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Michael ist als Teenager von zuhause weggelaufen. Nach dem Tod seiner Schwester Chloe kehrt er nach Hause zurück, seine Verlobte Juliette und seinen verstörten Neffen Brandon im Schlepptau habend. Das Haus ist nicht mehr so, wie er sich daran erinnert. Es wird nun von riesigen Mauern umgeben und Sicherheitskameras sind überall. Es hat mehr den Anschein einer militärischen Anlage. Michaels Vater Gary ist wiederum überfroh, seinen Sohn endlich mal wieder zu sehen, aber die Familien-Vereinigung gerät bald zum tödlichen Chaos, als ein ungebetener Gast auftaucht, mit dem auch die Geister der Vergangenheit einziehen. Diese Familie kann nur überleben, wenn sie ihre Differenzen beiseitelegen kann!

Kritik

Tyler Mane verdiente sich sein Geld hauptsächlich als Wrestler, dürfte aktuell aber vor allem auf zahlreichen Horror-Conventions unterwegs sein. Denn für Rob Zombie schlüpfte er gleich zweimal in die ikonische Rolle des Michael Myers, in „Halloween“ und „Halloween 2“. Das verwundert nicht, denn Mane bringt, ganz ähnlich wie Dwayne „The Rock“ Johnson eine eindrucksvolle äußere Erscheinung mit. Auch sonst scheint er dem Horrorgenre recht zugetan, und nun erscheint unter dem deutschen Titel „Wunden der Angst“ ein Film von 2013, in dem er die Hauptrolle spielt und zu dem er das Drehbuch schrieb. Hier trifft er auch auf Derek Mears, der im Remake von „Freitag der 13.“ Als Jason Vorhees zu sehen war. Ein inoffizielles Treffen der Giganten ohne Make-up, wenn man so will.

„Wunden der Angst“ geht dann auch gleich in die Vollen. Michael (Tyler Mane) kommt mit seiner Partnerin Juliette (Renae Geerlings) zum Haus seiner Familie, denn seine Schwester ist gestorben. Das Haus ist umgeben von Kameras, im Umkreis liegen Salzspuren und man redet dem Paar ein, besser einen Talisman zu tragen. Der aufmerksame Zuschauer weiß natürlich sofort dass etwas nicht stimmt. Aber der Film gibt sich Mühe, zeigt uns die Vergangenheit der Familie, wie es zu dem Zerwürfnis kam. Auch in der Gegenwart gibt es familiäre Probleme, und gleichzeitig versucht jemand, in das Haus einzubrechen. Es gibt also zahlreiche Schauplätze auf einmal zu bewundern.

Ab da ergeht der Film sich dann auf ausgetretenen Pfaden. Gemeinsam mit den Figuren darf der Zuschauer an allem was er sieht zweifeln, fleißig überlegen ob das Haus wirklich heimgesucht wird oder der Vater einfach weiter in den Wahnsinn abdriftet. Dinge bewegen sich, Leute tauchen auf und verschwinden auf geheimnisvolle Weise wieder, das übliche Programm sozusagen. Die meisten Darsteller haben bereits Erfahrung im Horrorgenre gesammelt, vor allem Muse Watson kann als Vater Gary hier punkten und das entschwinden in die Wahnsinnigkeit gut portraitieren. Aber auch die anderen müssen sich nicht verstecken. Das alles ist, entgegen dem was man nach dem englischen Originaltitel „Compound Fracture“, also ein offener Knochenbruch erwarten würde relativ unblutig und spielt sich vor allem auf der psychologischen Ebene ab. Dem einen oder anderen Schockmoment gibt es trotzdem. „Wunden der Angst“ letztendlich als gut oder schlecht einzustufen ist allerdings schwierig, denn die Geschichte ist ab einem gewissen Zeitpunkt durchaus vorhersehbar. Gut aufgelegte Darsteller reißen aber einiges wieder heraus und lassen die ganze Angelegenheit sehr kurzweilig erscheinen.

Fazit

"Wunden der Angst" ist durchaus solide Horrorkost mit gut aufgelegten Darstellern, einer durchdachten, aber auch vorhersehbaren Geschichte und einem gewissen Kultfaktor, bedingt durch die beiden Hauptdarsteller. Horrorfans können hier beruhigt zugreifen.

Autor: Sandra Scholz

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