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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

In „Malignant“ wird Madison von schockierenden Visionen grausamer Morde heimgesucht. Doch ihre Qualen verschlimmern sich noch, als sie herausfindet, dass ihre Wachträume entsetzliche Realität sind.

Kritik

Auch wenn Regisseur James Wan mit Fast & Furious 7 und den beiden Aquaman-Filmen immer mehr in den Blockbuster-Bereich rutschte, dürfte sein Herz weiterhin vor allem für das Horror-Genre schlagen. Hier startete er mit Filmen wie Saw seine Karriere, hier lieferte er mit Werken wie Conjuring oder Insidious die Hits der letzten Jahre. Mit seinem neuen Film Malignant stellt er seine Leidenschaft erneut wieder unter Beweis, verneigt sich dabei tief vor dem Giallo-Genre und versucht die daraus bekannten Zutaten alter Schule mit modernen Stilmitteln zu vereinen.

Herausgekommen ist dabei ein sehr eigenwilliges Werk mit vielen verrückten Ideen, das manch Zuschauer aber womöglich vor den Kopf stoßen wird. Zunächst dauert es eine ganze Weile, bis man überhaupt begreift, mit was für einer Art von Horrorfilm wir es hier zu tun haben, da Wan das Subgenre häufig und in starkem Kontrast wechselt. Haben wir es zu Beginn scheinbar mit einem klassischen Monsterfilm alter Tage mitsamt deutlichem Trasheinschlag zu tun, fühlt man sich im nächsten Moment fast schon wieder an eine Geisternummer aus einem Conjuring-Film erinnert, bis Wan schließlich auch das Slasher-Genre mit aufgreift. Der Aufbau ist konfus, wird allerdings aufgrund dessen auch nicht so schnell langweilig, da man eben doch neugierig auf eine Erklärung wird.

Was letztendlich hinter Malignant steckt, soll natürlich nicht verraten werden, da es den großen Reiz am Film ausmacht und für manch nette Überraschung sorgt. Vor allem die finale Enthüllung fällt dabei wirklich gut aus, sofern man sich damit anfreunden kann, dass es hier wirklich schräg zugeht. Man kann Wan auf jeden Fall nicht vorwerfen, sich nicht an originellen Ideen ausprobiert und keinen Spaß an der Umsetzung gehabt zu haben. Letzterer wird durch die technisch hochwertige Umsetzung, den aufkommenden Absurditäten im Laufe der Handlung und der Verspieltheit mehrerer Szenen deutlich, wovon gerade die Actionszenen wirklich großartig gedreht sind. Und ganz schön blutig wird es bei den Tötungsszenen übrigens auch.

Ob man letztendlich Spaß mit Malignant haben wird, lässt sich schwer voraussagen, da der Film nun mal sehr speziell ist. Auch der gelegentlich eingestreute Humor ist Geschmacksache, nicht jeder Gag zündet oder ist passend platziert. Die einen werden Wan für seinen Film feiern, die anderen werden verwundert den Kopf schütteln. Ein wenig Trash-Affinität kann in jedem Fall nicht schaden, eine Vorliebe für das Giallo-Genre, das von Filmemachern wie Mario Bava, Dario Argento und Sergio Martino maßgeblich geprägt wurde, in jedem Fall auch nicht. Einen Blick riskieren sollte man aber auf jeden Fall, da hier abseits einiger Makel auch genügend interessante Elemente mit drinstecken. Und wenn alles gut geht, dürfte Wan erneut ein neues Franchise losgetreten haben, ein Hintertürchen für eine mögliche Fortsetzung hat er sich natürlich gleich mit eingebaut.

Fazit

In "Malignant" darf James Wan einige herrlich absurde Ideen verarbeiten, die zu einem reichlich bizarren Film geführt haben. Das wird wohl nicht jeden ansprechen, ist als moderne Hommage an das Giallo-Genre für andere aber gewiss ein großer Spaß.

Autor: Sebastian Stumbek

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