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Eine Million Dollar. Eine Nacht. Keine Fragen. Demi Moore und Woody Harrelson sind Diana und David Murphy. Ein Kurztrip nach Las Vegas soll ihre finanziellen Probleme beseitigen. Sie hoffen auf eine Glückssträhne, besonders als der Milliardär John Gage eine attraktive Gewinnchance bietet - absolute finanzielle Unabhängigkeit. Der Einsatz? Eine leidenschaftliche Nacht mit Diana. Der Gewinn? Eine Million Dollar. Es scheint eine einfache und schnelle Lösung ihrer Probleme zu sein. Doch Gage erhöht den Einsatz um Vertrauen, Liebe und Zuneigung und das Spiel wird für das Paar zu einer aufreibenden Belastungsprobe. Geld oder Liebe?

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Kritik

Diana (Demi Moore, Ghost – Nachricht von Sam) und David (Woody Harrelson, Three Billboards Outside Ebbing, Missouri) führen die perfekte Beziehung: In jungen Jahren haben sie sich kennengelernt, sind einander quasi auf den ersten Blick verfallen und daraufhin den Bund der Ehe eingegangen. Auch Jahre später eint die beiden noch eine vollkommen hingebungsvolle Beziehung, die auf echter, wahrer Liebe basiert. So pur und unerschütterlich, dass ihre Gefühle rein gar nichts ins Wanken bringen kann. So scheint es jedenfalls. Adrian Lyne (Eine verhängnisvolle Affäre) aber unterzieht diese Liebe einer extremen Bewährungsprobe, indem er das Paar dort konfrontiert, wo ihre einzigen Sorgen liegen: Im finanziellen Engpass. Eigentlich wartet Ein unmoralisches Angebot mit einer ungemein spannenden Geschichte auf, befindet sich diese doch in ständiger Interaktion mit dem Publikum.

Durch eine Rezession wurde das Portemonnaie von David und Diana immer schmaler, was die immer noch Verliebten dazu anhält, ihr Glück an den Spieltischen von Las Vegas zu suchen. Und es funktioniert, die Würfel meinen es gut, 25.000 US-Dollar werden hier innerhalb von einer Stunde gewonnen. Ein Batzen Geld, auf dem David und Diana in der kommenden Nacht Sex haben. Blöd nur, dass der gesamte Zaster am nächsten Tag wieder verzockt wird, was den Milliardär und berüchtigten Frauenschwarm John Gage (Robert Redford, So wie wir waren) auf den Plan ruft, der eine Million US-Dollar dafür bietet, eine Nacht mit Diana verbringen zu dürfen. Ein unmoralisches Angebot, der Titel gibt es vor. Aber wer handelt hier nun wirklich verwerflich: Derjenige, der das Angebot angibt oder derjenige, der das Angebot annimmt?

In Ein unmoralisches Angebot aber kommt trotz zweifellos spannender Ausgangslage erneut jenes Problem zum Vorschein, welches bereits Adrian Lynes Eine verhängnisvolle Affäre einholen sollte: Mag der Film auch gut gespielt sein und die Handlung eine grundsätzlich ansprechende, so vollbringt es der Regisseur eben doch nicht, irgendwas über seine Charaktere respektive die Umstände des Menschseins, die Conditio humana, auszusagen. Das Gedankenspiel, ab welcher Summe ein Mensch käuflich wird, hätte ein aufregendes sein können. Lyne aber möchte keinen Diskurs über die Macht des Geldes formulieren, sondern gibt sich damit zufrieden, den Zuschauer mit einem theatralischen Triumph der Liebe abzuspeisen – immer wieder begleitet von einem der peinlichsten Voice Over aller Zeiten. Kein Ergründen moralischer Zwickmühlen, sondern eine spiegelblanke Hymne auf die erlösende Schönheit der Vergebung. Na dann.

Fazit

"Ein unmoralisches Angebot" ist kein Reinfall, die Goldene Himbeere für den Schlechtesten Film sagt jedenfalls mehr über diese Verleihung als über das eigentliche Werk aus. Spannend nämlich ist die Geschichte in ihren Anlagen und gut gespielt, vor allem der charismatische Robert Redford ist mal wieder ein voller Gewinn, ist der Film ebenfalls. Anstatt sich aber mit seinem eigentlichen Thema, nämlich der Käuflichkeit des Menschen und der Macht des Geldes zu beschäftigen, möchte er letztlich doch nur auf eine aufpolierte Hymne auf die Liebe zu sein. Das macht "Ein unmoralisches Angebot" nicht packend und entlarvend, sondern theatralisch und weichgespült.

Autor: Pascal Reis

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