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Quelle: themoviedb.org

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Inhalt

Fünf Jahre nach Whitney Houstons tragischem Tod enthüllt der Dokumentarfilm WHITNEY – CAN I BE ME die wahren Hintergründe über den Absturz einer der größten Sängerinnen aller Zeiten.

Kritik

Wer wollte, der konnte Whitney Houstons Abstieg vom Pop-Olymp mit Hilfe diverser Klatschnachrichten förmlich live miterleben. Nach ihrem viel zu frühen Tod in der Badewanne eines Hotels wurde sie posthum wieder zur musikalischen Göttin empor getragen, auch von denen, die sich jahrelang an ihrer Talfahrt ergötzt haben. Die Dokumentation Whitney: Can I Be Me zeigt nun nicht nur den Werdegang der Sängerin auf, sondern sucht auch nach dem Grund, warum die erfolgreiche Musikerin am Ende ihres Lebens nur noch ein Schatten ihrer selbst war.

Whitney: Can I Be Me ist – zum Glück – weit davon entfernt eine marktschreierische  Enthüllungsschmonzette im dokumentarischen Gewand zu sein. Die Regisseure Nick Broomfield und Rudi Dolezal versuchen differenziert an das Leben der Pop-Diva heran zu gehen. War es wirklich Bobby Brown, ihr langjähriger Ehemann, der sie runter zog? Diese These behandelt Whitney: Can I Be Me genau so wie ihre Herkunft und findet vor allem dort interessante Anhaltspunkte, warum Houston ihr Glück scheinbar nur dann fand, wenn sie Drogen nahm. Wenn etwa ein früherer Manager erzählt, dass zu Beginn ihrer Karriere alles dafür getan wurde, dass sie als weiße Künstlerin angesehen wird und damit auch ein Teil ihrer selbst verscharrte, offenbart sich bereits, dass Whitney Houston in die Mühlen der Industrie geraten war. Die wahre Person hinter dem Erfolg, die schon als Kind Drogen nahm, liebend gerne Gospel sang und aus dem Ghetto kam, wurde fürs weiße Wohlstandspublikum zurecht gestutzt. Ein Puppe, die zu funktionieren hat.

Als diese richtete sich natürlich der Fokus der Öffentlichkeit auf sie. Sie musste es jedem recht machen, so die Dokumentation, und hatte nur ihre beste Freundin und Managerin Robin an ihrer Seite, die allerdings sechzehn Jahre lang auf Widerstände in Form von Whinteys Familie stieß. Genau diese Robin wird für Broomfield und Dolezal zum Kern für Houstons Seelenleben. Sie war es, die der Künstlerin Halt bot und so verwundert es auch nicht, dass die Medien rasch das Gerücht befeuerten, dass Houston homosexuell sei, was erneut Öl ins Feuer beförderte: Der Druck auf die Musikerin steig ins schier Unermessliche. Doch war sie wirklich lesbisch? Die Doku kommt zur Erkenntnis, dass Houston jeden lieben konnte und die große Tragik darin bestand, dass sie irgendwann niemanden mehr hatte, der ihr dies zurückgab. Spätestens als Robin nicht mehr anders konnte, als ihre beste Freundin allein zu lassen, so die Doku, ist das Ende der Wunderstimme besiegelt.

Dies ist nur ein kleiner, wenn auch zentraler Part der Dokumentation, die auch Zuschauern die kein Fan sind, einen interessanten Blick auf Houston gewährt und dabei so manche wirklich bewegende Szene auffährt. Nach einem Auftritt in Wien etwa, beginnt sie an zu weinen und auch wenn sie meint, sie sei vom Konzert gerührt, so wirkt es doch wie ein Hilfeschrei. Der Druck aus physischen sowie psychischen Stress sowie ihre Drogensucht haben tiefer Wunden und Narben hinterlassen. Da wundert es auch nicht, dass die Doku gleich zu Beginn klar macht, dass Whitney Houston letztlich nicht wegen einer Überdosis starb, sondern weil ihr Herz zerbrach.

Bewundernswert an der Whitney: Can I Be Me ist, dass es gelingt, diese These zu untermauern. Dabei zeigen die Regisseure zwar etwas zu viel Ehrfurcht vor der Pop-Legende, generieren dafür aber einen wohligen Unterhaltungswert. Ihr Film wirkt in manchen Teilen wie ein gut geschmiertes Drama. Da ist es wirklich fast etwas ärgerlich, dass sie es nicht schaffen dies alles akkurat zu verpacken. Whitney: Can I Be Me wirkt mehr wie eine TV-Doku und reizt die Möglichkeiten des Machbaren nie wirklich aus. Whitney Houstons Leben hätte es verdient – auch als Doku – auf der großen Leinwand zu glänzen. Leider ist der Film, trotz seiner anderen Qualitäten, dann doch wohl besser bei Netflix oder Amazon aufgehoben.

Fazit

Für Fans ein Muss, aber auch Zuschauer die der Sängerin neutral gegenüber stehen bekommen mit „Whitney: Can I Be Me“ eine bewegende und wirklich interessante  Künstler-Doku, die allerdings die Vorzüge der großen Leinwand nicht ausnutzt. Dabei hätte die Houston doch genau das verdient.

Kritik: Sebastian Groß

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