7.5

MB-Kritik

Dragon Ball Super: Super Hero 2022

Action, Adventure, Animation

7.5

Masako Nozawa
Toshio Furukawa
Yuko Minaguchi
Ryo Horikawa
Aya Hisakawa
Mayumi Tanaka
Miki Ito
Takeshi Kusao
Aya Hirano
Uoken
Ryuuzaburou Ootomo
Koichi Yamadera
Masakazu Morita
Bin Shimada
Nana Mizuki
Tomokazu Sugita

Inhalt

Die Red-Ribbon-Armee wurde einst von Son Goku ausgelöscht. Doch jemand lässt deren Geist weiterleben und hat mit Gamma 1 und Gamma 2 die ultimativen Cyborgs geschaffen. Diese beiden Cyborgs betiteln sich als „Superhelden“ und beginnen, Piccolo und Son Gohan anzugreifen … Was ist das Ziel der neuen Red-Ribbon-Armee? Angesichts der nahenden Gefahr ist es an der Zeit, für die Superhelden zu erwachen!

Kritik

Dragon Ball – von Akira Toriyama – ist mittlerweile wahrlich ein generationsübergreifendes Kulturgut: Bereits 1984 startete die Manga-Reihe rund um den berühmten Kämpfer Son Goku, welche dann auch 1986 die Mattscheiben erreichte, und wurde über die Jahrzehnte hinweg immer weiter bis zu Dragon Ball Super im Jahre 2015 erweitert. Und auch im Kino ist Dragon Ball bereits seit den frühen Tagen immer wieder ein kleines Highlight. Doch erst mit dem Start von Dragon Ball Super wurde es ein weltweites Phänomen: Bereits Dragon Ball Super – Broly konnte weltweit 116 Millionen US-Dollar (bei einem Budget von knapp 8,5 Millionen US-Dollar) einspielen. Von der aktuellen Kamehameha-Weltrekord-Challenge ganz abgesehen, die den Start von Dragon Ball Super: Super Hero derzeit begleitet. Es heißt also wieder „Rettet die Welt“, es gibt erneut absolut zerstörerische Gegner und dieses Mal überraschenderweise nicht die ganz großen Helden in erster Reihe. Erneut also ein Fest für Fans, doch auch Neulinge können sich gerne einmal in das bunte Martial-Arts-Universum stürzen.

Dragon Ball Super: Super Hero (ja, der Titel hätte sperriger nicht sein können), fühlt sich indes an wie eine Zusammenfassung von ein paar Extra-Episoden zu Dragon Ball Super: Soweit so bekannt und definitiv nicht verkehrt. Was aber den Titel von Tetsuro Kodama (der mit dem Titel sein Kino- und Langfilmdebüt feiern) und Autor Akira Toriyama persönlich dieses Mal merklich auszeichnet, ist wohl sein Fokus, sein Animationsstil und seine Geschichte, die dieses Mal klar erneut auf Retro-Aspekte setzte (die Red Ribbon Armee), aber auch ohne große Vorkenntnisse genossen werden kann. Und dennoch: Bevor wir unsere berühmten Helden – hier vor allem Piccolo – genießen können, bekommen wir einen Rückblick, ein paar Erklärungen und einen Exkurs als Prolog spendiert, der etwas zu sehr auf kindlichen Humor setzt. Wo später Anspielungen, gekonnt pointierte Witze und Timing an der Tagesordnung sind, ist der Start doch dann etwas sehr holprig geraten (dies betrifft auch die Synchronisation). Wenn wir aber schließlich an die Ereignisse von Broly – mit ein paar Jahren ins Land – anschließen können, beginnt der eigentliche Spaß.

Und klar, die Geschichte von Dragon Ball Super: Super Hero gewinnt keinen Oscar und ist angesichts der Masse an Filmen und Serien am Ende nicht wirklich etwas besonders. Gut gelungen sind aber die vielen Anspielungen auf verschiedene Ereignisse und Figuren und das gelungene Spiel der Red Ribbon Armee, welche auf Täuschung und Tarnung setzt. Da werden die ehemaligen Z-Krieger kurzerhand zur Verbrecherbande, und die RR zur einzigen Rettung der Welt. Daraus resultieren nicht nur ein paar gelungene humoristische Sequenzen, sondern auch immer wieder einiges an Tempo. Überhaupt vergehen die 100 Minuten wie im Flug, da wir ständig von Figuren und der kommenden Action nach vorne getrieben werden. Während indes alle bekannten Figuren einen kleinen oder größeren Auftritt bekommen – und einen ein Lächeln ins Gesicht zaubern – geht schließlich gegen Ende dann auch vollends der Kampf los. Hier zieht Dragon Ball Super: Super Hero erneut alle Register. Gerade der neue Animationsstil – der eigens für den Film entwickelt wurde – zahlt sich hier aus und liefert eine noch bessere Übersicht in den einzelnen Kampfsequenzen. Was fehlt ist aber das gewisse Bedrohliche, was auch daran liegt, dass es sich Akira Toriyama an manchen Stellen doch etwas zu einfach mit seinen Lösungen macht. Wer darüber hinweg sehen kann, bekommt aber gerade ein Finale, welches ordentlich Hau-Drauf-Action bietet und mit seinen neuen Gamma Figuren auch zwei Bösewichte, die gut in Erinnerung bleiben und jede Menge Sympathien ziehen.

Fazit

"Dragon Ball Super: Super Hero" ist erneut ein fantastischer Dragon Ball Kino-Spaß geworden, der zwar in erster Linie Fans anspricht, doch auch Neulinge begeistern kann. Der Humor sitzt die meiste Zeit, die Action liefert fantastische, wie spannende Sequenzen und das Spiel aus Red Ribbon Armee und Helden weiß zu gefallen. Wie schon bei Broly, sollte man auch dieses Kamehameha-Fest nicht entgehen lassen. Und wer schon beim letzten Abenteuer von Son Goku und Crew mitfiebern konnte, wird hier noch begeisterter und euphorischer das Kino verlassen.

Autor: Thomas Repenning
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