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Fok Yun Gap ist ein Volksheld und ein gefeierter Martial Arts Meister. Der große Erfolg seiner Schule hat Fok zu einer ziemlich arroganten Person gemacht, die seine Künste gerne zur Schau stellt. Dieser Hochmut endet in einem fatalen Duell mit einem Widersacher, dessen Schüler aus Rache Foks Frau und Kind töten.Desillusioniert und als gebrochener Mann herumirrend, findet Fok Unterschlupf auf dem Land bei einer Reisbäuerin, die ihm wieder menschliche Werte einflößt. Als ihn nach seiner Rückkehr in die Zivilisation das chinesische Volk ruft, um das Land bei einem Kampfturnier zu vertreten, lässt sich Fok nicht zweimal bitten...
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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Um Jet Li, einem der größten Martial-Arts-Stars aller Zeiten, ist es nach Bekanntgabe seiner Erkrankung an einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) im Jahr 2013 immer ruhiger geworden. Ganz selten kommt es noch zu kleinen Auftritten wie beispielsweise zuletzt in Disneys Mulan, doch den agilen, schlagfertigen Kämpfer von einst werden wir leider nie mehr zu Gesicht bekommen. Im Jahr 2021, während dieser Text hier verfasst wird, soll noch mal auf einen der Glanzmomente in Lis Karriere zurückgeblickt werden: Fearless von Regisseur Ronny Yu (Freddy vs. Jason) ist nämlich zweifelsohne ein solcher, in denen Li zu Bestformen aufgelaufen ist. Ein Fest für Freunde der Kampfkunst.

Der Film spielt Anfang des 20. Jahrhunderts, als China unter dem Einfluss ausländischer Besatzungsmächte stand, die die Nation unentwegt demütigten. Der Kampfkünstler Huo Yuanjia behauptete sich in einem Turnier gegen die vier besten internationalen Kämpfer, gewann so die Würde des Landes zurück und wird bis heute noch als Nationalheld verehrt. Da Legenden und Mythen über Ereignisse aus seinem Leben heute nur noch schwer von den wahren Tatsachen zu unterscheiden sind, sollte man den Handlungsablauf von Fearless nicht allzu genau nehmen, dennoch basiert der Film auf einer realen Figur und dessen Leben, das für die Geschichte des Landes eine wichtige Rolle spielte.

Fearless ist eine Mischung aus actiongeladenem Martial Arts-Film mit Wuxia-Einschlag sowie Drama. Grob lässt sich der Film in drei Teile gliedern: Im ersten Drittel lernt man den Hauptcharakrter Huo Yuanjia kennen, der danach strebt, der beste Kämpfer von allen zu sein. Ein überheblicher, sehr kurzsichtiger Mensch, zu dem man als Zuschauer zunächst keinerlei Sympathie aufbaut. Das ist so aber auch gewollt. Geliefert werden hier vor allem eine ganze Palette an höchst spektakulären Fights, die mit halsbrecherischen Stunts, ausgefeilten Choreografien und einer Vielfalt an kreativen Ideen begeistern. Mal liefern sich die Kämpfer einen klassischen Faustkampf, mal wird auf Waffen zurückgegriffen, dann wiederum wird in schwindelerregender Höhe auf einer engen Plattform gekämpft. Die dynamische Kamera fängt das Geschehen aus allen Winkeln bestens ein, der Einsatz von Drahtseilen sorgt an der ein oder anderen Stelle für starke Moves und gelegentliche Slow Motion-Momente unterstreichen einzelne Höhepunkte.

Der Mittelteil geht wiederum einen ganz anderen Weg. Gekämpft wird hier nun gar nicht mehr, stattdessen steht die Läuterung der Hauptfigur im Mittelpunkt. Dieser Part gibt Jet Li nun Raum zur Weiterentwicklung seines Charakters, der mit seinem Wandel auch endlich eine echte Bindung zum Zuschauer aufbaut. Zudem wird Li hier nun auch ein wenig als Charakterdarsteller gefordert, was eine willkommene Abwechslung zum Rest darstellt. Das mag alles zwar nicht sonderlich komplex ausfallen, weiß mit seiner nachdenklichen Stimmung, den hübsche Landschaftsaufnahmen und der Besinnung auf wesentliche Werte zu gefallen.

Im Schlussakt tritt ein wesentlich reiferer Huo Yuanjia schließlich zum Finale an. Auch hier darf man sich wieder auf erstklassige Fights freuen, in denen Jet Li noch einmal alles geben darf. Ein bisschen Pathos und ein bischen Tragödie runden das Ende letztendlich würdevoll ab, zudem gibt es ein paar Weisheiten auf den Weg sowie eine umfassende Reflexion über das eigene Wesen sowie über die Bedeutung von Kampfkünsten im Allgemeinen. Fearless mag auf inhaltlicher Ebene insgesamt zwar simpel gestrickt sein, ist innerhalb des Genres betrachtet aber durchaus ordentlich ausgefallen. Das können viele andere Genrevertreter schon mal nicht von sich behaupten, insofern hinterlässt der Film auch in dieser Hinsicht einen doch eher positiven Eindruck. Vor allem aber mit seinen Fights braucht sich Fearless nicht zu verstecken, denn die sind erste Sahne.

Fazit

Furiose Fights und ein Jet Li in Bestform: "Fearless" ist ein echter Leckerbissen für Martial Arts-Fans.

Autor: Sebastian Stumbek

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