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Ein zweites Best Exotic Marigold Hotel ist Sonnys Traum und nimmt ihn zeitlich sehr in Anspruch, obwohl auch die Heirat mit der Liebe seines Lebens, Sunaina, bevor steht. Ein neues Hotel ist allerdings dringend notwendig, denn in seinem Best Exotic Marigold Hotel ist nur noch ein einziges Zimmer frei - was ihn durch die Ankunft der beiden neuen Gäste Guy und Lavinia vor Probleme stellt. Die Dauergäste Evelyn und Douglas haben sich in Jaipur wunderbar eingelebt und gehen in ihrer Arbeit auf, aber ihre zarte Verbindung verunsichert beide. Norman und Carol durchlaufen die Höhen und Tiefen einer für sie ungewohnten, festen Partnerschaft, während sich Madge zwischen zwei ebenso begehrenswerten wie wohlhabenden Verehrern entscheiden muss. Muriel, die neue Ko-Managerin des Hotels, wacht über all diese Geheimnisse - auch ihre eigenen. Bis es zur traditionellen indischen Hochzeit kommt, durchlaufen alle Gäste des Best Exotic Marigold Hotel eine turbulente Zeit und plötzlich bieten sich auch noch vollkommen neue Perspektiven...
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Alte Menschen können einem schon leidtun. Nicht nur weil sie, nun ja, alt sind, sondern auch weil sie ebenfalls wie die Jugend eine Zielgruppe für Produkte sind, also auch für Filme. Und während für die Jugend große Blockbuster gemacht werden, bekommen die Generation 60+ Filme vorgesetzt, die meist nur eines zum Thema haben: das alt sein. Die letzten großen Filme mit älterem Personal im Hauptcast, versuchten stets die Lebensfreude ihrer Protagonisten ins Zentrum zu rücken, erzählten letztlich aber meist nur von deren Verfall. Diese stetige Fokussierung aufs Sterben, die dazu meist in bester Feel Good-Movie-Manier verpackt und verkleistert wird, begrenzt sein Zielpublikum somit auf den existentiellen Konsens des unabwendbaren Lebensendes. Na vielen Dank auch. Da dürfen sich die werten Senioren durchaus verarscht vorkommen. Einer dieser Filme war „Best Exotic Marigold Hotel“ von Oscar-Preisträger John Madden ("Shakespeare in Love"). Eine einlullend Edel-Schmonzette, die leider ganz und gar nicht sterben will und deswegen nun ihre Fortsetzung in der Form von „Best Exotic Marigold Hotel 2“ erhalten hat. Hach, uns bleibt auch wirklich nichts erspart.

Erneut versammelt sich der Cast des ersten Teils, darunter internationale Stars wie Judi Dench, Bill Nighy und Maggie Smith, um die Geschichte des titelgebenden Hotels, seinen Gästen und seines Besitzers Sunny(Dev Patel) weiterzuerzählen. Das Ergebnis ist eine episodenhafte Erzählung. Während Sonny mit Hilfe der autokratischen aber letztlich doch sympathischen Muriel (Smith) versucht sein Hotel ein Franchise-Unternehmen schmackhaft zu machen und es dazu noch mit einem vermeintlichen Hoteltester Guy (Richard Gere) zu tun bekommt sowie mit den Hochzeitsvorbereitungen mit seiner Verlobten Sunaia (Tena Desai), versucht der schmachtende Douglas (Nighy) Evelyn (Dench) zu erobern, die wiederrum gerade beginnt als Handelsvertreterin für Textilien in Indien Karriere zu machen, während die promiskuitive Madge (Celia Imrie) sich nicht entscheiden kann welchen ihrer zwei, vermögenden indischen Liebhabern sie das Ja-Wort geben soll (vielleicht findet sie die wahre Liebe ja auch abseits vom Luxus, wer weiß) und Restaurantbesitzer Norman (Ronald Pickup) hat aus Versehen scheinbar einen Auftragsmörder auf seine Frau Carol (Diana Hardcastle) angesetzt. Tja, diese Senioren, immer für einen Spaß zu haben.

Was sich auf dem Papier vielleicht noch vital und rudimentär unterhaltsam anhört, verkommt im Film allerdings zu einem zweistündigen Tourismus-Spot für Indien. Das indische Setting ist erneut nett ausgewählt. Dabei standen wohl die Broschüren der Reiseanbieter Pate: farbenfroh Kulissen und Feste, lassen von der fernen Welt träumen, doch das Sequel spart die unschönen Seiten des Landes aus. Armut kommt nur dann vor, wenn sie der Film romantisieren kann. Eigentlich wird hier alles romantisiert, fast so als ob es nicht anders machbar wäre ein gutes wie schönes Gefühl zu erzeugen. Doch das wirkt alles zu affektiert. Es erscheint wie eine irreale Welt, erschaffen fürs Zielpublikum, die statt guter Geschichten, interessanten Figuren und etwas Substanz einfach nur für zwei Stunden stupide Alltagsberieselung wollen.

Die Mischung aus Schubladendenken und langweiliger Geschichten macht „Best Exotic Marigold 2“ zu keinem guten Film. Das abgestandene Sahnehäubchen ist allerdings, dass es auch hier wieder eine Figur gibt, die einzig und alleine auf die letzten Atemzüge begrenzt wird. Der Tod ist eben unumgänglich und er kann richtig schön romantisiert werden. Eher störende Elemente wie Demenz oder der kräftezehrende Kampf gegen physische wie psychische Gebrechen, wird dabei entweder komplett außen vor gelassen oder sogar als eine der wenigen Charakterisierungspunkte einer Figur genutzt. So verkommt der Tod innerhalb von „Best Exotic Marigold 2“ als Attraktion, auf die regelrecht narrativ hingearbeitet wird. Auch wenn dies alles vor wunderschöner Kulisse geschieht, der ranzige Geschmack von systematischer wie unreflektierter Unterhaltungsmechanik haftet dieser elendigen Methodik an und macht die Fortsetzung, bei der Regisseur John Madden selbst das Drehbuch verfasste, fast unerträglich. Auch die anderen Geschichten plagen sich mit ähnlichen Problemen herum, denn alles in „Best Exotic Marigold Hotel 2“ scheint aus der Simplizität rasch konsumierbarer und schnell wieder vergessener Uralt-Klischees zu bestehen.

Fazit

Die Fortsetzung zu einem schon nicht sehr gelungenen Erstling erweist sich als ein larmoyantes, gerontologisches Glückseligkeits-Spektakel, so trivial wie farbenfroh. Nicht mehr als ein überlanger, menschlich und gesellschaftlich verlogener Werbespot für den indischen Tourismusverband.

Autor: Sebastian Groß

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