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Quelle: themoviedb.org

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Literaturstudent Liam beginnt einen vielversprechenden Job als Hauslehrer des Sohnes von Starautor J. M. Sinclair. Einmal auf dem Landsitz des undurchsichtigen Schriftstellers angekommen, erkennt Liam bald, dass die Familie dunkle Geheimnisse hat. Statt wie geplant an seinem eigenen Roman zu arbeiten, wird er in ein Geflecht aus Intrigen gezogen. 

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Große Schriftsteller stehlen“, lautet die blasiert-banale Bilanz der langatmigen Leinwand-Lektion, auf deren Schlüsselsatz und Schlussfolgerung Alice Troughton (In The Flesh) so stolz ist, dass sie selbige gut ein halbes Dutzendmal in ihr fades Kinodebüt packt. Drehbuchautor Alex MacKeith ist ebenfalls sehr bedacht, zu vermitteln, dass Klauen und Kopieren von Ideen, derer es laut der didaktischen Dialoge sowieso keine neuen gäbe, der modus operandi ist. Nur wählt er dafür die kaum subtilere, aber dafür umso ermüdendere filmische Form. 

Deren Mangel an Originalität könnten etwas Ironie und Selbstreflexion von der Schwäche zur Stärke verwandeln. Doch die spannungsfreie Seifenoper, der zum Thriller die nötige Suspense und zum Charakterdrama der psychologische Tiefgang fehlt, ist vom eigenen Genie so überzeugt wie der alternde Starautor J. M. Sinclair (Richard E. Grant, Saltburn). Als Nachhilfelehrer dessen Sohnes Bertie (Stephen McMillan, Dead Shot) entdeckt Universitätsabsolvent Liam (Dary McCormack, Twisters), selbst aspirierender Autor, die dunklen Seiten seines Idols, dessen zweiter Sohn sich das Leben nahm.  

Wie bei Klappentexten nicht selten der Fall, klingt die Synopsis der mutlosen Mixtur aus Familiendrama, Krimi und - soll das Erotik sein? - merklich spannender als sie am Ende ist. Das einzige Geheimnis ist sofort durchschaubar und die Figuren, darunter July Delpy (My Zoe) als Sinclairs gefrustete Gattin Hélèle, sind bloße Schatten von Groschenroman-Klischees. Würde der überkonstruierte Plot seine Trashigkeit wenigstens zelebrieren, bekäme das katatonische Kapitel vielleicht zumindest ein bisschen Schwung. Wieder was gelernt. Das heißt - nein, eigentlich nicht. 

Fazit

Wird in einer Szene Alice Troughtons ungelenken Leinwanddebüts das Erstlingswerk eines elitären Literaturstudenten als Erguss auf dem Niveau einer Bahnhofsbuchhandlung, das bestenfalls eine Kurzgeschichte abgeben könnte, bezeichnet, wirkt das wie unbewusste Selbstkritik ihres derivativen Möchtegern-Thrillers. Dessen passabler Cast aus vielversprechenden Jungtalenten und Has-Beens erscheint verständlicherweise zu gelangweilt von den seichten Stereotypen, um mehr als das Minimum zu schauspielern. Die abstruse Story ergibt weder psychologisch noch dramaturgisch Sinn und was noch schlimmer ist: langweilt zu Tode. 

Kritik: Lida Bach

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