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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Paris 1942: François Mercier (Gilles Lellouche) ist ein gewöhnlicher Mann, der nur danach strebt, mit der Frau Blanche (Sara Giraudeau), die er liebt, eine Familie zu gründen. Mercier arbeitet für den talentierten Juwelier Herrn Haffmann (Daniel Auteuil). Angesichts der deutschen Besatzung müssen die beiden Männer eine Vereinbarung schließen, die ihr Schicksal bestimmen wird.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Gesehen beim 29. Jüdischen Filmfestival Berlin Brandenburg

Im ersten Moment glaubt man genau zu wissen, welchen Verlauf Farewell, Mr. Haffmann nimmt. Der Film erinnert zunächst stark an die Anne Frank-Geschichte. Nur diesmal wird nicht die ganze Familie, sondern ein einzelner Mann in seinem früheren Zuhause versteckt, während sein ehemaliger Angestellter sein Glück kaum fassen kann und der neue Besitzer des Juwelierladens und des Hauses wird. Doch schon bald nimmt die Geschichte einen recht überraschenden Verlauf, mit dem man ganz sicher nicht gerechnet hätte. Die wahre Natur der Menschen zeigt sich im Krieg und die Figuren des Films machen alle eine deutliche Entwicklung durch, weil ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt wird. Zu Kriegszeiten hat man die Wahl: Entweder man verinnerlicht für sich Werte wie Empathie und Güte und handelt danach oder man verkauft seine Seele an den Teufel.

Farewell, Mr. Haffmann erscheint kammerspielartig und dreht sich hauptsächlich um das französische Ehepaar Mercier und den Juden Mr. Haffmann (Daniel Auteuil, Happy End), den sie im Keller verstecken. Gilles Lellouche (Narco) gibt mit Leichtigkeit einen unsicheren Angestellten und den fürsorglichen Ehemann, doch die Besessenheit seiner Figur davon dazuzugehören, nimmt schon bald krankhafte Ausmaße an. Auch diese andere Seite von François Mercier spielt Lellouche mit Bravour. Er hat aber auch mit Sara Giraudeau (Die Schöne und das Biest) eine großartige Spielpartnerin an seiner Seite.  Außerdem hat der Regisseur Fred Cavayé (Nichts zu verbergen) ein gutes Händchen für besondere Atmosphäre der Bedrohung, die wie ein Damoklesschwert in Form der SS-Leute über Mr. Haffmann schwebt. Allzu oft wird der Juwelierladen nämlich von der gut betuchten arischen Kundschaft besucht.

Doch hin und wieder tritt der Zweite Weltkrieg in den Hintergrund und alles dreht sich nur noch um die komplexe Beziehung des Ehepaares Mercier, das verzweifelt versucht, das Glück für sich zu pachten. Man glaubt zunächst nicht, dass die emotionalsten und stärksten Momente des Films sich um diese Beziehung drehen, sodass der Krieg in gewisser Weise sogar zur Nebensache wird oder nur als Mittel zum Zweck dient, die grausame menschliche Natur in voller Pracht zu offenbaren. Doch ganz egal, was auch geschieht, zum Glück kann sich niemand vor dem Karma verstecken. Manchmal wendet sich das Blatt und die Bösen werden für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen. Farewell, Mr. Haffmann ist fabelhaft inszeniert und schafft es, die Spannung bis zum Schluss aufrechtzuerhalten.

Fazit

Bewegend und stark gespielt. "Farewell, Mr. Haffmann" beeindruckt mit seinem kammerspielartigen Stil und einer emotionalen Geschichte über die Grausamkeit der menschlichen Natur, die während des Zweiten Weltkrieges zum Vorschein kommt. 

Kritik: Yuliya Mieland

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