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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Nach etlichen Jahren kehrt Rambo nach Mailand zurück, um seinen Freund Pino zu besuchen. Dieser arbeitet bei einer privaten Schutzfirma und hätte den knallharten Rambo gerne dabei, worauf dieser jedoch keine Lust hat. Als Pino während den Ermittlungen bei einer Kindesentführung umgebracht wird, ändert sich seine Meinung. Doch anstatt mit den Behörden zusammenzuarbeiten, spinnt Rambo seinen eigenen Rache-Plan.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

„Für mich gibt es nur ein Gesetz: Nämlich meins!“

Gestatten: Rambo. Nicht John Rambo, Vorname unbekannt. Zumindest wird er während der 90 Minuten von Der Vernichter (alternativ in Deutschland auch unter dem noch merkwürdigeren Titel Flash Solo bekannt) nicht erwähnt. Interessant bei der Nummer ist das es sich dabei weder um eine Erfindung der deutschen „Übersetzung“ handelt  - also die Figur im Original tatsächlich so heißt – und der Film seine Uraufführung im Jahr 1975 hatte. Sieben Jahre vor diesem anderen Streifen, der in der Folge dafür sorgte,  dass Rambo irgendwann sogar den Einzug als feststehender Begriff in den Duden fand. Besonders kurioser Fakt am Rande: Als sein deutscher Synchronsprecher wurde sogar Thomas Danneberg eingesetzt, der Jahre später auch dem „Namensvetter“ Sylvester Stallone dauerhaft seine Stimme leihen sollte. Schon irgendwie verrückt, bedenkt man das dies tatsächlich purer Zufall war.

Besagter Rambo (Tomás Milián, Der Gehetzte der Sierra Madre) reitet mitsamt einer ganzen Kollektion ständig wechselnder roter Strickmützen (sonderbarer Fetisch, aber wer es tragen kann) auf seinem coolen Bike in seine alte Hood Milano ein. Dort himmeln den verwegenen Schweinehund alle an und würden ihn zu gerne in ihrem Team haben, aber weder mit Geld noch warmen Worten lässt sich der Easy Rider anwerben. Bis sein Kumpel Pino bei dem Versuch einen entführten Jungen zu befreien umgelegt wird. Rambo rückt die Mütze gerade, lädt die Knarre mit höchst illegaler Elefantentöter-Munition und beginnt zwei bisher in Waffenstillstand nebeneinander existierenden Gangster-Clans systematisch gegeneinander auszuspielen. Einerseits um den Tod seines Freundes zu rächen, andererseits um dessen Werk zu vollenden und ein unschuldiges Kind aus den Fängen von Erpressern zu befreien.

Genre-Tausendsassa Umberto Lenzi (Das Rätsel des silbernen Halbmonds) klemmt sich seinen Lieblingsdarsteller Tomás Milián unter den Arm und inszeniert statt eines im ersten Moment zu vermutenden Poliziottesco eher ein Charles Bronson-Selbstjustiz-Vehikel mit der gerne verliehenen Prämisse von Yojimbo - Der Leibwächter bzw. Für eine Handvoll Dollar. Der clevere Außenseiter unterwandert und manipuliert als Free-Agent zwei rivalisierende Banden, damit die sich in seinem Sinne gegenseitig schaden und verfolgt dabei eigentlich ein ganz anderes, sehr persönliches Ziel. Somit genauso wenig innovativ wie unbestreitbar immer wieder effektiv, besonders da Lenzi gar nicht erst versucht seinen flotten Streifen irgendwie über Wert zu verkaufen. Er macht, was er kann. Seinen präferierten Star markant in Szene setzen und auf dessen Charisma vertrauen, im entscheidenden Moment ordentlich an der Gewaltschraube drehen und seinem Ruf als verlässlichen Handwerker gerecht werden. Das droht nie auch nur die Spur eintönig zu werden, auch wenn das Rad beileibe nicht neu erfunden wird. Einen sonderbaren Reiz bekommt das Ganze durch die kodderige Rainer Brandt-Synchro, die immer wieder alberne Kalauer in einen ansonsten recht harten Reißer verpflanzt. Kann störend sein, hier gar nicht mal negativ. Auch weil der Film sich sonst mehr mit der konstant ernsteren Konkurrenz messen müsste, an die er nicht herankommt.

Fazit

Ein flotter Italo-Wüterich zwischen roher Gewalt und (hinein synchronisierten) Sprücheklopfern. Da der Film auch so nicht immer hundertprozentig seriös wirkt, geht die an sich krude Mischung erstaunlich gut auf. Einen Meilenstein des italienischen Genre-Kino bekommt man hier sicherlich nicht geboten, allerdings einen sehr stabilen und unterhaltsamen Vertreter, der spezielle von der Routine und Qualität des erprobten Duos Lenzi/ Milián entscheidend profitiert.

Kritik: Jacko Kunze

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