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Fallon Zhu (Donnie Yen) ist eigentlich ein hochdekorierter Hongkong Polizeibeamter - und ein hervorragender Kämpfer - mit einer hohen Aufklärungsrate. Doch als ihn seine Verlobte (Niki Chow) verlässt, stürzt er sich in eine Fresssucht. Rund 6 Monate später hat Zhu plötzlich deutlich mehr Kilogramm mehr auf den Rippen. Sein Vorgesetzter, Superintendent Huang, beauftragt ihn schließlich einen Verurteilten nach Japan zu eskortieren. Doch die Pannenserie geht weiter: Plötzlich verliert Zhu nicht nur Hab und Gut, sondern auch den Sträfling in seiner Obhut. Zum Glück trifft er den Hongkonger Thor (Wong Jing). Beide schließen sich zusammen, um das Rätsel um den seltsamen und plötzlichen Tod des Verurteilten zu lösen. 

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Kritik

Hongkong Actionstar Donnie Yen ist vor allem für drei Sachen bekannt: Harte wie exzellent choreografierte Action, absolute Klassiker des Martial-Arts Genres (wie Ip Man, Hero, Iron Monkey oder Kill Zone S.P.L.), aber eben auch für einigen reichlich trashigen Kinooutput: Filme wie Iceman - Der Krieger aus dem Eis, Iceman  2, Big Brother, The Monkey King und Special ID trüben merklich das Image des sonst so stählernen Martial-Arts Helden. Im Falle von Enter the Fat Dragon (OT: Fei lung gwoh gong) erwartet uns einmal mehr – bevor Donnie Yen dieses Jahr mit Mulan die Kinos erobert – ein Film voller Banalitäten, überzogener Dramatik und gar Furzwitzen, untermalt mit reichlich gut gemachter Hau-Drauf-Action. Dank der spielfreudigen Performance von Donnie Yen, ist der Film von Kenji Tanigaki (Stuntman und Regisseur der trashigen Shinobi-Reihe) dabei zumindest halb gelungen, einen neuen Sammo Kam-Bo Hung bekommen wir allerdings nicht.

Der Titel Fei Lung gwoh gong kommt nämlich nicht von ungefähr: Schon 1978 kämpfte sich Hongkong-Star Sammo Kam-Bo Hung (der ursprünglich eine der Nebenrollen übernehmen sollte) als dickbäuchiger Kämpfer durch die Stadt – nur eben ohne Fatsuit. Vom einstigen genialen Humor des 70er Jahre Martial-Arts Kinos, bleibt bei Kenji Tanigaki allerdings wenig übrig. Viel mehr konzentriert sich der Film auf seinen Star Donnie Yen und bringt neben einer recht belanglosen Geschichte – rund um eine Ex-Verlobte, japanische Gangster und einem recht klischeehaften Trip nach Japan – einige gut pointierte Spoof-Momente auf alte Donnie Yen Filme und eben viele kleinere Kämpfe die allesamt auf Yen zugeschnitten sind. Trotz seiner geringen Laufzeit von gerade einmal rund 90 Minuten, schafft es Enter the Fat Dragon allerdings nicht uns hierbei Geschichte und Charaktere näher zu bringen. Das Gewichtsproblem von Cop Fallon Zhu ist ebenso zu vernachlässigen wie seine Probleme mit der Verlobten und der Arbeit. Am Ende sprechen lieber die Fäuste.

Insgesamt bekommen wir dabei durchaus gut inszenierte Action, welche nicht nur von der Schnelligkeit und Genauigkeit von Donnie Yen profitieren (und dies im Alter von 56 Jahren), sondern sich auch gelungen in die Kulissen Japans einfügen. Egal ob durch Restaurants, enge Straßenschluchten oder gar auf dem Tokyo Tower: Die kurzweilige Martial-Arts-Action macht Spaß und wertet klar den Rest des Films auf. Dies ist indes auch bitter nötig: Denn weder der Humor – gemischt aus Furzwitzen, Japan-Klischees und peinlichen Dialogen mit der Verlobten – noch das CGI im Film können überzeugen. Insgesamt merkt man Enter the Fat Dragon deutlich an, dass etwas Ideenlosigkeit herrschte. Spätestens wenn am Ende Donnie Yen mit Nunchaku kämpft, ist auch dieser Punkt als Hommage auch recht schnell abgehackt – hier wäre deutlich mehr möglich gewesen. Schade.

Fazit

"Enter the Fat Dragon" präsentiert sich als spielfreudige Unterhaltung mit reichlich Martial-Arts-Einlagen, ist aber auf dem zweiten Blick eher eine Blödel-Komödie mit recht uninspirierten Charakteren und einer Geschichte, die ebenso belanglos wie klischeehaft daherkommt. Und dennoch: Donnie Yen im Fatsuit sowie die gut pointierten Kampfeinlagen, sorgen für einigen Spaß. Mehr aber auch nicht.

Autor: Thomas Repenning

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