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Quelle: themoviedb.org
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  • 17 Min
  • Regie
  • Drehbuch
  • Cast

Inhalt

Ein verbotener Fernsehabend am Schabbat fliegt auf – und legt ein Geflecht aus kleinen und großen Lügen frei.

Kritik

Fernsehen am Schabbat-Abend ist strengstens verboten oder etwa doch nicht? In vielen jüdischen Filmen werden die kleineren und größeren Sünden am Schabbat problematisiert und die religiösen Verbote werden meist in humorvoller Art und Weise aufgearbeitet. Auch der Kurzfilm The Holiness reiht sich hier ein und legt den Fokus auf die Zerrissenheit seiner Figuren. Einerseits wollen sie als jüdische Eltern (Noa Koler, Eine, die sich traut und Assi Cohen, München) mit gutem Beispiel vorangehen und ihre Kinder gottesfürchtig erziehen, doch anderseits schalten sie völlig ungehemmt an einem Freitagabend den Fernseher ein, was strengstens verboten ist, und dabei werden sie auch noch von ihren Kindern (Yarden Arish und Amir Tessler) erwischt. Diese Kinder sind natürlich viel weniger motiviert, sich an die religiösen Verbote zu halten, besonders, wenn diese Verbote anscheinend nur für sie gelten.

Die Doppelmoral lässt grüßen und The Holiness offenbart die größte Schwierigkeit, die man als religiöser Mensch hat: Eigentlich will man sich ja an alle Gebote und Verbote halten, aber man denkt sich auch, dass es weniger schlimm ist, wenn es keiner mitbekommt, dass man dagegen verstößt. Nach dem Motto „Wenn ich es heimlich mache, dann ist es schon in Ordnung“. Diese Einstellung der Eltern ist eine Steilvorlage für viele Witze, deren Dichte für einen Kurzfilm erstaunlich hoch ist. Etwas völlig Banales wie Fernsehen entwickelt sich zu einer mittelgroßen Katastrophe und die Rebellion der Kinder zeigt, dass die jüngere Generation sich mit der Religion auseinandersetzt und vieles hinterfragt, während sie sich ihren Weg in die Freiheit bahnt. The Holiness lehnt die Religion nicht ab, sondern behandelt liebevoll und humorvoll das Dilemma, in dem viele Juden stecken.

Fazit

Ein witziger und liebevoller Kurzfilm über Doppelmoral und religiöse Verbote am Schabbat.

Kritik: Yuliya Mieland

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