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Inhalt

Der aufstrebende junge Musiker Jeremy (K.J. Apa) verliebt sich Hals über Kopf in die bezaubernde Melissa (Britt Robertson). Doch ihr Glück scheint nur von kurzer Dauer, denn Melissa erhält eine schreckliche Diagnose. Durch Jeremys Musik schöpft das junge Paar immer wieder Kraft, sich gegen das Schicksal zu stellen. Ihr gemeinsamer Lebensmut scheint alles überwinden zu können. Doch ist ihre Liebe stark genug, den Weg bis zum Ende gemeinsam zu gehen?

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Kritische Stimmen mäkeln ja schon seit vielen Jahren, dass Hollywood unterschwellig christliche Propaganda über uns ergießt. Es gibt aber auch Produktionen aus der Traumfabrik, die sparen sich das Unterschwellige und feuern mit großen Pathoskanonen ihre christlichen Botschaften auf ihr Publikum ab und dies mit großem Erfolg. In den letzten Jahren konnten viele Filme mit minimalem Budget maximale Box-Office-Zahlen erreichen. Diese Werke hielten sich dabei an einen einfachen Plan: Fokussiere dich auf dein Zielpublikum und bewerbe ihn in diesen Kreisen. Eine gute Taktik, die allerdings dazu führt, dass Filme wie Himmelskind, Heaven Is For Real - Den Himmel gibt's echt oder Breakthrough hierzulande nur in kleiner Stückzahl in die Kinos kommen oder sofort auf DVD, Blu-ray und VoD veröffentlicht werden – wenn überhaupt.

I Still Believe von und , die zuvor den ähnlich gelagerten I Can Only Imagine inszenierten, hat es in unsere Kinos geschafft. Dass dürfte daran liegen, dass mit Hauptdarsteller ein Star der beliebten Serie Riverdale mit dabei ist und dass die Regiearbeit der Erwin Brothers thematisch an Dramen wie Das Schicksal ist ein mieser Verräter oder Drei Schritte zu Dir erinnert. Es geht um Liebe, Krebs, Tod, Trauer und – sonst wäre es ja kein Christen-Film – Gott, bzw. Jesus. Damit der Zuschauer dies auch ja nicht vergisst, werden diese zwei Worte in gefühlt jedem dritten Satz erwähnt. Wobei der Begriff Satz irreführend ist.

Das, was einem hier serviert wird, ist im Grunde eine Polonaise der Kalendersprüche und Lebensweisheiten, wie man sie gerne vor malerischen Pastell-Hintergründen auf sozialen Netzwerken oder Postkarten findet. Glückskeks-Propaganda mit einem Amen am Ende. Immerhin versucht I Still Believe einem später nicht weiß zu machen, dass man statt auf die Medizin lieber auf Gott und Jesus vertrauen sollte. Dennoch, der fade, muffige und wenig dezente Nachgeschmack, dass hier jemand auf Biegen und Brechen versucht, einem sein Weltbild unter die Schädeldecke einzumeißeln bleibt stetig bestehen. Da wird die eigentliche Geschichte zur Nebensache.

Das könnte aber auch daran liegen, dass I Still Believe  keine Charaktere besitzt, sondern nur blasse Figuren, deren Ecken und Kanten so sauber abgeschliffen sind, dass sie eigentlich gar nicht mehr wie Menschen wirken. Sollte Jesus ein Körperfresser sein, so würden seine Opfer nach der Assimilierung wohl über diese Erde wandern. Aber mal ehrlich, Jesus soll ein dufter Typ gewesen sein, dass er mit solch einem hölzernen Drama wie I Still Believe  zufrieden wäre, scheint ziemlich ausgeschlossen. Dann lieber statt Kino nochmal mit seinen elf Kumpels in der Stammkneipe einen heben. Mit viel Alkohol lässt sich I Still Believe vielleicht besser ertragen.

Gleiches gilt für die Musik. Ach ja, I Still Believe basiert auf der wahren Geschichte von Musiker Jeremy Camp. Aus diesem Grund darf der gute Mann auch beim Soundtrack ordentlich mitmischen. Seine Musik siedelt sich irgendwo zwischen Nickelback und Garth Brooks an. Man könnte ihn gut als amerikanischen Andreas Gabalier bezeichnen, nur ohne Lederhosen. Seine Musik gleicht seinem Film: Sie ist so porentief rein, dass man seine CD als Seifenersatz kauen könnte, man mal aus Versehen etwas Blasphemisches gesagt hat.

Fazit

Christliche Glückskeks-Weisheiten im Minutentakt, Charaktere die diese Bezeichnung nicht verdienen und eine elendig verkitschte Geschichte machen "I Still Believe" zu einer der großen Unerträglichkeiten des Kinojahres 2020.

Autor: Sebastian Groß

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