{{ tweet.login }}

{{{ tweet.body | format }}}

Wird geladen...

×
×

Erwähnungen

×

Benachrichtigungen

Inhalt

Als Reporter in Los Angeles gerät Fletch ständig in brenzlige Situationen. Sein neuester Auftrag: Er soll einen Rauschgiftskandal aufdecken und deswegen treibt er sich als Freak verkleidet an dem für Drogenhandel berüchtigten Strand herum. Dort spricht ihn Alan Stanwyk - ein erfolgreicher Manager in der Flugzeugbranche an und bittet Fletch, einen Mord auszuführen. Alle Vorbereitungen sind bereits getroffen und Fletch willigt scheinbar in den ungewöhnlichen Handel ein, denn er muß unbedingt eine heiße Story beschaffen. Völlig verblüfft erfährt Fletch, das Alan selbst das Opfer ist, der angeblich wegen einer tödlichen Krankheit sterben will. Der gekaufte "Killer " Fletch forscht heimlich nach Hintergründen der Affäre und kommt so einem gewaltigen Versicherungsbetrug auf die Spur. Auf der Suche nach der Wahrheit werden seine Entdeckungen immer mysteriöser und er gerät zunehmend in lebensgefährliche Situationen...

  • 8pt4vttfvpwoukfyq5zxxhvwrtq
  • Suiukl4flnvlqyabymv4yauhzbo
  • Jmwcepk7szfqv5qb0ndh0lf4xel
  • 9jlg3d4baermfszittxanfzodgp
  • 4jy2hvo5bwsctlir0b27k7iggld
Quelle: themoviedb.com

Kritik

Als Zeitungsreporter der Los Angeles Times genießt Fletch (Chevy Chase, Die schrillen Vier Achse) die unkonventionellen Arbeitsmethoden eines investigativen Journalisten hin und wieder etwas zu ausgedehnt: Die kleinteiligen Ermittlungsarbeiten des ewig zynischen Blattmachers gleichen Maskeraden, die natürlich irgendwann auch ordentlich ins Geld gehen. Fletch allerdings besitzt das gewisse Etwas, den Riecher für die große Story, die Spürnase für die Auflage in die Höhe treibende Schlagzeile. Dass er Menschen dafür eben auch an selbiger gnadenlos herumführen muss, scheint dem Berufsbild eingeschrieben zu sein. Blöd nur, wenn die Artikel dann entweder mit Verspätung oder eben gar nicht kommen. Aber, und das führt uns Fletch – Der Troublemaker in seiner etwas mehr als 90-minütigen Laufzeit vor Augen: Gute Presse benötigt Zeit, Konzentration und Hingebung.

Basierend auf einem Roman von Gregory Mcdonald offenbart Regisseur Michael Ritchie (Freibeuter der Todes) eine helle Freude daran, sich dem klassischen Topoi des Film noir anzunehmen, dessen Protagonisten, den klassischen Anti-Helden, radikal gegen den Strich zu bürsten. Das bedeutet nicht, dass Fletch nicht cool wäre, ihm fehlt nur die Verwegenheit, das Geheimnisumwitterte, der Zigarettenqualm, der das schemenhafte Wesen des Menschen ummantelt. Fletch hingegen ist ein Selbstdarsteller, ein Süßholzraspler, aber eben auch ein Experte in seinem Metier, der es versteht, zu wühlen, zu bohren, bloßzustellen und zuzubeißen. In dem ständigen Drang, immer einen dummen Spruch über die Lippen rutschen zu lassen, wirkt der titelgebende Troublemaker manchmal wie ein Vorbote von Deadpool: Egal, wie brenzlig die Situation scheint, eine souverän vorgetragene Sarkasmusspitze darf nicht fehlen.

Die ausgeprägte Attitüde seitens Fletch, alles ins Lächerliche zu ziehen, nimmt dem kriminalistischen Narrativ natürlich zuweilen seine Dringlichkeit, die schmissige Ägide von Michael Ritchie jedoch arbeitet dem spielfreudigen Schaulaufen eines Chevy Chase gekonnt entgegen und formuliert sich stilsicher, temporeich, augenzwinkernd und in den richtigen Momenten schadenfroh, wenn der quasselnde Reporter aufgrund seiner großen Klappe auch mal eine blutige Nase spendiert bekommt. Als ironische, voll und ganz im Urschleim der 1980er Jahre gebadete Hommage an Hollywoods schwarze Serie aber macht diese detektivische Untersuchung einer immer tiefer greifenden Verwicklung wirklich Spaß, obgleich die Handlung ob des dynamischen Auftritts seines Hauptdarstellers oftmals fast in den Hintergrund rückt. In einer Welt aus Falschspieler aber heiligt der Zweck oftmals nur dann die Mittel, wenn man auf der falschen Seite des Revolvers steht.

Fazit

Kurzweiliger Kult aus den 1980er Jahren, mit dem man auch heute noch seinen Spaß haben darf, vorausgesetzt man kann sowohl mit dem Jahrzehnt als auch mit Hauptdarsteller Chevy Chase etwas anfangen. Dem nämlich wird hier die große Bühne geboten, während "Fletch – Der Troublemaker" selbst eine quirlige Hommage an den Film noir darstellt, dessen stilsichere und temporeiche Regie für 90 Minuten schmissigen Investigativjournalismus sorgt.

Autor: Pascal Reis

Wird geladen...

×