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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

In der Hoffnung auf ein besseres Leben brechen die Freunde Seydou und Moussa vom Senegal nach Europa auf. Die Jungen haben keine AHnung, welche Herausforderungen und Schrecken sie auf der Reise erwarten. 



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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Nachdem Luc Besson sich in DogMan die Perspektive queerer Menschen mit Handicap aneignet, Yorgos Lanthimos in Poor Things weibliche Emanzipationskämpfe abarbeitet, Severino Costanzo in Finally Dawn filmische Frauenpositionen vorführt, und Nicolaj Arcel in The Promised Land den Klassenkampf der Unterschicht zum bürgerlichen Anliegen macht, folgt dem Muster opportunistischer Aneignung unterrepräsentierter Perspektiven nun Matteo Garrone (Reality). Mit vier anderen weißen Europäern verfasste der italienische Regisseur die schwarze Einwanderungsstory eines Wettbewerbs ohne einen einzigen Beitrag afrikanischer Filmschaffender.

So überrascht es nicht, dass seine in hollywoodeske Hochglanzbilder verpackte Saga des langen, beschwerlichen Wegs zweier senegalesischer Jugendlicher nach Italien sämtliche Klischeevorstellungen des gewissenhaft klatschenden Publikums bedient und bestätigt. Von der Realität ist das glattpolierte Generikum eines zeitaktuellen Politkinos so weit entfernt wie der europäische Zielort der befreundeten Cousins Seydou (Seydou Sarr) und Moussa (Moustapha Fall) von ihrer Heimatstadt Dakar. Von dort starten sie ohne Wissen ihrer Familien mit angespartem Geld, voller Ideale und Illusionen. 

Denen folgt  erwartungsgemäß die brutale Ernüchterung. Das Geld geht schnell für Schmiergelder und gefälschte Pässe drauf. Beim Treck durch die Sahara gibt es kein Anhalten für die, die auf der Strecke bleiben. Sie werden entführt und versklavt, doch wenn es ausweglos scheint, hilft ihnen der Zufall. Solange die zusammenhalten und ihre Menschlichkeit bewahren, hat ihr Traum natürlich eine Chance. So will es das hiesige Publikum, um dessen Bedürfnisse es auf der Leinwand tatsächlich geht.

Fazit

Braucht der Wettbewerb von Venedig mehr Geschichten von BIPOC Menschen und überhaupt marginalisierten Gruppen? Unbedingt! Gehört Matteo Garrones episches Drama dazu? Ganz bestimmt nicht. Die Strapazen der Menschen, die aus Afrika Richtung EU flüchten, instrumentalisiert die handwerklich tadellose Inszenierung für ein von Klischees und Stereotypen gelenktes Freundschaftsabenteuer. Das will nicht die globalen Hintergründe, lokalen Auswirkungen und internationale Mitverantwortung für die Flüchtlingskrise vor Augen führt, sondern unterhalten: mit Theatralik, Verharmlosung und falscher Hoffnung, die authentische Stimmen übertönen. 

Kritik: Lida Bach

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