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Quelle: themoviedb.org

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Netflix

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In einer von Superschurken terrorisierten Welt hat eine Frau den Prozess entwickelt, normalen Menschen Superkräfte zu verleihen. Aber als die Wissenschaftlerin Emily Stanton versehentlich ihre entfremdete beste Freundin mit unglaublichen Fähigkeiten ausstattet, müssen die beiden Frauen das erste Superhelden-Team werden.

Seit dem 9. April 2021 exklusiv auf Netflix.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Bei der Anzahl von Film- und Serienproduktionen die Superhelden*innen zum Thema haben, ist es eigentlich nur verständlich das neben den Produktionen, die die Weltenretter als seriöse Charaktere porträtieren auch eben jene gibt, die sich über die Heroen lustig machen oder diese gar als egomanische Bedrohungen zeigen. Die etwas andere Superhelden-Geschichte ist mittlerweile auch nicht mehr als Routine. Auch die Netflix-Produktion Thunder Force ändert daran nichts. Ganz im Gegenteil. Nach der Sichtung könnte man fast Lust bekommen irgendeinen generischen Marvel- oder DC-Blockbuster zu schauen, einfach nur um diese lieb- und lustlose Komödie aus dem Kopf zu bekommen, bzw. den Ärger über diese zu vergessen.

Die Ausgangslage von Thunder Force ist dabei durchaus vielversprechend: 1993 sorgen kosmische Strahlen kurze Zeit dafür, dass Menschen mit Hang zur Soziopathie Superkräfte entwickeln. Jahre später sorgen diese als Miscreants bezeichneten Schurken für Chaos im Land. In Chicago arbeitet die geniale Wissenschaftlerin Emily Stanton (Oscar-Gewinnerin Octavia Spencer, Ma - Sie sieht alles), die ihre Eltern durch einen Miscreants-Angriff verloren hat, an einer Möglichkeit Menschen mit unmenschlicher Stärke auszustatten, um den Bösewichten zu zeigen, dass sie mit ihren Verbrechen nicht ungestraft davon kommen. Als jedoch Emilys alte Schulfreundin, die burschikose Lydia (), im Labor auftaucht und blöderweise sich das Superhelden-Serum injiziert, muss umgeplant werden und die beiden Frauen werden zum titelgebenden Helden-Duo.

Was Thunder Force so enttäuschend macht ist nicht die Tatsache, dass er seine Welt nicht richtig aufbaut und nutzt. Es ist zwar auch bedauerlich, dass er viele durchaus interessante Möglichkeiten, die mit der Idee der Miscreants zusammenhängen, links liegen lässt, aber auch das ist verschmerzbar. Es ist mehr diese ungeheuerliche Lieb- und Lustlosigkeit, die sich permanent durch die Komödie schlängelt. Nichts wird hier richtig gemacht. Keine Idee wird sinnvoll weitergedacht, keine Pointe entsteht aus einer komödiantischen Progression. Alles wirkt wie dahin geklatscht. Egal ob es nun die Gags, die Figuren oder die (unwuchtigen) Actionszenen sind. Dazu bekommen Zuschauer die mit Melissa McCarthys frontal ausgerichteten Anarcho-Humor nichts anfangen können erneut frisches Futter, um gegen die zweifach oscarnominierte Schauspielerin zu wettern.

Im Falle von Thunder Force durchaus verständlich. Zwar ist die Figur der Lydia zu Beginn durchaus noch eher eine (nennen wir es einfach mal) McCarthy-Schorle, im späteren Verlauf ändert sich das aber und die Darstellerin, die durchaus schon bewiesen hat, dass sie auch andere Rollentypen spielen kann, liefert das übliche Repertoire ihres Fundus ab. Aber auch in diesen Bereich bleibt die Komödie fast schon seltsam brav sowie kraft- und glanzlos. Das Gleiche gilt auch für Octavia Spencer, deren Spiel als intelligente Forscherin so bieder und frei von echten darstellerischen Funken ist, dass man durchaus von einem Trauerspiel reden kann.

Selbst die Bösen in Thunder Force enttäuschen. So amüsant die Interaktion des Hauptschurken (, Boardwalk Empire) mit seinen Angestellten (darunter als Krabbenmann und die als Mantis aus Guardians of the Galaxy Vol. 2  bekannte ) auch ist, wirklich geschickt nutzen tut der Film es nicht. Vielleicht wäre die Netflix-Produktion mit einem andere*n Regisseur*in besser geworden. Inszeniert und geschrieben wurde Thunder Force von Ben Falcone, dem Ehemann von Melissa McCarthy. Gemeinsam 'erfreuten' sie uns bereits mit anstrengend unlustige Eskapaden wie Tammy - Voll abgefahren oder eben jetzt dieser Luftnummer. Das Traurige: Unter anderer Führung und etwas mehr Feinschliff und Politur hätte diese etwas andere Superhelden-Geschichte durchaus für erheiternde 100 Minuten sorgen können. So ist der Film aber eine Unannehmlichkeit seines Genres.

Fazit

Ein an und für sich interessanter Gedanke wird mit fadem Klamauk und öder Action aufgeblasen, ohne sich wirklich die Mühe zu machen die Idee dahinter auszuarbeiten. Herausgekommen ist so die unwitzige Superhero-Comedy "ThunderForce". Eine weitere herbe Enttäuschung aus der Komödien-Manufraktur des Ehepaars McCarthy und Falcone. Wo sind Amazons "The Boys", wenn wir sie mal wirklich brauchen?

Kritik: Sebastian Groß

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