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Inhalt

Byeong-soo (Sol Kyung-gu) war einst ein Serienkiller, 17 Jahre ist sein letzter Mord her. Heute leidet der Mann unter Alzheimer und muss sich als Alleinerzieher um seine Tochter Eun-hee (Kim Seol-hyun)kümmern. Als plötzlich ein weiterer, heute noch aktiver Serienkiller (Kim Nam-gil) in der Kleinstadt die Bühne betritt, gerät die junge Eun-hee in Gefahr. Um seine Tochter zu beschützen, muss Byeong-soo Jagd auf den Mörder machen und dabei gleichzeitig gegen seinen Gedächtnisschwund kämpfen.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Mit düsteren Thrillern sind die Südkoreaner genau in ihrem Element. Nicht nur gehen sie kompromissloser und atmosphärisch gelungener vor als ihre Konkurrenz aus Hollywood und Co., auch an originellen Ideen mangelt es ihnen in der Regel nicht, sodass das Genre nie langweilig zu werden droht. Mit Memoir of a Murderer (OT: Salinjaui gieokbeob), der auf dem Roman A Murderer's Guide to Memorization von Kim Young-ha aus dem Jahre 2013 basiert und von Regisseur Shin-yeon Won (The Suspect, The Wig) inszeniert wurde, gibt es wieder überzeugenden Nachschub und den Beweis, dass Korea noch lange nicht mit dem Thema abzuschließen braucht. 

In Memoir of a Murderer liefern sich zwei Serienkiller ein Katz- und Mausspiel. Keiner um sie herum kennt ihr Geheimnis, beide durchschauen sich aber gegenseitig während eines Aufeinandertreffens bei einem Autounfall. Dass wir mit einer der Seiten sympathisieren liegt vermutlich daran, dass Byeong-soo durch seine Krankheit als gebrochener Mann gezeichnet wird, während ihm seine Vaterrolle zusätzlich etwas Menschliches verleiht. Auch seine Motivation ist ein Stück weit greifbarer als die seines Gegenspielers, da er nur bösartige Menschen zur Strecke brachte, quasi ein asiatischer Dexter. Doch wer entscheidet darüber, welcher Mensch schlecht ist und zu sterben verdient hat? Ist er damit wirklich ein besserer Mensch als sein Rivale Tae-ju, der aus reiner Lust mordet? Letzterer wirft während des Films genau diese Frage auf und löst damit einen interessanten Gedankengang aus. 

Am ehesten erinnert Memoir of a Murderer an eine Mischung aus I Saw The Devil und Memento. Während sich beide Killer gegenseitig jagen oder auszuspielen versuchen, was dem Film in einem angenehm hohen Tempo zu erzählen gelingt, erweitert der Erinnerungsschwund eines der Akteure das Ganze um eine aufregende Komponente. Byeong-soo erleidet zwischenzeitlich und vollkommen unerwartet Anfälle, die sein Kurzzeitgedächtnis auslöschen. Wenn das ausgerechnet mitten im Gefecht passiert und er sich plötzlich nicht mehr dessen bewusst ist, wo er sich gerade befindet oder um wen es sich bei seinem Gegenüber handelt, wird der Kampf beinahe aussichtslos und der Spannungspegel angenehm hoch gehalten. Auch wird das Geschehen zunehmend konfuser, wenn irgendwann nach weiteren Blackouts gar nicht mehr klar ist, was sich zuletzt eigentlich zugetragen hat, wobei auch der Zuschauer zunächst im Unklaren bleibt und voller Erwartung der Auflösung entgegensieht. Doch der Mann mit Handicap weiß sich mit einigen originellen Tricks zu helfen. 

Glücklicherweise zeigt sich auch die Besetzung als gut gewählt, vor allem Kyung-gu Sol (The Merciless, Voice of a Murderer, Oasis) weiß dabei zu begeistern, indem er gleichzeitig vollkommene Hilflosigkeit, als auch puren Wahnsinn ausstrahlt. Zudem gelingt ihm der Balanceakt, sowohl Sympathie, als auch Zweifel und Ablehnung beim Zuschauer hervorzurufen. Aber auch sein Gegenpart, gespielt von Kim Nam-gil (Pandora, The Pirates), hinterlässt einen durchwegs guten Eindruck, indem er sein Umfeld überzeugend glauben lässt, ein anständiger Mensch zu sein, dann aber auch auf erschreckende Art sein hässliches Gesicht offenbart.    

Fazit

Packendes Duell zweier Serienkiller, das mit dem Einbringen des Gedächtnisverlustes um eine originelle Idee erweitert wird. Mit "Memoir of a Murderer" gelingt Südkorea einmal mehr ein rauer und überaus fesselnder Thriller. 

Autor: Sebastian Stumbek

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