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Als der alternde Music-Hall-Clown Calvero eines Abends nach Hause kommt, riecht er Gas im Treppenhaus. Kurzerhand bricht er die Tür zu einer Wohnung auf und rettet eine bewusstlose Frau. Es ist die junge Tänzerin Terry, die sich das Leben nehmen wollte. Calvero kümmert sich rührend um die junge Frau, und so fasst Terry neuen Lebensmut.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

ßCharlie Chaplin (Goldrausch), Pionier des Stummfilms und Ikone der Filmgeschichte. Beinahe jeder kennt seine großen Klassiker, doch nur wenige wissen, was danach kam. Für die meisten Zuschauer beginnt es mit Der Vagabund und das Kind und findet mit Der große Diktator ein jähes Ende. Dass er sich beispielsweise in Der Frauenmörder von Paris von seiner ernsten Seite zeigt, ist vielen unbekannt und auch Rampenlicht gehört zu den sträflich vernachlässigten Werken des Altmeisters. Wunderlich, denn abseits aller Qualitäten sollten allein einige große Namen genug interessierte Zuschauer anlocken. So tritt neben Chaplin selbst auch zum ersten Mal dessen größter Konkurrent Buster Keaton (Der General) in einer gemeinsamen Szene auf und als Regieassistent war kein geringerer als Robert Aldrich (Rattennest) tätig. Wahrscheinlich war Chaplin zu dieser Zeit einfach bereits aus den Köpfen der Zuschauer verschwunden, ein verblassender Name, den man zwar in Ehren hält, sich aber nicht mal im Klaren darüber ist, ob er überhaupt noch unter den Lebenden wandelt.

So lernen wir Calvero (oder besser gesagt den alternden Chaplin) kennen, der als ergrauter Varieté-Star ein einfaches und bescheidenes Leben führt. Für seine Auftritte interessiert sich keiner mehr, stark dem Alkohol zugetan spricht er zwar noch immer von großen Ideen, nur darüber lachen will freilich keiner mehr. Irgendwie scheint er sich in dieser Mischung aus altem Glanz und mitleidigem Verfall jedoch ganz gut zu gefallen, zumindest bis er die junge Terry rettet, die sich im Anschluss auch bei ihm revanchiert. So entsteht eine interessante Wechselwirkung zwischen der abgestiegenen Größe und der vielversprechenden Newcomerin, eine Beziehung, die beiden ebenso schadet wie guttut. So entsteht alsbald eine mit jeder Menge Metaelemente gespickte Dramödie, die für Chaplin gewohnt offenherzig daherkommt, aber dennoch mit einigen bitterbösen Momenten durchsetzt ist.

Ohne Zweifel ist Rampenlicht der persönlichste Film Chaplins und kann wohl nur dann wirklich funktionieren, wenn man bereits einige seiner großen Klassiker gesehen und sich darüber hinaus etwas mit seiner Person auseinandergesetzt hat. So besteht die Besetzung des Films zu einem großen Teil aus Freunden und Bekannten, während die Handlung selbst sehr offenkundig autobiografische Züge trägt. Gewissermaßen ist der Film damit so etwas wie ein letzter Gruß, gleichermaßen Geschichtsstunde wie aufregende Anekdote über das Showbusiness und in seiner nostalgischen Machart nie affektiert oder übertrieben. Chaplin selbst ist darin nicht nur optisch, sondern vor allem moralisch gealtert respektive gereift und gibt als vergessener Varieté-Star Weisheiten an eine jüngere Generation weiter. Doch auch der Chaplin hinter der Kamera scheint sich seiner selbst angenehm bewusst zu sein und entwickelt ein ehrliches und nicht immer wohlwollendes Porträt seiner selbst.

Fazit

Seine großen Zeiten lagen längst hinter ihm und doch drehte Charlie Chaplin 1952 einen der besten und auch unterschätztesten Filme seiner Karriere. Seinen eigenen Abstieg macht der Stummfilmpionier kurzerhand zum Thema des Films und so ist „Rampenlicht“ eine Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit von Ruhm und den beiden Medaillenseiten des künstlerischen Daseins. Auch die bittere Portion Wehmut wirkt nie aufgesetzt und so ist der Film in seiner nostalgischen Art ein Fest für alle Anhänger des berühmten Komikers.

Autor: Dominic Hochholzer

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