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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Innerhalb von 24 Stunden durchlebt Feña die Bandbreite seiner Emotionen. Menschen, die mit seiner Transition verloren geglaubt schienen, tauchen wieder auf. Wichtig ist nicht nur, was sich verändert, sondern auch, was bleibt.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Dass überprivilegierte cis-männliche Regisseure wie Lukas Dhont für ihren spekulativen und pathologisierenden Blick auf trans Menschen und LGBTQ+ Themen mit Festival-Preisen überhäuft werden, unterstreicht die enorme Bedeutung authentischer Stimmen. Eine solche ist Vuk Lungulov-Klotz, dessen persönliches Kinodebüt die schwierige Balance zwischen Loslassen und Festhalten in Übergangsprozessen auslotet. Wahrhaftigkeit gegenüber der eigenen Person zeigt sich in der kondensierten Handlung als beständiges Abwägen zwischen Konstanz und Wandel.

Zweiter geht weit hinaus über die Transition des jungen Protagonisten (ein exzellenter Lío Mehiel), den die Begegnung mit drei grundverschiedenen Personen seiner Vergangenheit zum Hinterfragen einschneidender Entscheidungen bringt. Ein Zufallstreffen mit seinem straighten Ex John (Cole Doman, Gossip Girl), die Anreise seines chilenischen Vaters Pablo (Alejandro Goic, Too Late Too Die Young) das überraschende Auftauchen seiner 14-jährigen Halbschwester Zoe (MiMi Ryder) erinnern Feña an die Beziehungen, die er um seinetwillen aufgeben musste.

Dabei geht es dem Regisseur und Drehbuchautor nicht darum, den zurückliegenden Weg seines Hauptcharakters zu kritisieren. Stattdessen erinnern der auf den reichlich knappen Zeitraum eines Tages beschränkte Plot, dass ein veränderter gegenwärtiger Zustand auch ein neues Licht auf vormals notwendige Entschlüsse werfen kann. Mathew Pothiers ungeschliffene Kameraaufnahmen, die selbst den trivialsten Orten unvermittelt eine bestechende Atmosphäre verleihen, verstärken subtil diese situative Wandelbarkeit des scheinbar Absoluten.

Fazit

Dezenter Humor, empathische Charaktere und eine am Indie-Kino der 90er orientierte visuelle Dynamik, die nie vom Subjektiven ins Sentimentale kippt, machen Vuk Lungulov-Klotz zeitaktuelle Spielfilm-Debüt zu einem Highlight in einem eher schwachen Jahr der Berlinale Generation. Am Ende des chaotischen Tages im Leben des jungen trans Protagonisten wartet die herbe Erkenntnis, dass die richtigen Entscheidungen genauso schmerzen können wie die falschen, und beide Narben hinterlassen.

Kritik: Lida Bach

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