine Produktion damit im Titel protzt, dazu in lasziven rosa Neon-Buchstaben, sollte der entweder in handlungsrelevanter, der Charakterisierung dienender, idealerweise ästhetisch erträglicher Weise vorkommen oder als dramatisches Motiv indirekt präsent sein. Allerdings ist der relevanteste Sex hier paradoxerweise der, den die Hauptfiguren nicht haben. Catherine (Asta Kamma August, Maria Wern) ist quasi dauergeil, ihr Langzeitfreund Simon (Jonathan Bergholdt Jørgensen) weniger. Ob es an Catherines ungepflegter Erscheinung liegt oder früher mal anders war, bleibt schleierhaft.

Mancher Porno hat komplexere Protagonisten als die ereignisarme Beziehungskiste, in die Catherine nach einem Kuss mit Kollegin Selma (Nina Terese Rask) stolpert, und natürlich mehr Sex. Den gibt es ein Mal, das Clara Mendes vorabendtauglich brav in Szene setzt. Ironischerweise ist das nichtmal bedauerlich. Die Charaktere sind ebenso uninteressant wie unangenehm und ihre banalen Problemchen wirken selbst in Kurzform ermüdend ausgewalzt. Es hätte so schön sein können. Ist es aber nicht. Eben wie echter Sex.

Fazit

Sämtliche platten Kalauer, zu denen er Titel einlädt, sind witziger und kreativer als Amalie Naesby Ficks ernüchternde TV-Serie. Deren Kurzfolgen wissen weder das Potenzial der knappen Laufzeit auszuschöpfen, noch dem Titelschlagwort eine interessante, geschweige denn relevante Facette abzugewinnen. Bei einem politisch, sozial, kulturell und medial so omni- und überpräsenten Thema wirk das schlicht armselig und denkfaul. Die aufklärerische Implikation, die der dänischen Produktion aufgepfropft wird, wirkt da wie eine Werbemasche. Genau wie der Titel.

Autor: Lida Bach

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