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"Togo" ist die unerzählte wahre Geschichte, die im Winter 1925 von Champion-Hundeschlittentrainer Leonhard Seppala und seinem Leitschlittenhund Togo handelt. Gemeinsam begeben sie sich auf ein aufregendes und erhebendes Abenteuer durch das tückische Terrain der alaskischen Tundra, um ein Antitoxinserum in eine kleine Stadt zu transportieren. Diese Reise wird seine Stärke, seinen Mut und seine Entschlossenheit auf die Probe stellen.

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Kritik

Die Geschichte, auf die der exklusiv auf Disney+ zu findende Abenteuerfilm Togo basiert, ist in Alaska eine echte Legende. 1925 retteten Schlittenhundeführer mit ihren Hunden, angeführt von Huskeys, mehrere kranke Kinder, in dem sie ein Antitoxinserum durch einen massiven Sturm transportierten. Dieser als Serum Run bekannte Wettlauf gegen die Zeit, die eisige Tundra und den Sturm wurde 1995 bereits von Universal als Vorlage, bzw. Inspiration für ihren Animationsfilm Balto - Ein Hund mit dem Herzen eines Helden genutzt.

Für Kenner der historischen Ereignisse ein echter Frevel, denn es gab Balto zwar wirklich, beim Serum Run, der mehrere Etappen mit mehreren Gespannen hatte, legte er aber nicht die längste Distanz zurück, sondern 'nur' 40 Meilen (ca. 64 km), wie jeder andere Teilnehmer. Balto und sein Führer hatten nur das Glück, dass sie die letzte Etappe als absolvierten. Der wahre Held war der 12jährige Hund Togo, der mit seinem Besitzer und Schlittenführer Leonhard Seppala über 260 Meilen (ca. 418 km) zurücklegte. Mit Togo bekommt das Duo endlich auch ihr filmisches Denkmal gesetzt.

Inszeniert wurde dieses von . Dessen Regie-Vita sieht mit Unbesiegbar - Der Traum seines Lebens und dem misslungenen Point Break-Remake zwar eher mäßig aus, allerdings war der gute Mann vor seiner Regiekarriere vorrangig als Kameramann tätig. Dass er es versteht, mit Bildern gut umzugehen beweist er bei Togo (er war hier aus als Chef-Kameramann tätig). Die raue Schönheit Alaskas fängt er in regelmäßigen Abständen eindrucksvoll ein. Da ist es fast schon bedauerlich, dass der Film nicht auf der großen Leinwand läuft, sondern nur bei Disney+.

Neben den Bildern brilliert auch Willem Dafoe (Oscar nominiert für Platoon, Shadow of the VampireThe Florida Project und Van Gogh - An der Schwelle zur Ewigkeit) als Leonhard Seppala , der sich mit dezenter Mimik gegen seinen vierbeinigen Co-Star behauptet. Neben den Bildern ist es vor allem Dafoes Spiel, was die Widrigkeiten von Alaska für den Zuschauer fast greifbar macht. Dabei bleibt seine Figur aber stets menschlich, was zu einigen durchaus emotionalen Szenen führt, die vom Soundtrack des Komponisten Mark Isham (Oscar nominiert für Aus der Mitte entspringt ein Fluß) noch einmal unterstrichen werden.

Leider hat Togo aber ein großes Problem. Die Geschichte springt immer wieder in den Zeitebenen umher. Gerade im Mittelteil sorgt das dafür, dass der Film immense Probleme mit dem Erzähltempo hat. Es ist zwar ganz putzig zu sehen, wie sich Leonhard mit Togo als Welpe erst arrangieren muss, wie er die Qualitäten des rebellischen Junghundes herausfindet und wie beide Vertrauen zueinander aufbauen, es durchtrennt aber auch ständig den Spannungsfaden des Serum Run. Vielleicht wäre eine chronologisch geradlinige narrative Struktur hier von Vorteil gewesen. Nichtsdestotrotz hat Disney hier einen empfehlenswerten Abenteuerfilm auf die Beine gestellt, der am Ende auch sehr deutlich die Unfairness thematisiert, dass Balto der große Held wurde.

Fazit

Die tollen Bilder und Willem Dafoe kompensieren die erzählerischen Probleme des Abenteuerfilms und machen fast ein wenig traurig, dass "Togo" nur auf Disney+ zu sehen ist und nicht auf der großen Leinwand.

Autor: Sebastian Groß

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