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Der Romancier Charles lädt ein Medium in sein Haus ein, um dort eine Séance abzuhalten, von der er sich Inspiration für sein neues Buch erhofft, an dem er gerade arbeitet. Doch die Sitzung hat erhebliche Folgen, denn mit einem Mal erscheint Elvira, die verstorbene erste Ehefrau von Charles, auf der Bildfläche und sorgt für allerhand Chaos.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Welcher Mann würde sich nicht wünschen, dass zwei zauberhafte Damen sich um seine Gunst streiten? Nur schade, wenn eine von den beiden Damen bereits tot ist. Der Romanautor Charles Condomine (Dan Stevens, Lucy in the Sky) hat eine Schreibblockade, die dazu führt, dass er sein neues Drehbuch nicht vollenden kann. Dan Stevens verkörpert ein wenig übertrieben den verzweifelten Künstler, der schon ewig lange nicht mehr von einer Muse geküsst wurde. An seiner Seite ist seine perfekte Vorzeigeehefrau Ruth (Isla Fisher, Catch Me!), die alle seine Marotten vorbehaltlos akzeptiert und immer die Contenance bewahrt, auch, wenn ihr Gatte aus Wut eine Statue im Garten köpft.

Die Eheleute sind vornehm, reich und verwöhnt, darum halten sie das Zimmermädchen, wie es sich in ihren Kreisen gehört, auf Trab und lassen sie mit den Frühstückseiern und Toast durch den Garten rennen, weil der Toast auf keinen Fall kalt werden darf, wenn er dem Herrn Condomine in seinem Arbeitszimmer serviert wird. Diese Szenerie sorgt natürlich für ein paar Lacher. Im Allgemeinen trägt auch die Reserviertheit der Beziehung zwischen den Eheleuten mit ihren getrennten Betten und Charles Potenzproblemen dazu bei, den Zuschauer zu belustigen.

Völlig verzweifelt greift Charles auf Dienste eines Mediums Madame Arcati (Judi Dench, James Bond 007-Skyfall) zurück, um seinen Schreibgeist und womöglich auch seine Manneskraft wieder zum Leben zu erwecken. Doch leider wird etwas völlig anderes zum Leben erweckt, nämlich seine gutaussehende Ex-Frau Elvira (Leslie Mann, Der Sex Pakt), die immer noch Gefühle für ihn hegt und es nicht ertragen kann ihn mit seiner neuen Ehefrau Ruth zu sehen. Die beiden Frauen agieren von Beginn an hervorragend in ihren Rollen, als lebende und tote Rivalin. Was Madame Arcati angeht, fällt es einem nicht leicht ihre Darstellung losgelöst von Geisterkomödie aus dem Jahre 1945 zu betrachten.

Beide Filme basieren auf Noël Cowards Stück Blithe Spirit aus dem Jahre 1941, das großen Erfolg am Broadway in New York feierte. Damals übernahm Margaret Rutherford, die durch ihre Verkörperung von Miss Marple aus den Agatha Christie-Romanen weltberühmt wurde, die Rolle von Madame Arcati. Ihre Darstellung war großartig, schillernd und beeindruckend. Leider kann Judi Dench mit ihrer Verkörperung von Madame Arcati nicht in Rutherfords Fußstapfen treten, weil ihre Darstellung nur ein blasses Echo ist, von dem, was hätte sein können, aber niemals etwas geworden ist. Es ist nie leicht eine Rolle zu übernehmen, die jemand anders zuvor schon perfekt verkörpert hat. Vermutlich ist es sogar nicht ganz Judi Denchs schuld, denn man gibt ihr bei Da scheiden sich die Geister nicht den Raum, um sich zu entfalten und sie verkümmert zu einer blassen Nebenfigur.

Bei Geisterkomödie nimmt die Figur von Madame Arcati dagegen die Hauptrolle ein und der ganze Film wirkt eher wie ein Theaterstück, ist also viel näher an dem Original dran, weil sich die Handlung weitestgehend um die Hauptfiguren dreht und im Landhaus abspielt. Da scheiden sich die Geister zieht die ganze Geschichte im großen Stil auf und setzt den Fokus auch hin und wieder auf die Nebenszenerie, beispielsweise wenn die Dame des Hauses sich beim Tennis mit ihrer Freundin über die Eheprobleme unterhält oder der Herr des Hauses mit seinem Vertrauten über dieselbe Problematik spricht oder im Haus eine Party mit mehreren Gästen gefeiert wird.

Der Schwerpunkt bei Da scheiden sich die Geister liegt darin, Komik daraus zu erzeugen, dass Charles sich mit seiner toten Frau unterhält, die niemand außer ihm sehen kann, natürlich dann, wenn andere Menschen im Raum sind, sodass er lustigerweise die anderen jedes Mal vor den Kopf stößt, wenn er seiner toten Frau Paroli bieten will, es aber so aussieht, als ob er seinen lebenden Mitmenschen freche Sprüche entgegenschleudert. Natürlich ist es lustig und die Schauspieler haben auch ein perfektes Timing bei den Witzen, aber auf Dauer bleibt der Klamauk immer gleich und im Laufe des Films werden alle Figuren immer unsympathischer.

Gerade wenn man es mit dem Originalfilm vergleicht, fällt es auf, dass Dan Stevens Art zu spielen mehr oder weniger eine Karikatur einer Figur darstellt. Rex Harrison (My Fair Lady) in Geisterkomödie machte eine deutlich bessere Figur. Die Macher von Da scheiden sich die Geister entschieden sich dazu sowohl bei Charlies Figur, als auch bei Elviras Figur eine Schippe draufzulegen und sie fieser als im Originalfilm zu gestalten. Im Endeffekt kommt der Film zu einem enttäuschenden Abschluss. Es ist sicherlich beinahe genauso wie bei Geisterkomödie und doch anders, weil man sich bei Da scheiden sich die Geister nun vollkommen sicher ist, dass man am Ende keine einzige Figur mehr leiden kann.

Nichtsdestotrotz kann man sich diese durchaus unterhaltsame Komödie anschauen, weil sie sicherlich fürs Auge reizvoll sein kann, denn sie bietet dem Zuschauer ein schönes Setting mit einem wunderschönen Landhaus, perfekt gestylte Darsteller im Stil der 30er Jahre, die wunderschöne Kostüme tragen und viele lustige Dialoge. Gerade wenn man den Originalfilm nicht kennt, wird man den Film Da scheiden sich die Geister sicherlich als gut gelungen erachten.

Fazit

„Da scheiden sich die Geister“ ist eine unterhaltsame und lustige Komödie, die jedoch nicht mit der Originalverfilmung „Geisterkomödie“ mithalten kann und im Laufe der Handlung immer mehr Sympathiepunkte verspielt, weil sie auf den gleichen Witzen herumreitet. Die Stärke des Films liegt in den authentischen 30er Jahren Kostümen und wunderschönem Setting. „Da scheiden sich die Geister“ ist im Endeffekt mehr ein Film fürs Auge als für den Geist.

Autor: Yuliya Mieland

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