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Als sich der Auftragskiller Gon (Jang Dong-gun) in eines seiner Opfer verliebt, Mo-kyeong (Kim Min-hee), muss er sich zwischen zwei Welten entscheiden.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Das Action-Kino aus Südkorea konnte in den letzten Jahren beweisen, dass nicht nur alleine das amerikanische Kino das Genre bestimmt, sondern auch, dass noch lange nicht alle Geschichten erzählt sind. Und nicht nur dies: Gerade technisch ist aktuell das koreanische Kino allen anderen eine ordentliche Länge voraus, sodass Schönheit, Gewalt und vielschichtige Geschichten sich zu kleinen kunstvollen Meisterwerken vereinen. Eines hierbei war 2010 die zweite Regiearbeit von Autor und Regisseur Jeong-beom Lee.  So war „The Man from Nowhere“ düster, knallhart, eindrucksvoll, melancholisch und fantastisch untermalt, sodass der Film längst Kultstatus genießt. Umso schneller gerät daher nun der neue Film von Jeong-beom Lee in den Fokus, der abermals das Action-Kino bestimmen soll. Und ja, erneut gelingt es dem Newcomer mit einfachen Mitteln eine tragische wie bewegende Handlung zu erzählen, die zuweilen gerne an die Glanzzeit des Heroic Bloodshed erinnert. Und auch der Titel „No Tears For The Dead“ (OT: „U-neun nam-ja“) kommt nicht von ungefähr, sodass Genre-Fans voll auf ihre Kosten kommen. Allerdings scheitert Jeong-beom Lee dennoch etwas an seinen eigenen Ambitionen.

Ein einsamer Killer entdeckt Reue, Liebe und Vergebung, eine unaufhaltsame Killer-Gruppe, ein Opfer mit der Symbolik der Unschuld sowie ein Finale, welches einzig den Tod kennt? Nun, dies ist nicht unbedingt neu im Genre und lieferte uns bereits eindrucksvoll Regisseur Christophe Gans im Jahre 1995 mit dem Kultfilm „Crying Freeman - Der Sohn des Drachen“. Vielleicht ist dies ein Grund dafür, dass zuweilen „No Tears For The Dead“ mit einer gewissen Vorhersehbarkeit zu kämpfen hat, die auch Ideenarmut hervorruft. Jedoch wird dies dem Film an vielen Stellen nicht ganz gerecht. Denn während gerade optisch eine absolute Pracht offenbart wird, ist auch die Action außergewöhnlich, knallhart und finster, sodass vor allem das Finale zu einem wahren Highlight wird. Dies zusammen mit einer Männerfreundschaft die in Feindschaft umschwingt, liefert immer wieder schöne Momente, die Tiefe, Tragik und eine gewisse Melancholie hervorrufen. „No Tears For The Dead“ liefert daher eine klare Botschaft. Und gerade daher geht Jeong-beom Lee einen regelrecht kompromisslosen Weg. Allerdings fehlt dem Film dennoch eine entscheidende Komponente: Eine gewisse Nachvollziehbarkeit.

Denn wo uns Gon (fantastisch gespielt von Genre-Veteran Dong-gun Jang – „Brotherhood“, „Prisoners of War“) schnell ans Herz wächst, bleiben seine eigentlichen Motive lange im Dunkeln und auch eine gewisse Reue wird nicht transparent gemacht. Viel schwerer wiegt jedoch die fehlende Liebe zwischen Gon und Min-hee Kim („Ddeu-geo-woon-geot-e-jo-a“). Zwar ist die Vorgeschichte passend und liefert genügend Tragweite, sodass Gon nur noch einen Weg kennt, aber das entscheidende Stilmittel der Gefühle bleibt in „No Tears For The Dead“ außen vor. Gerade im explosiven Finale führt dies zu einer gewissen Distanz. Schade, denn gerade hier hätte dies zu einem Schlussakt geführt, der Tränen hervorgerufen hätte. Den passenden Gegenentwurf zu Gon liefert unterdessen Brian Tee („Wolverine: Weg des Kriegers“), der eindeutig mehr Bösewicht-Rollen ergattern sollte.

Fazit

„No Tears For The Dead“ ist vielleicht kein zweiter „The Man from Nowhere“ (gemessen an der Qualität), liefert uns aber einen eindrucksvollen, kraftvollen und intensiven Action-Thriller, der gerade in seinen explosiven Momenten klare Highlights liefert. Jedoch bleiben Gefühle im Film eine Randnotiz, sodass eine gewisse Distanz bleibt. Schade, denn gerade hier hätte das tragische Heroic Bloodshed Märchen punkten können.

Autor: Thomas Repenning

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