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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Die verletzte Tänzerin Sabina () lebt in einer gescheiterten Beziehung. Als sie die Hauptrolle bekommt, von der sie schon immer geträumt hat, wird sie von ihrem Freund Ramsay () verlassen und er zieht mit seiner neuen Freundin Alvy () in die Kleinstadt. Sabina vernachlässigt ihren Traum, um den beiden zu folgen und sich mit Alvy anzufreunden, um sich in Ramsays neues Leben einzuschleichen.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Filme über obsessive Ex-Partner gibt es einige und diese sind auch häufig recht ähnlich strukturiert. Passion & Betrayal geht das Thema allerdings etwas anders an. Denn Regisseur und Autor Todd Bogin geht hier größtenteils um einiges subtiler vor als beim üblichen Stalking Film, weil es eben nur um das langsame Einschleichen in das Leben des anderen geht und nicht darum, das gesamte Leben des Gegenübers zu zerstören.

Die Geschichte selbst fängt dabei sehr schwach an, was es dem Zuschauer gleich zu Beginn im 1. Akt schwer macht, überhaupt einen Zugang zum Film zu finden. Als wäre das nicht genug, sind die Dialoge so unnatürlich geschrieben, dass es schmerzt. Das Drehbuch möchte dem Zuschauer jedes Charaktermotiv und jede Handlungsentwicklung verdeutlichen und vernachlässigt dabei jede Authentizität.

Auf Authentizität wird auch in der Story nicht sonderlich viel Wert gelegt, wenn Sabina zum Beispiel viel Zeit mit Alvy in der Kleinstadt verbringt, ohne dass Ramsay irgendwas davon mitbekommt. Wenn Alvy und Ramsay sich abends unterhalten, ist es recht unglaubwürdig, dass Alvy nie erwähnen würde, mit wem sie den Tag verbracht hat. Das Ende des Films funktioniert dann aber trotz des Foreshadowings ganz gut und bietet interessante philosophische Details, wie zum Beispiel, dass es unmöglich ist den Dämonen seiner Vergangenheit zu entkommen.

Der Film setzt in seiner Erzählung auch immer wieder auf Traumsequenzen und Montagen, was grundsätzlich nicht sonderlich gut aufgeht. Die Traumsequenzen sind uninspiriert und langweilig inszeniert, wodurch sie sich nicht vom Rest des Filmes abheben und sie treffen dabei auch nicht wirklich eine Aussage. Die Montagen funktionieren trotz der enthalten Traumsequenzen etwas besser, weil sie genutzt werden, um dem Zuschauer Charakter- und Story-Entwicklungen in kurzer Zeit näher zu bringen.

Und auch inszenatorisch ist das Debüt von Todd Bolgin eher schwach. Der Look insgesamt ist zwar stimmig, aber zusätzlich zu den uninspirierten Traumsequenzen ist der Schnitt oft sehr auffällig, was hier aber nicht als Stilmittel genutzt wird, um den Zuschauer ein mulmiges Gefühl zu geben, sondern als unterirdische Schnittarbeit zu verstehen ist. Das Todesurteil für einen Thriller dieser Art ist es aber, dass zu keiner Sekunde Spannung aufkommt, was daran liegen könnte, dass einige Szenen regelmäßig zu lange stehen bleiben, ohne dass etwas Nennenswertes passiert.

Darstellerisch ist der Film eher ein zweischneidiges Schwert, da die Hauptdarstellerin Liana Liberato die zwiegespaltenen Gefühle, so wie die Nervosität und die Traurigkeit, wirklich überzeugend spielt, die Darsteller um ihr herum aber höchstens mittelmäßig spielen. Vor allem Jordan Rodrigues fällt immer wieder negativ auf, da er meistens sehr stark übertreibt, wodurch sein Charakter trotz seiner bösen Art immer wieder unfreiwillig komisch wirkt. Rumer Willis, die Alvy verkörpert, spielt dagegen gut genug, damit wir zumindest ihren Charakter sympathisch finden können.

Mit den Charakteren ist das zudem so eine Sache. Ramsay ist sehr überzogen geschrieben und seine ausschließlich negativen Charakterzüge werden dem Zuschauer permanent offengelegt. Dadurch fällt es schwer zu verstehen, warum Sabina überhaupt so sehr in ihn verliebt ist und ihr Verhalten diesbezüglich wirkt eher irritierend. Aus diesem Grund ist es zwar schwer sich als Zuschauer mit ihr zu identifizieren, aber dadurch wird deutlich, wie blind sie vor Liebe ist und wie schwer es ihr fällt, rationale Entscheidungen zu treffen.

Fazit

Passion & Betrayal entpuppt sich innerhalb des Genres bestenfalls als mittelmäßig, auch wenn die negativen Aspekte beim Schauen deutlicher ins Gewicht fallen als die positiven. Die Erzählung ist langweilig, die Inszenierung lässt Spannung vermissen und auch die Charaktere machen einem das Spiel wenig zugänglich. Zumindest die subtile Herangehensweise ist interessant. Für einen guten Genre-Film reicht dies aber leider beim besten Willen nicht aus.

Kritik: Rene Lentsch

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