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Inhalt

By the Sea begleitet den amerikanischen Schriftsteller Roland und seine Frau Vanessa, die sich ganz offensichtlich in einer Ehekrise befinden, auf ihrem Sommerurlaub in einem ruhigen, pittoresken Badeort an der französischen Riviera der 70er Jahre. Während sie ihre Zeit mit dem frisch verheirateten Pärchen Lea und François, dem ansässigen Barbetreiber Michel und seinem Freund Patrice verbringen, beginnt das Paar sich mit ungelösten Problemen aus ihrem gemeinsamen Leben zu beschäftigen.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Sie sind wohl das High-Society-Pärchen überhaupt. Seit es bei ihrer Zusammenarbeit für "Mr. & Mrs. Smith" zwischen den beiden gefunkt hat und sie wenig später den Bund der Ehe geschlossen haben, waren Brad Pitt ("Fight Club") und Angelina Jolie ("Tomb Raider") oftmals in den Medien vertreten und haben durch unterschiedlichste Aktionen für Aufsehen gesorgt. Frau Jolie (mittlerweile: Angelina Jolie Pitt) hat inzwischen auch selbst für einige Filme auf dem Regie-Stuhl Platz genommen. Ihre mittlerweile vierte Arbeit als Regisseurin ist "By the Sea". Ein Ehe-Drama, in dem sich ein Paar in den 70ern in ein französisches Hotel am Meer begibt, um dort offensichtlich eine Art Selbsttherapie zu vollziehen und die gemeinsame Beziehung wieder zu kitten.

Alleine aufgrund der Ausgangslage könnte man der Regisseurin auf argwöhnische sowie spöttische Weise ankreiden, lediglich ein Vanity-Projekt inszeniert zu haben, in dem sich das reale Ehepaar Jolie Pitt und Pitt möglichst selbstgefällig in Szene setzen möchte und während der Dreharbeiten auf der malerischen Insel Malta direkt noch ein schicker Urlaub für die beiden rausspringt. Sehr weit daneben liegt man mit dieser These nicht, denn das Werk ist vor allem inhaltlich ein dünnes Armutszeugnis, bei dem die Regisseurin an sämtlichen Fronten in der Luft hängt.  

Jolie Pitt findet für die Probleme und das Innenleben ihrer in der Krise steckenden Figuren, für die sie sich selbst und Gatte Brad direkt in den Hauptrollen besetzt hat, nicht viel mehr als stilvolle Bilder, oberflächlichen Stillstand und redundante Selbstgefälligkeit.  "By the Sea" beschränkt sich bei der Beleuchtung unausgesprochener Probleme, welche die meiste Zeit über schwerwiegend über dem Geschehen schweben, auf monotone, aufgeblähte Szenenabläufe, in denen die Figuren entweder isoliert voneinander vor sich hin vegetieren, dem Alkohol verfallen, nachdenklich schmollen oder die Nachbarn durch ein Loch in der Hotelzimmer-Wand beim Sex beobachten. 

Diese voyeuristische Komponente, in dem das Paar den ausgelassenen Beischlaf des wesentlich jüngeren und frischeren Ehepaars im Nachbarzimmer ausspioniert, ist die einzige zündende Idee, welche Jolie Pitt als verruchten Anker in das von ihr geschriebene Drehbuch einfügt. Einzig aufgrund dieses Kniffs erhält "By the Sea" zumindest in einigen Szenen eine knisternde wie dezent erotische Note, durch die sich das Geschehen ansatzweise verdichtet und gekonnt anspannt. Ansonsten verliert sich der Film bedauerlicherweise in leeren Posen, die keinerlei Aussagekraft besitzen und hauptsächlich dazu dienen, schöne Menschen in noch schöneren Outfits in edlen Locations zu zeigen. 

Dabei kann sich das Werk auf optischer Ebene wirklich sehen lassen. Kameramann Christian Berger sorgt mit seinen edlen Bildern dafür, dass der Stil den Flair europäischer Arthouse-Werke aus den 60er-/70er-Jahren rekonstruiert und die Cinematographie allgemein überaus bestechend ausgefallen ist. Der Ansatz, bei dem Jolie Pitt großen, internationalen Autorenfilmern aus diesen Zeitepochen nacheifert, ist ihr somit bedauerlicherweise lediglich bezüglich der edlen Optik gelungen. Die meiste Zeit über wirkt "By the Sea" ziellos, unnötig aufgebläht und dramaturgisch irreführend. Erst am Ende präsentiert die Regisseurin eine Auflösung, welche Licht in die erzählerische Ungewissheit bringen soll. Sicherlich ist der Grund, weshalb Roland und Vanessa mehr oder weniger nebeneinander her existieren, ein tragischer, doch dass dieser so geheimnisvoll verborgen gehalten und seltsamerweise als Knalleffekt zum Schluss offenbart wird, hinterlässt wiederum einen billigen Nachgeschmack, der den Streifen ebenfalls keineswegs aus der Belanglosigkeit führen kann.

Fazit

Aufgebläht, selbstverliebt, nichtssagend, ziellos. "By the Sea" findet für die Probleme und inneren Gefühle seiner Figuren keine adäquate Erzählweise, begnügt sich mit schönen Bildern sowie leeren, redundanten Posen und liefert nur ganz wenige Momente, in denen das Temperament zumindest etwas ansteigt und ein leises Knistern andeutet. Falls dieses Projekt tatsächlich dazu dienen sollte, dass sich das reale Ehepaar Jolie Pitt und Pitt über private Probleme hinweg helfen wollte und dieses Vorhaben funktioniert haben sollte, sei es ihnen gegönnt. Die Zuschauer hätten sie dafür aber nicht miteinbeziehen müssen. 

Autor: Patrick Reinbott

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