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Martin Riggs, der harte Mann, und Roger Murtaugh, der besonnene Polizist, arbeiten beide in L.A., kämpften für eine Spezialeinheit in Vietnam und hassen es mit einem Partner zusammen arbeiten zu müssen. Doch das Schicksal führt beide zusammen. Als Partner müssen sie einen gigantischen Heroinschmuggel, hinter welchem sich eine Gruppe ehemaliger CIA-Söldner verbirgt, aufdecken.

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Kritik

Weihnachten, die Zeit der Versöhnung, der Nächstenliebe und vor allem der Besinnlichkeit. In Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis steht das Fest der Liebe auch vor der Tür, andächtig aber sind die hiesigen Tage nicht, mit denen uns Regisseur Richard Donner (Der Tag des Falken) begrüßt. Während es sich Bobby Helms' weltberühmter Jingle Bell Rock auf der Tonspur gemütlich gemacht hat, müssen wir mitansehen, wie eine junge Frau barbusig in den Tod springt. Natürlich, Stastiken wollen herausgefunden haben, dass die Selbstmordrate zur Weihnachtszeit im Vergleich zum Rest des Jahres exponentiell ansteigt. Wie sich aber alsbald herausstellt, handelt es sich bei dem Sprung der 22-jährigen Amanda nicht um einen Suizid, sondern um ein tragisches Ereignis, welches tief in der Drogenkriminalität von Los Angeles verwurzelt ist.

Die Ermittlungsarbeit wird dem frisch fünfzig gewordenen Roger Murtaugh (Danny Glover, Flug durch die Hölle) zugewiesen, der sich in der Aufklärung des Falls auch von einer gewissen Pflichtschuld bedrängt sieht, ist Amanda doch die Tochter eines Kriegskameraden von Roger gewesen, der ihm einst in Vietnam das Leben gerettet hat. Weil zwei Köpfe immer besser funktionieren als einer, bekommt Murtaugh zudem einen neuen Partner an seine Seite gestellt: Den hochgradig suizidgefährdeten Hitzkopf Martin Riggs (Mel Gibson, Menschen am Fluss). Riggs benötigt eine Aufgabe, um sich abends nicht wirklich einmal den Kopf wegzuschießen. Aus dem Bett kommt er morgens nur deswegen, weil er seinen Job inbrünstig liebt. Alles andere hat an Bedeutung verloren, seitdem seine Frau verstorben ist. Was dann nach der Zusammenführung dieser Charaktere folgt, ist schlichtweg Buddy-Movie-Geschichte.

Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis gilt seit seiner Premiere vollkommen zu Recht als stilprägende Blaupause für dieses (Sub-)Genre. Das liegt vor allem daran, weil Richard Donner und Drehbuchautor Shane Black (Iron Man 3) begriffen haben, dass das Konzept eines Buddy-Movies nur dann aufgeht, wenn man die beiden Hauptdarsteller absolut gleichberechtigt behanelt. Mel Gibson und Danny Glover bewegen sich durchweg auf dem gleichen Level, niemand versucht dem anderen die Show zu stehlen, stattdessen spielt man sich die Bälle in Topform so wunderbar unverkrampft zu, dass es eine reine Freude ist, dem Duo dabei zuzusehen, wie der beruflichen Zwangsgemeinschaft zusehends eine freundschaftliche Beziehung entwächst. Riggs und Murtaugh beweisen sich dabei als Charaktere mit Ecken und Kanten. Sie sind Menschen, keine Maschinen, fehlerbehaftet und oftmals ihrem eigenen Naturell ausgeliefert.

Genau das erhebt Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis zu einem Klassiker des 1980er Jahre Kinos: Sein lebensnaher Umgang mit den Protagonisten. Darüber hinaus glänzt Donners Regie durch seinen treffischeren, niemals albernen respektive überstrapazierten Humor und astreiner, durchaus harter Action, die sich vor allem im Finale vollends entfesseln kann, wenn Riggs und Murtaugh eine Gruppe ehemaliger CIA-Söldner (angeführt von Gary Busey, Alarmstufe: Rot), die ihr Geld inzwischen mit dem Schmuggel von Heroin machen, quer durch Los Angeles jagen. Am Ende aber wird deutlich, worum es hier eigentlich geht: Um Freundschaft. Freundschaft, die einen Menschen vor den eigenen Dämonen retten kann. Riggs erhält einen Platz in einer neuen Familie, Murtaugh findet endlich wieder Vertrauen in einem neuen Partner. Wie gesagt, Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis lebt für seine Charaktere.

Fazit

Ein Klassiker des 1980er Jahre Kinos und ein Buddy-Movie wie aus dem Lehrbuch. Richard Donners Regie überzeugt nicht nur durch die angenehm harte Action, sondern auch durch einen wunderbar treffsicheren Humor, der "Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis" niemals seinen durchaus düsteren Charme raubt. Die wahre Sensation aber sind die beiden Hauptdarsteller: Die Chemie zwischen Danny Glover und Mel Gibson ist einfach hervorragend. Wie sie ihre fehlerbehafteten Charaktere zum Leben erwecken, ist nach wie vor wirklich schön zu beobachten, weil "Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis" von Anfang an deutlich macht, dass ihm viel an seinen Protagonisten liegt. Der starke Auftakt für eine grandiose Reihe.

Autor: Pascal Reis

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