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In Panik und mit einer Axt in den zitternden Händen versucht die junge Frau, sich ihren zombiefizierten Freund vom Leib zu halten. Leider vergebens. Da stürmt plötzlich Higurashi (Takayuki Hamatsu) wutentbrannt heran: Schon wieder hat sein semi-talentierter Cast eine Szene versaut - im 42. Take! Der Nachwuchsregisseur will doch einfach nur einen blutigen Zombiefilm drehen. Als aus heiterem Himmel echte Zombies auf der Bildfläche erscheinen, sind Higurashis Probleme gelöst. Flugs schnappt er sich die Kamera und hält damit auf seine Crew und die Schauspieler, die endlich in echter Panik vor den realen Untoten Reißaus nehmen.

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Kritik

Mit diesem Erfolg hat wohl niemand gerechnet: Für gerade einmal 25.000 Dollar entstand One Cut of the Dead im Anschluss an ein Seminar für Filmschaffende, das Regisseur Shin'ichirô Ueda vorab besuchte, nach bereits 8 Tagen war der Film abgedreht. Veröffentlicht wurde die Zombie-Komödie zunächst nur in einem japanischen Kino, fand dann aber nach und nach auf diversen (weltweiten) Festivals seinen Platz und mauserte sich schnell zum Publikumsliebling, sodass schließlich ein landesweiter Kinostart in Japan folgte. Letztendlich konnte der Film allein in seinem Heimatland knapp 28 Millionen Dollar einspielen, was mehr als das 1000-fache seines Budgets bedeutet. Ein Erfolg, der vor allem damit zu tun hat, dass der Film unheimlich witzig und originell daherkommt. Auch Hollywood bekam schon Wind von der Sache und sicherte sich für ein Remake die Rechte. 

Je weniger man über One Cut of the Dead weiß, desto besser fällt das Seherlebnis aus. Daher soll es in dieser Besprechung nur ums Wesentliche gehen. Der Film beginnt am Set eines Low Budget-Filmdrehs, ein energischer Regisseur brüllt gerade seine Crew nach dem 42. Take an, da er mit dem Ergebnis noch immer nicht zufrieden ist. Gedreht werden soll ein handelsüblicher Zombiestreifen, wie man ihn schon unzählige Male gesehen hat, bis schließlich wirklich Untote über das Set herfallen. Zu Beginn kann One Cut of the Dead sehr irritierend ausfallen, vieles ergibt zunächst keinen Sinn, der Ablauf ist chaotisch und die ganze Produktion wirkt recht billig und stark überdreht. Charmant und humorvoll ist der Film gewissermaßen jetzt schon, wenn man ein Herz für Trash hat und sich auf den fabrizierten Blödsinn einlassen kann, mit Sicherheit werden aber einige Zuschauer zunächst vor den Kopf gestoßen. Hier ist Geduld und Vertrauen in den Film gefragt, denn nach seinem ersten Drittel eröffnet die Zombie-Komödie, die auf mehreren Meta-Ebenen spielt, ganz neue Seiten, die sie zu etwas ganz Besonderem machen. 

Zombies zerfleischen zunächst nach und nach die Crewmitglieder, der Rest kämpft in und um eine Fabrikhalle herum ums nackte Überleben. Beeindruckend hierbei ist bereits, dass dieser Beginn, der sich über 37 Minuten hinweg erstreckt, in nur einem einzigen Take gedreht wurde, ganz wie es der Titel des Films bereits verrät. Das macht ihn schon hier aus technischer Sicht interessant, wird mit fortlaufender Zeit aber noch um einiges spannender, wenn er an weiteren Facetten gewinnt. One Cut of the Dead mag simpel aufgebaut wirken, eben wie ein weiterer gewöhnlicher Zombie-Film aus dem B-Movie-Bereich, ist tatsächlich aber wirklich clever konstruiert. Das zeichnet sich bereits im Mittelteil des Films ab und wird spätestens im letzten Drittel dann überdeutlich, wo nochmal alles Vorige auf den Kopf gestellt wird. Hier entzündet One Cut of the Dead ein wahres Feuerwerk an (wahn-)witzigen Ideen! 

Fazit

Ein Überraschungshit, der seinen Hype redlich verdient hat. Wer sich für das Medium Film interessiert, für Zombies und/oder einfach nur herzhaft lachen will, ist bei "One Cut of the Dead" an der richtigen Adresse. Am besten völlig uninformiert den Film herangehen und den durchgeknallten Spaß genießen. 

Autor: Sebastian Stumbek

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