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Quelle: themoviedb.org

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Sie sind groß, gefährlich, unglaublich gefräßig und sie sind zurück: Die Piranhas. Dieses Mal verschlägt es die fleischfressenden Fische mit den messerscharfen Zähnen hierbei in den Big Wet Water Park, der gerade vor einer großen Neueröffnung steht. Dies ist zumindest der Plan von Geschäftsführer Chet (David Koechner), der kurzerhand den einstigen Familien-Park in ein Porno-Becken sondergleichen verwandelt hat, inklusive scharfer Rettungsschwimmerinnen sowie den Legendären David The Hoff Hasselhoff als Gaststar. Doch er hat die Rechnung ohne die blutrünstigen Piranhas gemacht, die erneut, rund ein Jahr nach den Geschehnissen im Lake Victoria, ein wahres Wasser-Massaker anrichten wollen. Einzig die tapfere Maddy (Danielle Panabaker) sowie ihre beiden Freunde Kyle (Chris Zylka) und Barry (Matt Bush), stellen sich den Urzeitmonstern in den Weg. Doch der blutige Kampf hat längst begonnen…

Kritik

Bereits seit 1978, seitdem Regisseur Joe Dante ironisch sowie blutig das erste Mal die gefräßigen Fische auf das Publikum los lies, begleiten uns Piranhas seit jeher im Bereich des Horror-Genres. Hierbei stets blutig, gefräßig und unglaublich mies gelaunt. Zuletzt gelang es so Regisseur Alexandre Aja (Mirrors) mit seinem vor Brüsten wie Blut nur so sprudelnden Piranha 3D erneut die Zuschauer zu begeistern und offenbarte ein ironisches, humorvolles wie übertrieben gewalttätiges Werk voller politischer Unkorrektheit, welches den Begriff Trash mehr als verdient hatte. Der Spaß stand im Vordergrund und so war der perfekte Bier sowie Popcorn Film geboren. Nun, knapp zwei Jahre später, folgt mit Piranha 3DD (mehr D’s mehr Action, so zumindest die Promo) der Nachfolger, welcher erneut ein spaßiges Treiben bieten soll. Doch wie bereits 1981, als der erste Piranha seinen Nachfolger bekam (mit Beteiligung eines noch jungen James Cameron), geht auch dieses Experiment furchtbar schief. Denn trotz einer neuer lockenden Besetzung (Christopher Lloyd,  Gary Busey sowie David Hasselhoff), zeigt sich das Sequel recht ideenarm sowie harmlos. Die Devise lautet weniger ist weniger und so wiederholt sich nicht nur uninspiriert die Geschichte, sondern auch der Humor sowie der Blutfaktor bleiben allzu oft auf der Strecke. Und bei einer Laufzeit von effektiv nur noch 70 Minuten (zehn Minuten sind reiner Abspann), ist auch der Begriff Kurzweilig eindeutig fehl am Platz.

Dabei fängt Piranha 3DD durchaus vielversprechend mit einem kurzen Auftritt eines sichtlich altgewordenen Gary Busey (Gefährliche Brandung) an. Ein paar Schockmomente sowie Furz-Witze später, ist dann aber bereits die Luft raus. Denn was folgt ist eine sichtlich gelangweilte Story, die zwar erneut auf ordentlich nackte Tatsachen sowie Blut setzt, hier aber gegenüber dem Vorgänger eindeutig den Kürzeren zieht. Denn was als Selbstparodie aufgezogen wird, funktioniert aufgrund schlechter Schauspielerischer Leistungen sowie unterirdischer Dialoge nicht einmal im Ansatz. Da werden dann ohne Grund Teenies von Piranhas massakriert (die zumeist nur einzeln vor der Kamera hin und her sausen), ein cooler Pseudo-Polizist darf um die Gunst der Hauptprotagonisten buhlen und die vielen eingeführten Nebenfiguren, wirken zumeist demotiviert  sowie platziert.  Langeweile sowie uninspirierte Szenen übernehmen daher schnell die Vorherschafft und dies trotz eines aufgedrückten hohen Blut- und Brüste-Pegels. Eine komplette Katastrophe ist indes der Film von Regisseur John Gulager (welcher bereits die Feast-Reihe in den Ruin zog) jedoch nicht ganz. Dies liegt zum einen an ein bis zwei wirklich hervorragend dargestellten Szenen, die eine dreht sich hierbei um Geschlechtsverkehr und einen sichtlich ungebetenen Gast, sowie einiger Gaststars, die zumindest versuchen, etwas Spaß in den Film zu bringen. Gary Busey darf hier zwar leider nicht viel präsentieren, doch dafür punkten ein selbstironischer Ving Rhames (Pulp Fiction) und ein sichtlich gut gelaunter David Hasselhoff.

Über den Auftritt vom The Hoff darf aber deutlich debattiert werden. Denn schauspielerisch war der Held des Strandes noch niemals eine Ikone und auch seine übertriebene Selbstdarstellerische Art, könnte eventuell falsch wirken. Alkohol, der rote Anzug, seine berühmten Posen sowie die Musik von Baywatch gehören aber dazu und zeigen zumindest im Anflug eine Menge Humor, der vielleicht nur richtig gedeutet werden muss.  Was indes nicht gedeutet werden muss, ist die geringe Laufzeit. Denn in nur knapp 70 Minuten ist die Geschichte rund um Brüste und Blut bereits vorbei. Zwar folgen noch insgesamt 10 Minuten Abspann, mit Outtakes, kurzen Clips und noch mehr David Hasselhoff, doch Humor oder geistreiche Unterhaltung sucht man hier vergebens. Und gerade hier zeigt Piranha 3DD seine wahre Natur: Geldmacherei. Denn besonders in den letzten Szenen merkt der Zuschauer, dass hier niemals wirklich durchdacht ein Drehbuch geschrieben wurde. Es wirkt, als hätten sich die insgesamt fünf Drehbuchautoren mal auf ein Bier getroffen und schnell etwas niedergeschrieben, was eventuell das Publikum lockt. Doch dies reicht eben nicht, um einen spaßigen Trashfilm zu kreieren, der sich von seinem Vorgänger abheben kann. Wer also auf blutrünstige Piranhas sowie ordentlich Sex steht, sollte sich lieber erneut Piranha 3D ansehen, denn hier gibt es nur eine feuchte wie zahnlose Überraschung.

Fazit

Mehr Blut, mehr Brüste und noch mehr Piranhas? All dies gibt es in "Piranha 3DD" nicht. Viel eher präsentiert Regisseur John Gulager ein uninspiriertes wie langweiliges Machwerk, welches nicht mal als spaßiger Trashfilm richtig funktioniert. Da helfen auch nicht ein selbstironischer David Hasselhoff oder sonst noch so viel Sex, denn schlecht bleibt eben schlecht.

Autor: Thomas Repenning

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