{{ tweet.login }}

{{{ tweet.body | format }}}

Wird geladen...

×
×

Erwähnungen

×

Benachrichtigungen

Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Drei Frauen wechseln sich bei der Betreuung einer Berghütte ab. Während Wanderer im Rhythmus der Jahreszeiten vorüberziehen, entstehen Geschichten und verwehen wieder – und lassen den Frauen Raum, inmitten der Poesie der Natur über ihr einsames Leben nachzudenken.

Kritik

Die Frage, wie viel Einsamkeit und Ruhe sich aushalten lässt, zieht sich auf mehreren Ebenen durch Manon Coubias autobiographisch inspiriertes Spielfilm-Debüt. Unterteilt in drei Kapitel, die eine Schwarzblende voneinander abgrenzt, folgt die elegische Handlung drei Frauen, die in verschiedenen Jahrzehnten eine entlegene Berghütte in den nördlichen Alpen bewohnen. Anne (Salomé Richard), Hélène (Aurélia Petit, Herz aus Eis) und Suzanne (Anne Coesens, Farewell, Mr. Haffmann) haben jede ihre eigenen Gründe für den Einzug in die karge Behausung, in der jeder Komfort harte Arbeit erfordert.

Gerade diese organische Verbundenheit mit der Natur, deren atemberaubende Schönheit unerbittliche Härte und Gefahren birgt, lockt die gegensätzlichen Charaktere, die zugleich Persönlichkeitsaspekte der belgischen Regisseurin und unterschiedliche Lebensmodelle verkörpern. Im Frühling besucht die Mitte 30-jährige Anna zum letzten Mal die Hütte, in die sie über Jahre immer wieder zurückkehrte. Den mit der Jahreszeit assoziierten Neubeginn verspricht ihre Begegnung mit Vogelkundler Antoine (Arthur Marbaix), der nach einer seltenen Art Ausschau hält. Im Sommer folgt die ältere Hélène.

Routiniert betreut sie die Sommergäste in der Hochsaison. Die plötzliche Lebhaftigkeit des mit Wandergruppen gefüllten Quartiers, aus dem sich Hélène in Arbeitspausen in den Wald absetzt, kontrastiert mit der spukhaften Stille des Schlussakts. Suzanne betreut in den rauen Wintermonaten den verschneiten Hort, den ein unerwarteter Gast betritt. Den desertierten Soldaten (Yoann Zimmer), dessen Trauma das Szenario in eine tragische Geistergeschichte verwandelt, begleitet das unterschwellig angekündigte Motiv von Verlust und Vergänglichkeit; von Zeit, Bekanntschaften und der grandiosen Naturkulisse.

Fazit

Gedreht auf klassischem Film, bestechen Robin Fressons Bilder mit einer Haptik und Rauheit, die zur formalen Erweiterung der übergreifenden Motive physischer Arbeit und analoger Schlicht wird. Naturdokumentation und Charakterporträt verweben sich mit Elementen von Fabel, Romanze und Schauerroman, ohne den ruhigen Ton und das gemessene Tempo aufzugeben. Das Darstellerinnen-Trio gibt ihren jeweiligen Parts mit nur wenigen Dialogen ein psychologisches Profil. Wiederkehrende Symbole wie das von der Ausrottung bedrohte Auerhuhn bringen ein ökologisches Bewusstsein in den aparten, doch flüchtigen Triptychon. 

Kritik: Lida Bach

Wird geladen...

×